Jahrelange Vorlaufzeiten für Lithiumproduktion erforderlich

Angesichts der Tatsache, dass die direkte Lithium-Extraktion bislang noch nicht in großem Maßstab eingesetzt wird und solche Projekte einen langen Vorlauf benötigen, rechnen Marktbeobachter von Fastmarkets und Bloomberg NEF nicht vor dem Jahr 2032 mit einer nennenswerten Produktion.

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Darüber hinaus zweifeln Experten an, dass sämtliche sechs Bewerber tatsächlich Erfahrung mit der DLE vorweisen können. So sagte Juan Carlos Zuleta, zwischenzeitlich CEO von YLB, dem Wirtschaftsdienst Bloomberg, dass im Grunde nur Lilac Solutions aus den USA die Anforderungen erfülle. Die anderen Bewerber könnten weder die entsprechenden Erfahrungen nachweisen, noch verfügten sie über die Technik, um sie sofort einsetzen zu können.

Nach Ansicht Zuletas hat die bolivianische Regierung aus Naivität oder aus politischen Gründen geglaubt, die DLE sei eine Art Zauberstab, die die industrielle Produktion von Lithiumcarbonat über Nacht ermöglichen könne.

Unattraktive Konditionen

Darüber hinaus waren die Anforderungen für die Anbieter alles andere als attraktiv. So sind mit dem Zuschlag für das Pilotprojekt keinerlei Abbaulizenzen verbunden. Zudem müssen sich die Firmen verpflichten, ihre Versuchsergebnisse mit YLB zu teilen. Ebenfalls mussten sie für die Bewerbung die Details der von ihnen entwickelten Verfahren offenlegen. Die bolivianische Regierung will offenbar die vollständige Kontrolle über den Lithium-Abbau behalten.

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Das sind keine besonders guten Konditionen, um mehrere hundert Millionen Euro in ein solches Projekt zu investieren. Denn mit solchen Ausgaben können auch Lieferverpflichtungen für Batterie- oder Autohersteller verbunden sein. Fallen dann die Lieferungen aus, kann das durch den Ausfall der Autoproduktion einen hohen Schaden bedeuten.

Die Tatsache, dass sich dennoch gleich vier chinesische Firmen um den Auftrag beworben haben, macht deutlich, welche strategische Bedeutung China den Lithium-Vorkommen in Bolivien beimisst. Zudem zeigen die chinesischen Investitionen in Afrika und Südamerika, wie schnell solche Projekte umgesetzt werden können. Diese Einschätzung teilt auch Zauner. "Wenn die Rahmenbedingungen da sind, kann es sehr schnell gehen", sagt der Geologe.

So seien die dortigen Lagerstätten bereits gut erkundet und es seien dort viele Versuche gemacht worden. Die Voraussetzung sei, "dass niemand querschießt und keine politische Änderung stattfindet". Technisch sei es machbar, eine solche Anlage in weniger als zwei Jahren hochzufahren, sagte Zauner und fügte hinzu: "Aber realistisch ist es natürlich nicht, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass alles stabil bleibt und alles in die richtige Richtung läuft."

Diese Einschätzung teilt auch Wolfgang Schmutz, Geschäftsführer von ACI Systems.

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 Keine riesigen Verdunstungsbecken erforderlichACI wollte Wünsche der Bolivianer erfüllen 
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