Starke Prozessoren- und Akkusteuerung

Ausgeliefert wird das ROG Phone 3 mit Android 10 und einer eigenen Benutzeroberfläche. Diese unterscheidet sich im Aussehen verglichen mit purem Android deutlich: Alles ist in einer Art maschinellem Design gehalten, was wohl den Gaming-Charakter des Gerätes unterstützen soll. Wem dieses Gestaltungsthema mit dem martialischen Namen "Apex Galactic Armor" nicht gefällt, kann auch auf Asus' Standard-Theme für seine Smartphones zurückgreifen, das eher nach herkömmlichen Android aussieht.

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Erfreulicherweise ist das ROG Phone 3, obwohl es ein Gaming-Smartphone ist, frei von vorinstallierten Spielen. Neben den herkömmlichen Google-Programmen, Facebook, Instagram und einigen System-Apps findet sich auch die Armoury-Crate-App auf dem Gerät. Diese ist der Gaming-Hub des Smartphones, in dem wir unsere installierten Spiele sowie eine Reihe von spielrelevanten Einstellungsmöglichkeiten finden - unter anderem die zum X-Modus und zum Prozessor.

Die Einstellungen sind über den Konsolen-Reiter verfügbar. Hier bekommen wir zahlreiche Systeminformationen, etwa zu den aktuellen Taktraten der CPU und GPU, zur Systemtemperatur oder auch zur noch verbleibenden Akkulaufzeit. Wir können den X-Modus hier manuell einschalten und dann konfigurieren. Bei aktiviertem X-Modus werden Systemressourcen auf die CPU und GPU priorisiert, zudem können wir unter anderem Benachrichtigungen stummschalten. Es gibt in den Haupteinstellungen des X-Modus drei unterschiedliche Level: Level 1 soll sich für einfachere Spiele eignen, Level 2 für hochwertige 3D-Spiele. Das dritte Level des X-Modus mit den maximalen Systemeinstellungen lässt sich nur mit dem mitgelieferten Lüfter verwenden.

X-Modus lässt sich für jedes Spiel einzeln einstellen

Bevor wir ein Spiel starten, müssen wir den X-Modus aber nicht manuell aktivieren; wir können für jedes Spiel festlegen, ob der spezielle Spielemodus aktiviert werden soll und in welchem Level. Gehen wir in der Spielebibliothek bei einem angezeigten Spiel auf die Schaltfläche "Szenarien-Profile", können wir unter anderem das Level des X-Modus, die Bildrate des Displays, die Empfindlichkeit des Touch-Displays, Hyper Fusion, die Airtrigger und die allgemeine Tastenzuordnung definieren sowie Makros einstellen.

  • Das ROG Phone 3 von Asus (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beim ROG Phone 3 hat Asus das Design unauffällig gestaltet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf der Rückseite gibt es wieder das ROG-Logo, das mittels RGB-LEDs beleuchtet werden kann. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Dreifachkamera macht gute Bilder. Wie auf dem Bild zu sehen ist, ist die Rückseite allerdings ein Staubmagnet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Den für die ROG Phones typischen Cutout auf der Rückseite hat Asus beim ROG Phone 3 etwas unauffälliger gestaltet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Im Lieferumfang ist ein aufsteckbarer Lüfter enthalten. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch der Lüfter verfügt über RGB-Beleuchtung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Lüfter wird in die seitlichen USB-Anschlüsse gesteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das ROG Phone 3 hat insgesamt drei USB-Anschlüsse, wovon einer jedoch nur für Zubehör gedacht ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Display des ROG Phone 3 ist 6,59 Zoll groß und unterstützt eine Bildrate von 144 Hz. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das ROG Phone 3 liegt gut in der Hand. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das ROG Phone 3 hat verbesserte Airtrigger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Kamera verwendet einen 64-Megapixel-Sensor von Sony und macht gute Bilder. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei der Superweitwinkelkamera lässt die Schärfe etwas nach. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein Teleobjektiv hat das ROG Phone 3 nicht, der Digitalzoom ist bei niedriger Vergrößerung allerdings gut nutzbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit der Makrokamera gemachtes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das voreingestellte Startbildschirmdesign richtet sich an Gamer - wem es nicht gefällt, der kann auch Asus' Standarddesign wählen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Im "Armoury Crate" genannten Gaming Hub können wir unsere installierten Spiele starten und eine Reihe von Einstellungen vornehmen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • So lässt sich beispielsweise der X-Modus aktivieren, der beim Spielen für zusätzliche Leistung sorgen soll. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Uns stehen verschiedene Leistungslevel zur Verfügung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Alternativ zur allgemeinen X-Modus-Einstellung können wir den Leistungsmodus auch für jedes Spiel separat konfigurieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Neben der einfachen Einstellung steht auch ein sehr viel detaillierterer Modus zur Verfügung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch weitere Hardware-Optionen lassen sich für jedes Spiel einzeln einstellen, etwa zum Display ...
  • ... oder den Airtriggern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In einem Spiel selbst können wir viele Einstellungen über das Seitenmenü Game Genie vornehmen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Interessant ist auch die Akkusteuerung, bei der wir unter anderem eine maximale Ladegrenze festlegen können, die unterhalb von 100 Prozent liegt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zudem können wir einstellen, dass das Smartphone nur langsam geladen wird. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Im "Armoury Crate" genannten Gaming Hub können wir unsere installierten Spiele starten und eine Reihe von Einstellungen vornehmen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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In den Szenarien-Profilen können wir zudem anstelle der dreistufigen X-Modus-Einstellung auf "Hardcore-Tuning" und dann noch auf "Erweitert" gehen. Dort lassen sich CPU-Frequenzen, CPU-Power-Level und zahlreiche weitere Optionen noch feiner einstellen; die Auswahl an Möglichkeiten erinnert an das Tuning eines PCs. Wer sich auskennt, kann sich hier austoben. Wer sich nicht an die Einstellungsmöglichkeiten herantraut, kann mit den leichter verständlichen Levels arbeiten.

ASUS ROG Phone II Strix Edition 128GB, Handy

Die unterschiedlichen X-Modus-Level machen sich durchaus beim Spielen bemerkbar. Bei unseren Shadowgun-Legens-Spielesessions finden wir das Spielen mit X-Modus Level 3 angenehmer: Das ROG Phone 3 fühlt sich dank des Lüfters nicht so warm an, zudem erreichen wir höhere CPU-Taktraten als beim X-Modus Level 2 ohne Lüfter.

Praktisch beim Spielen ist "Game Genie", ein kleines, ausklappbares Zusatzmenü, das wir durch einen Wisch am linken Rand aufrufen. Darin können wir zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten direkt aus dem Spiel heraus vornehmen. Beispielsweise können wir die automatische Helligkeit ausschalten und die Helligkeit verändern, die Systembenachrichtigungen und Anrufe ein- und ausschalten, Echtzeitinformationen zur CPU und GPU einblenden lassen und Einstellungen für die Airtrigger, Makros und andere Optionen vornehmen.

Wer sein Smartphone zum Spielen verwendet, wird die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten zu schätzen wissen. Grundsätzlich ist aber durchaus anzumerken, dass viele Mobile Games auch auf anderen Top-Smartphones problemlos laufen - also auf Geräten mit herkömmlichem Snapdragon 865. Allerdings sind auch die weiteren Vorteile des ROG Phone 3 zu beachten, wie die zusätzliche Kühlung durch den Lüfter, die Airtrigger, die wir beim Spielen sehr schätzen, sowie die Möglichkeit, das System tatsächlich auf einzelne Spiele genau anpassen zu können.

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