Gefährlicher Windows-Exploit: Microsoft verspricht ein "High-Quality-Update"
Rund eine Woche nachdem der Sicherheitsforscher Chaotic Eclipse einen gefährlichen Zero-Day-Exploit namens Rogueplanet für den Microsoft Defender veröffentlicht hatte, hat Microsoft nun darauf reagiert und zumindest eine CVE-ID registriert. Laut der zugehörigen Sicherheitsmeldung(öffnet im neuen Fenster) gibt es allerdings noch immer keinen Patch. Microsoft versichert aber, an einer Korrektur zu arbeiten und demnächst ein Update bereitzustellen.
Der Rogueplanet-Exploit ist seit dem 9. Juni öffentlich auf Github(öffnet im neuen Fenster) und anderen Code-Hosting-Plattformen(öffnet im neuen Fenster) verfügbar. Angreifer können damit unter Windows weitreichende Systemrechte erlangen. Zwar basiert der Exploit auf einer Race Condition, auf einigen Systemen soll er aber dennoch eine Erfolgsrate von 100 Prozent haben.
Microsoft hat die zugrundeliegende Rechteausweitungslücke als CVE-2026-50656(öffnet im neuen Fenster) registriert und schreibt ihr einen hohen Schweregrad (CVSS: 7,8) zu. Fälle einer aktiven Ausnutzung sind dem Konzern bisher nicht bekannt. Jedoch nimmt Microsoft an, dass ein Aufkommen entsprechender Attacken "eher wahrscheinlich" ist. Angesichts der geringen Angriffskomplexität und des geleakten Exploits verwundert diese Einschätzung kaum.
Ein High-Quality-Update soll es richten – irgendwann
Wer nun gehofft hat, er bekäme zu Microsofts Reaktion direkt einen schützenden Patch oder wenigstens einen Workaround serviert, der irrt jedoch. Der Konzern arbeitet noch an einer Korrektur und spricht von einem "High-Quality-Sicherheitsupdate", welches die Sicherheitslücke demnächst schließen soll. Nähere Details oder einen Zeitplan nennt Microsoft dazu allerdings nicht.
Chaotic Eclipse fiel in den letzten Monaten mehrfach durch geleakte Zero-Day-Exploits wie Bluehammer, Redsun, Miniplasma und Yellowkey auf. Als Grund führte er stets Streitigkeiten mit dem Microsoft Security Response Center (MSRC) an, die der Forscher aber, vermutlich aufgrund einer Verschwiegenheitsvereinbarung, nie im Detail erläutert hat.
Bisher hatte Chaotic Eclipse seine Leaks immer über Googles Blogging-Dienst Blogger kommentiert. Dort sperrte(öffnet im neuen Fenster) Google ihn aber wohl kürzlich vorübergehend wegen schädlicher Inhalte. Daher veröffentlicht Chaotic Eclipse seine Beiträge inzwischen auf einer eigenen Plattform(öffnet im neuen Fenster) unter der Domain projectnightcrawler.dev. Dort hat er bereits einige Informationen zu seinen bisher geleakten Exploits nachgetragen.
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