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Animevision-Zusatzdisplay mit 341 LEDs

Unterhalb des um einige Millimeter aus dem Gehäuse ragenden Kameramoduls ist beim ROG Phone 8 Pro ein Display eingebaut. Es besteht aus 341 kleinen, weißen LEDs und ist nicht zu sehen, wenn es nicht verwendet wird. Über die LED-Punkte lassen sich verschiedene Motive in unterschiedlichen Systemzuständen anzeigen.

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Wir können beispielsweise einstellen, dass das Animevision genannte Display uns bei ausgeschaltetem Hauptbildschirm die Uhrzeit anzeigt, oder den Ladezustand, oder beides im Wechsel. Auch können wir uns eingehende Benachrichtigungen oder Anrufe anzeigen lassen. Möglich sind ebenfalls verschiedene Animationen und Logos sowie eigene Grafiken. Der kleine LED-Bildschirm ist eine nette Spielerei. Wer darauf verzichten kann, kann getrost das günstigere ROG Phone 8 wählen, das stattdessen ein RGB-Logo hat.

Die Einstellung des Animevision-Display erfolgt über Armory Crate, Asus' Android-App, die als Spiele-Hub dient. In Armory Crate können wir auch die verschiedenen Leistungsmodi des Systems einstellen und weitere Feinabstufungen vornehmen. In Armory Crate integriert ist der X-Sense 2.0 genannte Spieleassistent, der einen neuen KI-Assistenten hat. Dieser kann bei einigen Spielen Prozesse beschleunigen oder vereinfachen, was tatsächlich gut funktioniert.

KI-Assistent sammelt automatisch Equipment ein

Wir können bei Genshin Impact einstellen, dass gefundene Gegenstände aus Truhen automatisch eingesammelt werden; den Tipp auf das Display können wir uns sparen. Außerdem erkennt X-Sense 2.0 den Rennen-Button, den wir zum Schnelllaufen dann nicht mehr gedrückt halten müssen. Einmaliges Antippen genügt, damit unsere Spielfigur dauerhalt rennt. Konversationen lassen sich mit dem KI-Assistenten automatisch beschleunigen. X-Sense 2.0 funktioniert allerdings nur mit für das System optimierten Spielen.

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Das ROG Phone 8, hier in der Pro-Version, hat ein 6,78 Zoll großes Display. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [1/8]

Auf der Rückseite hat das Pro-Modell ein Display aus 341 LEDs. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [2/8]

Die LEDs können verschiedene Animationen darstellen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [3/8]

Das neue ROG Phone hat insgesamt drei Kameras. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [4/8]

Das Kameramodul ragt weit aus dem Gehäuse. Ebenfalls im Bild zu sehen: einer der beiden Sensor-Buttons. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [5/8]

Die Frontkamera ist im Display verbaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [6/8]

Ebenso wieder erhältlich ist ein separater Kühler, der auf der Rückseite des Smartphones befestigt wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [7/8]

Der Kühler bietet zwei zusätzliche Schultertasten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [8/8]

Auf der Längsseite mit dem Power-Button und der Lautstärkewippe hat das ROG Phone 8 Pro die von den Vorgängern bekannten Sensor-Schultertasten. Die lassen sich über voreingestellte Presets oder manuell über einen Editor verschiedenen Display-Buttons zuordnen. Wer das ROG Phone beim Spielen aufladen will, kann das über einen zweiten USB-C-Anschluss auf der anderen Längsseite machen; der Standardanschluss an der unteren kurzen Seite wäre beim Zocken im Weg.

Das ROG Phone 8 Pro ist eines der wenigen Smartphones auf dem Markt, das noch über einen Klinkenanschluss für Kopfhörer verfügt. Der Klang ist sehr gut, auch unsere magnetostatischen Kopfhörer werden mühelos angesteuert. Das ROG Phone 8 Pro hat zudem sehr gute Stereolautsprecher, die einen bassreichen und vollen Klang generieren. So macht Spielen auch ohne Kopfhörer Spaß.

Nicht nur das SoC und das Display, auch die restliche Hardware des ROG Phone 8 Pro ist hochwertig. Das Smartphone unterstützt Wi-fi 7 und 5G, beherrscht Bluetooth 5.3 mit den Codecs LDAC, AAC, aptX (HD, Adaptive, Lossless) sowie NFC. Verbaut wird LPDDR5X-Arbeitsspeicher und UFS-4.0-Speicher.

Akku mit durchschnittlich guter Laufzeit

Der Akku hat eine Nennladung von 5.500 mAh, 500 mAh weniger als beim ROG Phone 7. Dennoch soll der Akku Asus zufolge nahezu die gleiche Laufzeit haben. Einen Full-HD-Film können wir bei voller Helligkeit 12,5 Stunden schauen – ein durchschnittlich guter Wert. Bei normaler Nutzung kommen wir mit dem Smartphone problemlos über den Tag, bei vielen Spielesessions sinkt die Laufzeit entsprechend.

Das Smartphone lässt sich mit dem mitgelieferten Netzteil mit 65 Watt schnell laden. Drahtloses Laden ist mit 15 Watt möglich. Per Kabel ist der Akku nach etwa 40 Minuten voll aufgeladen.

Ausgeliefert wird das ROG Phone 8 Pro mit Android 14. Nutzer können zwischen einer Benutzeroberfläche im Gaming-Design wählen oder Asus' Standardoberfläche, die unauffälliger ist. Erfreulich ist, dass Asus auch bei dem neuen Smartphone der bisherigen Linie treu bleibt und bis auf die Google-Apps, Facebook und ein paar wenigen Asus-Systemanwendungen keine Bloatware installiert.

Vier Jahre lang Updates

Wie im letzten Jahr eingeführt, soll auch das ROG Phone 8 Pro insgesamt vier Jahre lang Updates bekommen. Zuvor waren es nur mickrige zwei Jahre. Innerhalb der vier Jahre soll es auch zwei Android-Versions-Upgrades geben. Mit dem Updatezeitraum liegt Asus mittlerweile unter denen der Konkurrenz, die Situation ist wesentlich besser als früher.

  1. Verfügbarkeit und Fazit: Asus ROG Phone 8 Pro
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