Röntgen-Teleskop: Start von Erosita wird verschoben

Am 21. Juni 2019 sollte eigentlich das deutsche Röntgenteleskop Erosita von Baikonur aus in die Umlaufbahn geschossen werden. Die russische Trägerrakete kann aber aufgrund eines technischen Problems nicht abheben, der Start wurde verschoben - vorerst auf den Folgetag.

Artikel veröffentlicht am , / dpa/
Das Röntgen-Teleskop Erosita
Das Röntgen-Teleskop Erosita (Bild: DLR/Screenshot: Golem.de)

Der Start des deutschen Röntgenteleskops Erosita ins All ist verschoben worden. Das teilten am 21. Juni 2019 die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos sowie das Max-Planck-Institut (MPI) für extraterrestrische Physik in Garching bei München mit, unter dessen Federführung das Teleskop gebaut worden war.

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Ersten Erkenntnissen zufolge ist ein technisches Problem aufgetreten. Ursprünglich war geplant, dass die russische Trägerrakete mit Erosita und einem russischen Teleskop an Bord am frühen Nachmittag des 21. Juni vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abhebt.

Laut einer MPI-Sprecherin war vor dem Start entdeckt worden, dass eine Batterie, die in einer Phase zur Zündung der Rakete notwendig ist, nicht voll geladen war. Für den Start gibt es einen Ausweichtermin am Samstag. Ob das Problem bis dahin behoben werden kann, war am Freitag unklar. Danach gibt es nach Angaben der MPI-Sprecherin weitere mögliche Termine am 12. und 13. Juli 2019.

Teleskop wurde am MPI entwickelt

Extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array (Erosita) heißt das Röntgenteleskop, das am Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE) entwickelt und gebaut wurde. Unterstützt wurde das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Es ist Teil der Raumsonde Spektrum-Röntgen-Gamma (SRG). Der Satellit, der als bis dato wichtigste deutsch-russische Gemeinschaftsmission gilt, soll am zweiten Lagrange-Punkt (L2) stationiert werden, etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

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Erosita besteht aus zwei Komponenten: Die eine sind die Detektoren, sieben Spiegelmodule, die parallel ausgerichtet sind. Jedes der 36 Zentimeter großen Module besteht aus 54 ineinander geschachtelten, vergoldetem Spiegeln. Die andere Komponente ist das Aufnahmesystem - eigens für diese Mission entwickelte CCD-Röntgenkameras, an die die Spiegelmodule hochenergetische Photonen weiterleiten.

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