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Rohrpostzug: Der Bau der Hyperloop-Strecke beginnt bald

Hyperloop legt los: In wenigen Wochen ist Start für die erste Strecke des neuartigen Verkehrsmittels, das Elon Musk ersonnen hat. Mitte 2018 könnten die ersten Kapseln durch die Röhre in Kalifornien flitzen.
/ Werner Pluta
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Hyperloop: fünfte Form der Beförderung (Bild: Elon Musk/SpaceX)
Hyperloop: fünfte Form der Beförderung Bild: Elon Musk/SpaceX

Jetzt geht es also los: Im kommenden Monat sollen die Bauarbeiten für die erste Hyperloop-Strecke beginnen. Sie dauerten voraussichtlich knapp drei Jahre, sagte Bibop Gabriele Gresta, Leiter des operativen Geschäfts von Hyperloop Transportation Technologies(öffnet im neuen Fenster) (HTT) dem britischen Architektur- und Designmagazin Dezeen(öffnet im neuen Fenster) .

Dirk Ahlborn von Hyperloop – Interview
Dirk Ahlborn von Hyperloop – Interview (05:17)

Die erste Strecke des neuartigen Verkehrsmittels entsteht in Quay Valley(öffnet im neuen Fenster) . Das ist eine Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien, die derzeit etwa auf halber Strecke zwischen Los Angeles und San Francisco neu angelegt wird. Die 75.000 Einwohner, die dort leben sollen, werden komplett mit Solarstrom versorgt. Der Hyperloop soll Passagiere durch Quay Valleys Vergnügungsviertel transportieren.

In drei Wochen beginnt der Bau

In zwei bis drei Wochen werden die Arbeiten an der rund 8 km langen Strecke beginnen. Sie besteht aus einer Röhre, die komplett auf Stelzen steht. Das hat den Vorteil, dass der Landbedarf relativ gering ist. Außerdem zerschneidet die Trasse dann nicht die Landschaft wie eine konventionelle Bahntrasse.

HTT veranschlage eine Bauzeit von 32 Monaten, sagte Gresta. Der Bau der Teststrecke soll 6 Milliarden US-Dollar kosten. Das ist deutlich mehr als ursprünglich geplant : Die Kosten sollten bei 100 Millionen US-Dollar liegen. Zehn Millionen Passagiere sollen das System während der Testphase nutzen.

Ohne Passagiere schweben die Kapseln schneller

Hyperloop soll nach Schiff, Zug, Auto und Flugzeug die fünfte Form der Beförderung werden. Es ist eine Röhre, in der ein Unterdruck herrscht. Durch diese werden Kapseln, auf einem Luftpolster schwebend, sausen. Sie haben einen magnetischen Antrieb, der eine Höchstgeschwindigkeit von 1.200 km/h ermöglichen soll. Mit Passagieren an Borden werden die Kapseln jedoch deutlich langsamer unterwegs sein: etwa 260 km/h.

Das Konzept des Hyperloops stammt von Elon Musk . Wegen seiner Doppelrolle als Chef des Raumfahrtunternehmens SpaceX und des Elektroautoherstellers Tesla Motors setzt er es jedoch nicht selbst um . Darum kümmert sich seit 2014 das Unternehmen HTT.

Die Langstrecke kommt

HTT geht davon aus, dass kurz nach Betriebsbeginn in Quay Valley schon die ersten Langstrecken entstehen. Es hätten schon mehrere Länder und Städte Interesse angemeldet, sagte HTT-Chef Dirk Ahlborn im Gespräch mit Golem.de vor einigen Monaten.

Laut Musks Konzept sollte die erste Langstrecke zwischen Los Angeles und San Francisco entstehen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie nicht in den USA gebaut wird. "Es gibt andere Länder, wo die Diskussion schon weiter ist. Dort gibt es den politischen Willen, fehlende Infrastruktur, eine hohe Bevölkerungsdichte und weniger regulatorische Probleme" , sagte Gresta.


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