Chile und Argentinien als Standort attraktiver

So ist Zauner für die in Dresden ansässige Firma Deutsche E-Metalle seit einiger Zeit im Norden Argentiniens aktiv. Dort hat Deutsche E-Metalle mit zwei argentinischen Partnern das Joint Venture Lithium Mining Corporation gegründet. Dieses hat sich laut Zauner inzwischen die Konzessionen für eine Lithium-Gewinnung in der Andenprovinz Catamarca gesichert. Das Lizenzgebiet habe eine Ausdehnung von 306.000 Hektar, was der 1,2-fachen Fläche eines vergleichsweise kleinen Bundeslandes im Südwesten Deutschlands entspricht. Auch ACI verfolgt nach Angaben von Schmutz inzwischen Projekte außerhalb Boliviens.

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In der Branche hat sich laut Zauner eine gewisse Goldgräberstimmung breitgemacht. Denn der Preis für eine Tonne Lithiumcarbonat ist innerhalb eines Jahres von etwa 15.000 US-Dollar auf fast 80.000 US-Dollar gestiegen. Da das Angebot wohl auf absehbare Zeit nicht die Nachfrage decken kann, dürften die Preise weiterhin hoch bleiben.

Zahlreiche Projekte im Norden Argentiniens

Nach Angaben des Wall Street Journals (Paywall) hat die argentinische Regierung unter anderem mit langfristigen Steuervereinbarungen und gelockerten Devisenkontrollen bereits mehrere ausländische Investoren angelockt. Dazu zählten der anglo-australische Bergbaukonzern Rio Tinto, der chinesische Batteriehersteller Ganfeng Lithium Co. und das französische Bergbau- und Metallurgie-Unternehmen Eramet.

Ganfeng hat im Juli 2022 für fast eine Milliarde US-Dollar das Unternehmen Lithea Inc. übernommen. Darüber hinaus sind die Chinesen schon mit einem fast 50-prozentigen Anteil an einem weiteren Projekt beteiligt. Bei einer Investitionssumme von 741 Millionen US-Dollar soll dieses Projekt 40.000 Tonnen Lithiumcarbonat pro Jahr liefern und das klassische Verfahren mit Verdunstungsbecken nutzen.

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Das WSJ zitiert einen Analysten des Londoner Beratungsunternehmens IHS Markit, wonach Argentinien bis 2031 die Zahl seiner Lithiumminen von 2 auf 19 Lithiumminen steigern könnte. Die jährliche Produktion könnte bis zum Ende des Jahrzehnts auf 230.000 Tonnen steigen, was nach Angaben der Regierung etwa sechsmal so viel wie aktuell wäre.

Neue chilenische Verfassung abgelehnt

Auch Chile ist für Investoren weiterhin attraktiv. So hat die Bevölkerung Anfang September 2022 den Entwurf einer neuen Verfassung abgelehnt, der nach Einschätzung des WSJ den Bergbau "schwieriger, unsicherer und teurer" gemacht hätte. Denn die Verfassung hätte den indigenen Gruppen im Norden Chiles mehr Autonomie über ihr angestammtes Land gewährt und deren Zustimmung für neue Projekte erforderlich gemacht.

Ebenso wie in Argentinien dürften daher auch in Chile in den kommenden Jahren noch weitere Lithiumminen in Betrieb gehen. Anders als Bolivien dürften die beiden Länder daher schneller vom aktuellen Lithiumboom profitieren. Wie lange dieser noch anhält, ist angesichts der intensiven Forschung in der Akkutechnik kaum vorherzusagen. Sollte Lithium beispielsweise künftig in großem Stil durch Natrium ersetzt werden, könnte es bald die nächsten Geisterstädte in der südamerikanischen Wüste geben.q

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 ACI wollte Wünsche der Bolivianer erfüllen
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