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ROG Ally X im Test: Besser geht Handheld-Gaming derzeit nicht

Erst sollte es nur ein Refresh werden. Am Ende hat Asus das ROG Ally X aber zu einem viel besseren Gerät gemacht, als der erste Blick vermuten lässt.
/ Martin Böckmann
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Die Änderungen am Gehäuse des ROG Ally X sind auf den ersten Blick kaum zu erkennen. (Bild: Asus)
Die Änderungen am Gehäuse des ROG Ally X sind auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Bild: Asus

Mit dem ROG Ally (Test) hat Asus einen Teil des Handheld-Gaming-Marktes für sich erobert. Unter den Windows-Geräten gilt es als Referenz, nur Valves Steamdeck (Test) hat eine ähnlich dominante Stellung und durch SteamOS aktuell noch ein Alleinstellungsmerkmal. Wenn es um Nachfolger geht, haben alle Hersteller das gleiche Problem – es gibt noch keine neuen Semi-Custom-SoCs von AMD oder Intel mit höherer Leistung. Dennoch ist der ROG Ally X(öffnet im neuen Fenster) weit mehr als ein kleiner Refresh.

Asus arbeitete die großen Kritikpunkte an der ersten Generation ab, angefangen bei der Akkulaufzeit. Mit nur einer Stunde Spielzeit im Turbo-Modus und kaum zwei Stunden mit sparsameren Einstellungen sind keine längeren Spielsessions möglich. Im Ally X verbaute Asus daher einen Akku mit der doppelten Kapazität. Anstelle eines 40-Wh-Pakets steckt nun ein 80-Wh-Akku im Gehäuse. Laut Asus soll die Spielzeit in AAA-Spielen 2,7 Stunden betragen.

Auch am Gehäuse nahm Asus Änderungen vor. Die Griffmulden haben eine neue Form, die laut Asus ergonomischer sein soll und sich in unserem Test auch über längere Zeit gut anfühlt. Die Analogsticks sind aus einem widerstandsfähigeren Kunststoff hergestellt. Wer will, kann sie zudem durch Thumbsticks mit Hall-Effekt-Sensor ersetzen, um über die Zeit abnehmende Präzision (Stick-Drift) zu verhindern. Der Tausch ist recht einfach, wie ein Blick ins Innere des ROG Ally X zeigt.

Schwerer als das Steamdeck

Die Abmessungen veränderten sich im Vergleich zum Vorgänger leicht, im direkten Vergleich ist der Unterschied kaum erkennbar. Zubehör wie passgenaue Hüllen sind durch die Änderungen aber nicht mehr kompatibel. Was eher auffällt, ist das höhere Gewicht von 678 Gramm. Der ursprüngliche ROG Ally wog mit 604 Gramm weniger als das Valve Steamdeck, der ROG Ally X ist hingegen schwerer. Wirklich gestört hat uns das zusätzliche Gewicht aber nicht.

Technische Daten im Vergleich: Asus ROG Ally X
Display7" (17,8 cm) IPS-Touchscreen (1.920 x 1.080 Pixel @120 Hz)7" (17,8 cm) IPS-Touchscreen (1.920 x 1.080 Pixel @120 Hz)
CPUAMD Ryzen Z1 Extreme (8C, 16T @ 6 - 30 Watt)AMD Ryzen Z1 Extreme (8C, 16T @ 6 - 30 Watt)
GPUAMD Radeon 780M (integriert, Shared Memory, RDNA 3)AMD Radeon 780M (integriert, Shared Memory, RDNA 3)
RAM16 GByte LPDDR5-6400-RAM (integriert)24 GByte LPDDR5X-7500-RAM (integriert)
MassenspeicherMicron 2400 SSD (512 GByte, M.2-2230)WD-SN560-SSD (1 TByte, M.2-2280)
Anschlüsse1x USB-C (3.2 Gen2, DP Alternate Mode), 1x ROG XG Mobile Interface, 1x Micro-SD-Kartenleser, 1x 3,5-mm-Klinke2x USB-C (1x 4.0, 1x 3.2 Gen2, DP Alternate Mode), 1x Micro-SD-Kartenleser, 1x 3,5-mm-Klinke
Featuresintegrierte Gamepad-Tasten (2x Analogsticks, 4x Schultertrigger, 4x Aktionstasten, Steuerkreuz, 2x Zusatzschalter auf der Rückseite)integrierte Gamepad-Tasten (2x Analogsticks, 4x Schultertrigger, 4x Aktionstasten, Steuerkreuz, 2x Zusatzschalter auf der Rückseite), Fingerabdrucksensor am Power-Button
Maße280 x 111 x 32,4 mm, 608 Gramm280 x 114 x 37 mm, 678 Gramm
Preis600 Euro (Händlerpreis)900 Euro (Händlerpreis)

Angesichts des doppelt so großen Akkus leistete Asus trotzdem ganze Arbeit, denn dieser ist mit Abstand die schwerste Einzelkomponente. Um das Gewicht niedrig zu halten, wurde das Kühlsystem für das AMD-Ryzen-Z1-SoC überarbeitet und ist laut Hersteller leichter – bei gleichzeitig höherem Luftdurchsatz. Asus nennt es passenderweise Zero-Gravity-Thermal-System. Die Position des SD-Kartenlesers wurde verändert, um bessere Luftführung zu gewährleisten – die Zuverlässigkeitsprobleme des Vorgängers soll es beim SD-Kartenslot nicht mehr geben.

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Der proprietäre Anschluss für externe GPUs(öffnet im neuen Fenster) wurde durch einen USB-4-Typ-C-Anschluss ersetzt, womit insgesamt zwei Typ-C-Anschlüsse zur Verfügung stehen. Das erleichtert die Verwendung als PC-Ersatz, da nicht mehr zwingend eine Dockingstation benötigt wird. Externe GPUs können nun auch von anderen Herstellern stammen, was vor allem die Nutzung echter Desktop-Grafikkarten ermöglicht – im ROG-XG-Mobile steckten Notebook-GPUs.

Die Änderungen hören an dieser Stelle aber noch nicht auf. Denn trotz des gleichen Ryzen-Prozessors konnte Asus ein wenig an der Leistungsschraube drehen. Wir probierten aus, was das AMD-Ryzen-Z1-Extreme-SoC mit schnellerem LPDDR5X kann. Offenbar waren hier noch ein paar Leistungsreserven vorhanden.

Neue Software sorgt für Konsolen-Feeling

Die Einrichtung der Konsole beim ersten Start setzt keine Tastatur oder Maus voraus, denn selbst im BIOS-Setup ist stets eine On-Screen-Tastatur über den Touchscreen aufrufbar. Der rechte Analogstick lässt sich als Maus nutzen und löst beim Herunterdrücken einen Linksklick aus. Einige Aktionen wie das Auswählen von Optionen bei der Einrichtung des vorinstallierten Windows 11 Home sind durch den Touchscreen sogar einfacher als an einem Desktop-PC oder Notebook per Maus und Tastatur.

In Windows angekommen gibt es zwei vorinstallierte Programme. Das Tool My-Asus dient zur Konfiguration und bietet Optionen zur Diagnose, Fehlerbehebung, Aktualisierung von Treibern und Firmware und zeigt an, wann die Garantiezeit des Gerätes endet. Ein Login per Asus-Account ist optional, alle wichtigen Funktionen lassen sich ohne weitere Registrierung nutzen.

Die Armoury-Crate-SE-Software(öffnet im neuen Fenster) macht die Nutzung als Konsole möglich und kann dabei dank Windows 11 etwas weiter gehen, als es Valve beim Steamdeck bisher ermöglicht. In der App können die Accounts aller großen Vertriebsplattformen für Spiele hinterlegt werden. EA, Gog-Galaxy, Steam, Ubisoft und Xbox sowie Xbox-Cloud werden einmalig per Login hinzugefügt. Die weitere Bedienung ist vollständig auf Belegung der Konsolenknöpfe ausgelegt. Alle über die Accounts verfügbaren Spiele können aus einer Liste ausgewählt und direkt gestartet werden. Wer nur spielt, kann den ROG Ally X auch schon beim Start in diesen Modus wechseln lassen, sodass man von Windows 11 nach der anfänglichen Einrichtung kaum noch etwas mitbekommt.

Mehr Speicherplatz und Wartungsfreundlichkeit

Mit der Command-Center-Taste neben dem Display kann jederzeit ein Menü mit Einstellugen geöffnet werden, dort können Helligkeit, Lautstärke, Leistungsmodi sowie einige Grafik- und Eingabeoptionen per Touch-Eingabe verändert werden. Herunterfahren, Neustart oder Standby-Modus sind ebenfalls ohne Rückkehr zur Windows-Oberfläche auswählbar.

Alle Daten liegen auf einer 1 TByte großen NVMe-SSD mit PCI-Express-4.0-Schnittstelle, in unserem Testgerät ist es eine WD SN560. Diese ist statt des kurzen M.2-2230-Standarda im M.2-2280-Format ausgelegt, lässt sich dementsprechend gegen beliebige andere SSDs dieser Form tauschen. Die alte SSD kann in diesem Fall in anderen PCs oder Notebooks weiter genutzt werden, bisher war das nicht immer möglich, weil manche Geräte keine Schraubpunkte für M.2-2230 haben.

Was uns besonders gefällt, ist der einfache Aufbau des Gerätes. Asus verwendet normale Kreuzschlitzschrauben, danach lässt sich das Gehäuse durch etwas Zugkraft zum Lösen der Plastikklammern öffnen. Dabei sollte man sehr vorsichtig sein, um nicht das dünne Flachbandkabel für die beiden rückseitigen, frei belegbaren Tasten zu zerreißen. Nachdem der dazugehörige Stecker gelöst wurde, kann die Abdeckung komplett entfernt werden.

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Wenige Handgriffe für alle wichtigen Bauteile

Danach hat man freien Zugriff auf die wichtigsten Bauteile. Die SSD dürfte wohl am häufigsten ausgetauscht werden, sie ist wie in normalen PCs und Notebooks mit einer Schraube im M.2-Slot fixiert. Die beiden Analogsticks sind auf kleinen Platinen untergebracht, die sich mit wenigen Schrauben lösen lassen. Auch der Akku kann mit geringem Aufwand getauscht werden.

Das Kühlsystem mit zwei Lüftern und einer Heatpipe ist gut zugänglich, die Reinigung mit Druckluft und Bürste stellt dadurch keine große Herausforderung dar. Lediglich der Tausch des Displays ist mit höherem Aufwand verbunden, dazu muss der ROG Ally X vollständig zerlegt werden. Insgesamt ist die Wartungsfreundlichkeit besser als beim Steamdeck, wo in den meisten Fällen mehr Aufwand nötig ist. Die Beschaffung von Ersatzteilen ist bei Valve durch die Kooperation mit iFixit gelöst, Asus bietet Einzelkomponenten in einem eigenen Shop an(öffnet im neuen Fenster).

Endlich ausreichend Arbeitsspeicher

Asus erweiterte den Arbeitsspeicher des ROG Ally X auf 24 GByte. Dabei sind standardmäßig 8 GByte für die integrierte GPU reserviert, dem Betriebssystem stehen dadurch 16 GByte zur Verfügung. Gerade für neuere Spiele ist das fast schon die Grundvoraussetzung, was beim originalen ROG Ally dementsprechen zu Problemen führte. Großzügig bemessen ist der Speicher damit allerdings noch nicht. Geändert hat sich auch die Taktrate der Speicherchips, von LPDDR5-6400 auf LPDDR5X-7500.

Das allein dürfte reichen, um in vielen Spielen eine höhere Bildrate zu erzielen. Schließlich nutzt auch die integrierte Radeon 780M den Arbeitsspeicher als Grafikspeicher, eine höhere Datendurchsatzrate hat daher einen direkten Einfluss auf die Performance der GPU. Der größere Akku ermöglicht es Asus aber auch, dem Z1-SoC etwas mehr Strom zu geben. Bis zu 11 Watt sind im Turbo-Modus zusätzlich möglich, in Spielen ist unser Modell aber teilweise sogar sparsamer.

Die Mehrleistung kann der ROG Ally X gut gebrauchen, denn der verbaute Bildschirm mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 120 Hz ist in anspruchsvolleren Titeln meistens unterfordert. Mit etwas Konfigurationsaufwand erreichen wir in Titeln wie F1 2023, Forza Horizon 5 und Shadow of the Tomb Raider zwar jeweils 60-Fps, von den theoretisch anzeigbaren 120-Fps bleiben wir aber weit entfernt. Spürbar ist die Akkulaufzeit von 2 Stunden und 38 Minuten, die wir in F1 2023 verbringen können, bevor das Testgerät wieder an die Steckdose muss. Das Vorgängermodell müsste bereits nach wenigen Rennen wieder an den Steckdose.

Der ROG Ally X wird zum PC-Ersatz

Nebenbei testeten wir auch die Eignung als PC-Ersatz, ähnlich wie wir es schon einmal mit dem Valve Steamdeck und Windows 11 getan haben. Für die einfachere Konfiguration zusätzlicher Spieleplattformen und zur Installation von Diagnose- und Benchmark-Software verbanden wir den ROG Ally X per Typ-C-Kabel mit unserem kürzlich getesteten Asus ROG Swift OLED PG32UCDP, der sich dank Displayport 1.4 mit DSC mit der vollen 4K-Auflösung bei 240 Hz, 10-Bit-Farbraum und auf Wunsch auch HDR betreiben lässt.

Für Spiele in dieser Auflösung ist das verbaute AMD-Ryzen-SoC klar zu langsam, für Webbrowsing, Videowiedergabe und alltägliche Aufgaben reicht die Leistung aber vollkommen aus. Gerade die hohe Bildwiederholrate sorgt dafür, dass subjektiv der Eindruck eines schnellen Desktop-PCs entsteht. Die AMD-Radeon-780M-GPU ist immerhin schnell genug, um Animationen problemlos auch bei 240 Hz zu rendern.

Mit eingerichtetem Browser und einiger Software wurde dieser Testbericht auf dem ROG Ally X selbst verfasst. In Benchmarks liefert das Gerät – auch verglichen mit aktuellen Notebooks – zwar keine besonders starken Werte, die Leistungs eines aktuellen Büro-PCs ist aber locker vorhanden. Ein ROG Ally X kann neben der Funktion als Handheld-Spielekonsole als vollständiger PC-Ersatz verwendet werden.

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Gute Drahtlosverbindungen machen Kabel fast überflüssig

Nur wer USB-Geräte mit Typ-A-Stecker nutzt, braucht entweder – wie in unserem Fall – einen Monitor mit eingebautem USB-Hub oder eine kleine Dockingstation. Wir verwendeten stattdessen Bluetooth-Geräte. Sowohl die von uns genutzte Logitech G Pro X TKL als auch die Logitech MX Anywhere unterstützen Bluetooth und lassen sich am ROG Ally X ohne Dongle nutzen. Durch die Lademöglichkeit per Bildschirm ist dadurch nur ein einziges Kabel nötig.

Am meisten überraschte uns allerdings die WLAN-Leistung des Ally X. Steam überträgt Spiele lokal, sofern diese auf einem anderen PC im Netzwerk verfügbar sind. Die meisten von uns ausprobierten Titel sind auch auf anderen Testsystemen installiert, sodass wir sie nicht erneut herunterladen müssen. Die Übertragung lief dabei durchgehend mit 1,6 bis 1,7 GBit/s, eine Geschwindigkeit, die wir bisher nur in unserem Wi-Fi-7-Test gemessen haben. Der verbaute Mediatek-Chip unterstützt aber nur Wi-Fi 6E, die hohe Geschwindigkeit ist der Kanalbreite von 160 MHz zuzuschreiben.

Desweiteren befindet sich der WLAN-Access-Point, ein TP-Link Deco BE-9300, im selben Raum. Wir haben also Idealbedingungen, auch Störungen durch andere WLAN-Teilnehmer dürften zum Testzeitpunkt, einem Freitagnachmittag, eher gering gewesen sein. Wir halten daher an unserer viel debattierten Überschrift im Wi-Fi-7-Test fest, das LAN-Kabel wird in diesem Fall erneut überflüssig. Und dafür braucht es nicht einmal Wi-Fi 7.

Asus ROG Ally X, Preise, Verfügbarkeit und Fazit

Das Asus ROG Ally X ist standardmäßig mit einer 1TB-SSD ausgestattet und kostet 900 Euro. Je nach Händler ist es damit etwa 300 Euro teurer als der weiterhin verfügbare ROG Ally mit 512-GByte-SSD, der als günstigere Option zunächst erhalten bleibt. Dafür gibt es mehr Arbeitsspeicher, mehr Anwendungs- und Spiele-Performance sowie eine wesentlich höhere Akkulaufzeit. Ein 65-Watt-Netzteil und Ladekabel liefert Asus mit, eine Dockingstation muss bei Bedarf separat erworben werden.

Die wohl größte Änderung, die es nicht in den ROG Ally X schaffte, wäre ein anderes SoC. Hier liegt es an AMD, einen Nachfolger des Z1 auf Basis von Zen 5 und RDNA 3.5 oder gar RDNA 4 zu entwickeln. Vorher würde auch der Wechsel auf ein hochauflösenderes Display kaum Sinn ergeben, bereits jetzt sind 120 Bilder pro Sekunde bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln in den meisten Spielen eher eine Wunschvorstellung. 60 fps bleiben das realistischere Ziel.

Gut ist, dass das leichtere Kühlsystem dadurch nicht lauter wurde. Da wir kein Testmuster des originalen ROG Ally zur Hand haben, ist ein direkter Vergleich nicht mögich. Subjektiv ist der ROG Ally X aber meistens unauffällig, wenn auch hörbar. Wenn es besonders leise sein muss, ist das über das gleichnamige Leistungsprofil mit einer SoC-Leistung von 12 Watt einstellbar. Das Profil Leistung gibt 17 Watt frei, bei Turbo sind es 25 Watt. Speicher und Display sind dabei nicht berücksichtigt.

Fazit

Asus hat bewiesen, dass es gut sein kann, auf Kundenfeedback zu hören. Das tat der Hersteller beim ROG Ally X offenbar, denn die Kritikpunkte des Vorgängermodells wurden in den meisten Fällen behoben. Von der neuen Armoury-Crate-SE-Software, die eine Bedienung wie eine echte Konsole ermöglicht, über neue Gehäuseteile für eine bessere Ergonomie bis zur mehr als doppelt so langen Akkulaufzeit hat sich viel getan. Der nutzbare Arbeitsspeicher ist mit 16 GByte nicht mehr so knapp bemessen wie zuvor, die Zuweisung an die GPU lässt sich im BIOS anpassen, standardmäßig sind 8 GByte fest für die Radeon 780M reserviert.

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Der nächste große Schritt dürfte in den kommenden Monaten mit dem Erscheinen von SteamOS für ROG Ally beginnen. Dann gibt es neben echter Windows-Unterstützung eine speziell für mobiles Gaming angepasste Linux-Umgebung, die bei der Nutzerschaft gut ankommt. Dual-Boot-Lösungen dürften damit noch einmal besser funktionieren, als das bereits beim Steamdeck der Fall ist.

Für höhere Bildqualität wäre ein OLED-Display eine sinnvolle Ergänzung gewesen, möglicherweise vollzog Asus diesen Schritt aber auch aufgrund des höheren Energiebedarfs von OLEDs nicht. Große Unterschiede bei der Rechenleistung gibt es beim ROG Ally X im Vergleich zum Vorgängermodell nicht. AMD und Intel haben mit Ryzen AI 300 und Core Ultra 200 bereits Produkte, die für eine nächste Generation von Handheld-PCs infrage kommen. Spannend könnten darauf basierende Semi-Custom-SoCs werden, wir sind daher gespannt auf einen möglichen AMD Ryzen Z2.


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