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ROG Phone im Hands on: Asus' Smartphone ist Desktop, Handheld und Nintendo Switch

Das ROG Phone ist ein außergewöhnliches Produkt von Asus, das sich ganz klar an Gamer richtet. Interessant ist das angebotene Zubehör. Wir haben Handheld-Dock, Desktop-Dock, Gamepad-Modul und sogar einen externen Kühler ausprobiert.

Ein Hands on von veröffentlicht am
Das ROG Phone passt in den Handheld-Controller.
Das ROG Phone passt in den Handheld-Controller. (Bild: Klaus Bardenhagen)

Asus hat auf der Computex 2018 sein ungewöhnliches Smartphone ROG Phone vorgestellt und Golem.de hat es sich am Stand des Herstellers auf der Computermesse in Taipeh genauer angeschaut. Unser erster Eindruck ist positiv: Das Design ist eindeutig an Gamer gerichtet.

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Auf der Rückseite ist der rautenförmige und kantige Fingerabdrucksensor als Designelement zu sehen. Auch die Kamera ist in das Muster integriert. Auffällig ist, dass Asus zum Laden des Gerätes einen USB-3.0-Micro-B-Anschluss nutzt. Dieser ist an der linken Seite des Telefons angebracht, so dass beim Spielen das Ladekabel nicht im Weg ist - clever. Allerdings ist der Anschluss nicht gerade für seine lange Haltbarkeit bekannt, weshalb er so selten genutzt wird.

Das Display des Telefons wirkt auf den ersten Blick im Innenraum hell genug. Es reagiert sehr flott auf Fingereingaben und stellt Spiele wie das auf dem Asus-Stand gezeigte Battle-Royale-Game Free Fire flüssig dar. Die 90 Hz Bildfrequenz merken wir in Menüs des Betriebssystems, allerdings werden die meisten Spiele nicht auf so hohe Bildraten beschleunigt oder sind auf 60 Hz ausgelegt. Wir fragen uns auch, ob die auf 2,94 GHz übertaktete Snapdragon-845-CPU wirklich Vorteile bringt. Spürbar schneller ist die CPU nicht.

Zubehör macht das Telefon einzigartig

Bei der Hardware unterscheidet sich das Gerät wenig von anderen High-End-Smartphones. Das ROG Phone hebt sich durch das Zubehör von Wettbewerbern ab. Da wäre zum einen das Desktop-Dock. Mit dieser Station lässt sich das Telefon an einen großen Monitor sowie an eine Maus und eine Tastatur koppeln. Das bringt PC-Gaming für mobile Spiele. Die Station bietet genügend Anschlüsse: USB-A, HDMI und sogar kabelgebundenes Ethernet.

  • Handheld-Zubehör. Das Smartphone ist im oberen Teil. (Bild: Klaus Bardenhagen)
  • Schultertasten und Anschlüsse am Handheld. (Bild: Klaus Bardenhagen)
  • Desktop-Dock (Bild: Klaus Bardenhagen)
  • Anstecklüfter (Bild: Klaus Bardenhagen)
  • Anschlüsse des Lüfters (Bild: Klaus Bardenhagen)
  • Das Controllermodul erinnert an die Nintendo Switch. (Bild: Klaus Bardenhagen)
  • Ungewöhnliches Design. (Bild: Klaus Bardenhagen)
  • Ladeanschluss an der linken Seite des Telefons (Bild: Klaus Bardenhagen)
Desktop-Dock (Bild: Klaus Bardenhagen)

Das zweite Zubehörteil ist eine Art Handheld-Controller, in den das Smartphone eingesteckt wird. Es nimmt dabei den Platz des oberen von zwei Bildschirmen ein. Der zweite Bildschirm kann beispielsweise eine Internetseite oder ein Video einblenden. Das Controllermodul verfügt noch einmal über zusätzliche Schultertasten. Das erinnert ein wenig an den Nintendo DS. An der Rückseite führen zudem noch ein USB-Typ-C-Stecker und ein SD-Kartenleser statt Micro-SD-kartenleser heraus. Die Verarbeitungsqualität ist gut, reicht aber nicht an den erwähnten Nintendo DS oder Gamepads wie den Xbox One Controller heran. Außerdem ist der Controller schlecht ausbalanciert, da das im Vergleich schwere Smartphone sich im oberen Teil befindet.

Skurril ist der externe aktive Anstecklüfter des ROG Phone. Dieser soll dem integrierten System-on-a-Chip Luft zuführen während gespielt wird. Der Lüfter an sich ist recht schwer und klobig, stört beim Spielen aber nicht sehr, da er zentriert an den Ladeanschluss angesteckt wird. An der Unterseite des Produktes befinden sich zusätzlich ein USB-Typ-C-Port und ein Klinkenstecker.

Ebenfalls ein Zubehörteil ist ein Controllerdock, das an den Seiten des Telefons eingeklickt wird. Beide Controllerhälften sind mit Analogsticks, Schultertasten und Steuerkreuz respektive Eingabeknöpfen versehen. Sie sind über ein Gummiband miteinander verbunden, das zudem das Telefon stabil in der Fassung hält. Uns erinnert diese Konfiguration an die mobile Version einer Nintendo Switch. Die Verarbeitungsqualität ist - wie schon beim Handheld-Dock - gut, könnte aber verbessert werden.

Allerdings handelt es sich beim ausgestellten Zubehör bisher um Modelle, die noch nicht serienreif sind. Das erklärt uns das Personal am Stand. Preise und Verfügbarkeit konnten wir bisher nicht herausfinden. Insgesamt hat uns das Gerät beim ersten Ausprobieren gefallen. Das Konzept ist konsequent für Gamer ausgerichtet. Trotzdem hat es Asus geschafft, ein optisch ansprechendes Smartphone zu bauen - ein Gerät, das vielleicht auch europäischen Käufern gefällt.

Nachtrag vom 9. Juni 2018, 13:53 Uhr

Beim ungewöhnlichen Ladeanschluss an der Seite des Gerätes handelt es sich nicht, wie ursprünglich angenommen, um einen USB-3.0-Micro-B-Port. Stattdessen setzt Asus einen eigens entwickelten Anschluss ein, der zu herkömmlichen USB Typ C 3.0 (3.1 Gen1) kompatibel sein soll. Das Unternehmen nennt die Buchse Custom USB-C-Port. Sie unterstützt zudem Displayport 1.4 und Fast Charging mit 15 Watt.



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t3st3rst3st 12. Jun 2018

Seit wann läuft auf der Switch Android?

Markus08 11. Jun 2018

Du sagst es. Ich habe mittlerweile neben der PS4 auch die Switch zu hause und bin immer...

Bosancero 11. Jun 2018

Snapdragon 845, richtig Speicher, 4000 mAh, keine Adapter sondern alles am Gerät, ein...

t3st3rst3st 09. Jun 2018

Konsole mit Maus, Tastatur und Monitor bringt dann also PC-Gaming auf der Konsole. NICE...

smaggma 08. Jun 2018

Einen SEHR ähnlich Controller gibt es für iPhone bereits ziemlich lange. Ist sogar von...


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