Rohrpostzug: Hyperloop entsteht nach Feierabend

Mit Überschallgeschwindigkeit durch eine Röhre reisen - so stellt sich Elon Musk das Transportsystem der Zukunft vor. Ein Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern arbeitet fleißig daran. Nebenbei.

Artikel veröffentlicht am ,
Hyperloop: funktionsfähiges System noch in diesem Jahrzehnt
Hyperloop: funktionsfähiges System noch in diesem Jahrzehnt (Bild: Elon Musk)

"Was machst du am Wochenende?" "Ich baue einen Überschallzug." So in etwa mag ein Plausch mit einem Mitarbeiter von Hyperloop Transportation Technologies am Freitag kurz vor Feierabend ablaufen. Hyperloop Transportation Technologies (HTT) ist das Unternehmen, das das von Elon Musk erdachte Transportmittel Hyperloop bauen will.

  • Hyperloop-Konzeptzeichnung (Bilder: Elon Musk/SpaceX)
  • 28 Passagiere sollen in einer Hyperloop-Kapsel Platz finden.
  • Zwei Röhren sollen auf Pylonen errichtet werden.
  • Ein Kompressor soll die Luft vorn ansaugen und hinten wieder ausstoßen.
  • Mit 1.220 km/h durch die Röhre
  • Hyperloop-Kapsel
  • Schemazeichnung des Hyperloop-Systems
Hyperloop-Konzeptzeichnung (Bilder: Elon Musk/SpaceX)
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Das Unternehmen besteht aus rund 100 Mitarbeitern. Am Hyperloop-Projekt arbeiten sie in ihrer Freizeit. Denn die meisten haben einen Hauptberuf - viele bei Technologieunternehmen wie Boeing, Airbus, SpaceX oder der US-Raumfahrtagentur Nasa. Hinzu kommt eine Gruppe von 25 Studenten der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA). Für ihre Mitarbeit erhalten sie Aktienoptionen.

Arbeit in verteilten Gruppen

Die Mitarbeiter haben verschiedene Arbeitsgruppen zu verschiedenen Aspekten des Systems gegründet. Sie kommunizieren per E-Mail und diskutieren wöchentlich miteinander. Die Hierarchien seien flach, sagte Dirk Ahlborn dem US-Technologiemagazin Wired. Wenn aber doch einmal eine Entscheidung von oben getroffen werde müsse, dann sei er dafür zuständig. Ahlborn ist Chef der Crowdfunding-Plattform Jumpstartfund. HTT ist ein Tochterunternehmen von Jumpstartfund

Die Frage, wie die Röhren, in denen der Hyperloop verkehren soll, und die Pylone, die die Röhren tragen, konstruiert werden, ist laut Ahlborn weitgehend geklärt. Das gelte auch für das Design der Kapseln, die die Passagiere befördern. Schwierigkeiten bereite jedoch noch der Antrieb.

Hyperloop fährt in einer Unterdruckröhre

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Hyperloop ist eine Rohrpost für Menschen: Die Passagiere sollen in Kapseln Platz nehmen, die durch eine Röhre, in der Unterdruck herrscht, flitzen. Die Kapseln schweben auf einer Art Luftpolster. Angetrieben werden sie mit Langstator-Linearmotoren - diese Motoren bewegen auch Magnetschwebebahnen wie den Transrapid. Die Kapseln sollen fast mit Schallgeschwindigkeit reisen.

Musk, Chef des Elektroautoherstellers Tesla Motors und des Raumfahrtunternehmens SpaceX hatte eine Alpha-Version des Hyperloop-Konzepts im Sommer 2013 vorgestellt. Das Konzept ist Open Source, damit viele daran mitarbeiten und es weiterentwickeln können. Musk ist erklärter Gegner von Patenten,

Hyperloop ohne Musk

Musk selbst wollte das Hyperloop-Projekt nicht selbst umsetzen. Das hatte er schon vor der Vorstellung des Konzepts angekündigt. HTT startete noch im gleichen Jahr mit der Idee, Hyperloop per Crowdfunding und Crowdsourcing zu realisieren.

Die ersten Prototypen könnten bereits 2015 gebaut werden. Ein funktionsfähiger Hyperloop könne noch in diesem Jahrzehnt gebaut werden, sagte Ahlborn."Das ist sicher."

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held_der_arbeit 22. Dez 2014

Lutze5111 meint damit nicht das die U4 nicht mehr fährt, sie fährt nur nicht mehr...

spag@tti_code 22. Dez 2014

Ich denke ökonomisch lohnt sich das einfach bei Zügen weniger, da bei der riesigen...

antrophonix 22. Dez 2014

Ich denke mal dass der Unterdruck in der Röhre so stark ist, dass der Schall sich...

Technikfreak 21. Dez 2014

Mit den automatischen Tunnelbohr-Systemen sind die Baukosten um ca. das. 10fache...



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