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Philipp Rösler im Juni 2013
Philipp Rösler im Juni 2013 (Bild: Thomas Peter/Reuters)

Rösler "Mittelständler kennt sich mit Verschlüsselung nicht so aus"

Für die De-Mail ist End-to-End-Verschlüsselung nicht im neuen Gesetz vorgeschrieben. Doch die Bundesregierung will jetzt ein Gütesiegel für Verschlüsselung entwickeln und vergeben, um dem Mittelstand sichere Produkte an die Hand zu geben. Der Minister geht davon aus, dass sich ein normaler Mittelständler mit Verschlüsselung nicht so gut auskennt.

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will ein Gütesiegel für Verschlüsselungsprodukte entwickeln lassen, um dem Mittelstand die richtigen Produkte empfehlen zu können. Das sagte Rösler im ARD-Morgenmagazin. Es könne helfen, "wenn wir deutsche, europäische Produkte haben, die vielleicht sicherer sind, als solche, die im Ausland sind."

Ein normaler Mittelständler kenne sich mit Verschlüsselung nicht so gut aus, sagte der Minister. "Es ist der Wunsch aus der Wirtschaft, eine Zertifizierung zu haben, bei der man sicher sein kann. Wenn dieses Siegel da ist, dann ist dieses Produkt sicher. Dann kann ich es für die Kommunikation nutzen. Und hier ist denn auch die öffentliche Hand gefragt, solche Siegel zu entwickeln und dann auch zu vergeben. Damit der mittelständische Unternehmer aus Baden-Württemberg oder Bayern weiß, das ist sicher, darauf kann ich mich verlassen."

Ob die Bundesregierung ein geeigneter Partner der Wirtschaft für sichere Verschlüsselung ist, wird von Experten jedoch bezweifelt. Im April 2013 hat der Bundestag das "Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung" verabschiedet, das den Schriftverkehr mit Behörden um elektronische Kommunikationsmöglichkeiten, vorrangig der De-Mail, erweitert.

Hartmut Pohl von der Gesellschaft für Informatik kritisierte, dass alle De-Mails unverschlüsselt zwischengespeichert werden. Irreführenderweise sei die standardmäßig eingestellte Verschlüsselung eine reine Transportverschlüsselung, die den Datentransfer von Server zu Server gegen Abhören absichert - allerdings werden alle E-Mails in den Servern unverschlüsselt zwischengespeichert. Pohl: "Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist erst die Voraussetzung für einen sicheren E-Mail-Verkehr." End-to-End-Verschlüsselung müsse vorgeschrieben werden, damit sie in der Praxis verwendet werde. Sonst bleibe "die De-Mail im Kern unsicher und für behördlichen und vielen privaten Schriftverkehr ungeeignet", sagte Pohl.


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KStein 23. Aug 2013

also ich bin ein Neuling auf diesem Gebiet, habe mich die letzten Wochen jedoch ausgiebig...

StrayCat 15. Aug 2013

"Ein normaler Mittelständler kenne sich mit Verschlüsselung nicht so gut aus." Na, das...

h1j4ck3r 14. Aug 2013

dann braucht man ja auch nicht zu diskutieren... ich wollte dir einfach aufzeigen, dass...

Spaghetticode 14. Aug 2013

Bei S/MIME ist der öffentliche Schlüssel stets mit der Signatur mitgeliefert, bei...

Ben Stan 14. Aug 2013

Da kommen doch sicher laufende Kosten auf die Firmen zu? Ich verweiße nur mal auf den...



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