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Rogue angespielt: Das etwas bösere Assassin's Creed

Gamescom 2014
Endlich mal als Templer spielen - mit mehr finanziellen Möglichkeiten und weniger moralischen Skrupeln! Golem.de hat das in Assassin's Creed Rogue ausprobiert - und auch über die Grafik gestaunt.
/ Peter Steinlechner
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Assassin's Creed Rogue (Bild: Ubisoft)
Assassin's Creed Rogue Bild: Ubisoft

Eigentlich haben wir es falsch gemacht: Wir haben auf der Gamescom 2014 erst das für Windows-PC und die neuen Konsolen ausgelegte Assassin's Creed Unity angespielt. Und dann Rogue, das Ende Oktober 2014 für Xbox 360 und Playstation 3 erscheint. Die Enttäuschung hätte wegen der rund acht Jahre älteren Hardware programmiert sein müssen. Aber von wegen! Unity sieht klasse aus - aber Rogue eben auch.

Assassin's Creed Rogue - Trailer (Gameplay Seekampf)
Assassin's Creed Rogue - Trailer (Gameplay Seekampf) (08:38)

Was schon beim letzten Assassin's Creed, dem Piratenabenteuer Black Flag, zu sehen war, gilt offensichtlich auch jetzt: Die Entwickler von Ubisoft(öffnet im neuen Fenster) holen erneut schier Unglaubliches aus den ollen Daddelkisten der letzten Generation heraus.

Assassin's Creed Rogue - Trailer (Gameplay River Valley)
Assassin's Creed Rogue - Trailer (Gameplay River Valley) (08:08)

In einem Flussdelta haben wir uns mit schicken Effekten angereicherte Seeschlachten geliefert, inklusive Momenten des Staunens, etwa über eine extragroße Welle, nachdem wir spaßeshalber einen Eisberg mit unseren Bordkanonen zerlegt hatten. Und an Land hat eine kleine Hafenstadt ebenfalls einen äußerst einladenden Eindruck gemacht.

Kein Wunder, dass es Spekulationen gibt, dass Rogue früher oder später auch für die Playstation 4 und die Xbox One umgesetzt wird. Technisch dürfte das - siehe Black Flag - kein allzu großes Problem sein. Ein Entwickler vor Ort wollte sich auf unsere Frage zu dem Thema nicht äußern, hat dabei aber betont vielsagend geguckt. Ob er das nun gemacht hat, um das generelle Interesse an Rogue weiter zu steigern, oder weil an den Gerüchten etwas dran ist, wird die Zukunft zeigen. Immerhin hat Ubisoft sogar das ursprünglich für die PS Vita veröffentlichte Assassin's Creed Liberation später noch für Konsolen umgesetzt.

Rogue schickt uns als Shay Patrick Cormac in drei große Gebiete: an die Küste des heutigen Kanada in den frostigen Nordatlantik, nach New York und ins Appalachen-Flusstal - das Spiel verwendet dafür auch in der deutschen Version den Begriff River Valley. Gemeint ist damit ungefähr das Gebiet um die Ostküstenstädte Washington, New York und Atlanta. Das Spiel ist im Siebenjährigen Krieg(öffnet im neuen Fenster) angesiedelt, der von 1756 bis 1763 stattgefunden hat.

Maschinengewehr versus Schiff

Zumindest beim Anspielen sind wir als Shay Patrick Cormac für die Engländer gegen Franzosen angetreten. Das Besondere: Cormac ist ganz zu Beginn von Rogue noch ein Assassine, aber dann wechselt er die Seiten und tritt fortan als Templer an. Für den Spieler bedeutet das, dass die aus früheren Serienteilen bedingte Geldknappheit wohl keine so große Rolle spielt: Cormac hat mit der Morrigan schon früh ein toll ausgestattetes Schiff und stets Zugriff auf die modernsten Waffen seiner Zeit.

Assassin's Creed Rogue - Trailer (Ankündigung)
Assassin's Creed Rogue - Trailer (Ankündigung) (01:50)

An Bord des Schiffes konnten wir so unter anderem mit einer Art frühem Maschinengewehr die Rümpfe der feindlichen Fregatten und Zerstörer unter Beschuss nehmen. So schnell wie in unserer ersten Partie von Rogue haben wir noch nie in Assassin's Creed ein Schiff versenkt. Auch nett: Bei Verfolgungen können wir Öl ablassen und anzünden, so dass die Gegner Feuer fangen.

Damit das Ganze nicht zu einfach wird, haben wir es in einer Landmission dann aber mit einem Assassinen zu tun bekommen. Der Bursche griff - so wie sonst wir - versteckt aus einem Hinterhalt an und erwies sich dann als äußerst zäher Brocken, der kurz vor seinem Tod auch noch Rauchbomben werfend die taktische Flucht ergriff und uns so um den Triumph des Sieges brachte.

Shay Patrick Cormac hat bessere Kampfgeräte als so mancher Assassine, und er hat auch weniger Skrupel: In seinem Waffenarsenal befinden sich Granaten mit großer Flächenwirkung und sogar Giftgasfallen, die ein Assassine vermutlich nie verwenden würde - es könnte ja Unschuldige treffen. Beim Einsatz auf der Gamescom haben wir dann auch einen Großteil der feindlichen Wachen mit gezielten Granatenwürfen und Ähnlichem ausgeschaltet. Allerdings: Ein Schlachtfest mit fliegenden Zivilistenköpfen solle auch Rogue nicht werden, sagte einer der Entwickler des Spiels.

Assassin's Creed Rogue wird von Ubisoft Sofia in Kooperation mit den Ubisoft-Studios in Singapur, Montreal, Quebec, Chengdu, Mailand und Bukarest entwickelt. Es erscheint nach aktuellem Stand am 11. November 2014 - also knapp zwei Wochen nach Assassin's Creed Unity, das ab dem 28. Oktober zu haben sein soll.


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