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Röntgenlaser: Der Xfel wird eröffnet

Der European Xfel wird am heutigen Freitag eingeweiht. Der Forschungsbetrieb am derzeit größten und leistungsfähigsten Röntgenlaser startet in Kürze.
/ Werner Pluta
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European Xfel: gigantisches Mikroskop und gigantische Kamera (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
European Xfel: gigantisches Mikroskop und gigantische Kamera Bild: Werner Pluta/Golem.de

Er soll einen Blick in die Welt der Atome ermöglichen: In Hamburg wird am 1. September der European Xfel – eine Abkürzung für X-Ray Free-Electron Laser (Röntgen-Freie-Elektronen-Laser) – eröffnet. Die wissenschaftlichen Experimente beginnen in Kürze.

European XFEL – Bericht
European XFEL – Bericht (01:43)

Der Xfel ist ein Mikroskop und eine Kamera für die Welt der Atome. In einem 3,4 km langen Tunnel werden aus Elektronenpaketen ultrakurze, hochenergetische Röntgenblitze erzeugt. Diese werden in die Experimentierhalle geleitet. Mit den Röntgenblitzen beschießen Wissenschaftler Proben, um Einzelbilder und Filme von Molekülen oder chemischen Reaktionen aufzunehmen.

Laser sind auf den Xfel gerichtet

Am heutigen Freitag wird die 1,2 Milliarden Euro teure Anlage eröffnet. Zu der Feier kommen rund 800 Gäste, darunter Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU). Zu dem Anlass wurden mehrere Laser in Hamburg installiert, die auf die Experimentierhalle in Schenefeld gerichtet, Ein Laser ist an der Elbphilharmonie angebracht.

Die ersten Röntgenlaserpulse wurden im Mai erzeugt . Die ersten Experimente sind für Mitte September geplant. Zwei Wissenschaftler des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY) in Hamburg sowie Kollegen aus Russland und Großbritannien werden sie durchführen.

Golem.de besuchte den Xfel im vergangenen Jahr und ließ sich erklären, wie die Anlage funktioniert .


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