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Rohstoffe:
Ausverkauf im Bergwerk

Die EU will den Bergbau in Europa wieder beleben. Dabei verscherbelt sie Abbaurechte unter anderem an Investoren aus China und Australien.
/ Gerd Mischler
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Alter Schachtturm in Altenberg (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Alter Schachtturm in Altenberg Bild: Sean Gallup/Getty Images

Die Europäische Union (EU) will künftig wieder mehr Rohstoffe selbst abbauen. So soll die Abhängigkeit von Lieferanten in Nord- und Südamerika sowie Asien sinken. Um die Erschließung der in Europa vorhandenen Bodenschätze zu fördern, hat die EU im Critical Raw Materials Act (CRMA) die Genehmigungsverfahren für Explorations- und Abbauprojekte auf längstens 24 Monate verkürzt, wenn sie diese als "strategisch bedeutsam" einstuft.

Das geht zulasten des Umweltschutzes und erleichtert Investoren aus Bergbauländern wie Australien, Kanada, Großbritannien, den USA oder China den Zugang zu Lagerstätten in Europa. Lässt sich so wirklich mehr Unabhängigkeit in der Rohstoffversorgung erreichen? Bürger in von Bergbauprojekten betroffenen Gemeinden sehen das kritisch. Sie fürchten, dass ausländische Investoren dank der Rohstoffpolitik der EU große Gewinne machen, ihre Trinkwasserversorgung und ihre Lebensqualität aber auf der Strecke bleiben.

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