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Rödental: Telekom und Stadtwerke bauen FTTH drei Jahre früher

Mit einem kleinen Koaxialnetzbetreiber hat die Telekom vereinbart, sich nicht gegenseitig zu überbauen. Das neue Netz wird früher gebaut und gemeinsam betrieben.
/ Achim Sawall
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FTTH der Kooperation soll einige Jahre früher fertig sein (Bild: Deutsche Telekom)
FTTH der Kooperation soll einige Jahre früher fertig sein Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat ihre Zusammenarbeit bei Fiber To The Home (FTTH) mit dem kleinen Partner Stadtwerke Rödental in Bayern aufgewertet. Das gab die Telekom am 22. Mai 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) .

Bisher war geplant(öffnet im neuen Fenster) , bis zum Jahr 2028 rund 5.900 Haushalte mit gigabitfähigen Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Nun soll der Ausbau um drei Jahre vorgezogen werden.

Im November 2023 unterzeichneten die Partner eine Absichtserklärung zum gemeinsamen Glasfaserausbau. Zu der Zeit ging man noch von einem Bauende im Jahr 2028 aus. Jetzt sei der Abschluss bereits für das Jahr 2025 geplant, erklärten die Partner. Ausgebaut werden rund 5.900 Haushalte und Unternehmensstandorte in der Innenstadt von Rödental.

In der Kooperation übernimmt Stadtnetz Rödental den Ausbau und die Instandhaltung des passiven Glasfasernetzes, den Betrieb übernehmen beide gemeinsam und vermarkten auf dem Netz auch die eigenen Produkte.

Kabelnetz liegt in der gesamten Gemeinde

"Durch diese Kooperation haben wir einen Doppelausbau in Rödental vermieden" , sagte der Erste Bürgermeister Marco Steiner. Die Stadtwerke Rödental versorgen rund 13.500 Menschen in dem Ort mit Internet, TV, Strom, Wärme, Wasser und Elektromobilität.

Stadtnetz Rödental, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Rödental, betreibt bereits ein flächendeckendes Koaxial-Kabelnetz in der Gemeinde und bietet Internet und TV. Das Kabelnetz solle nun durch "Glasfasernetz ertüchtigt werden" , erklärte die Telekom.

"Wir werden auf dem Glasfasernetz unsere Produkte anbieten: TV, Internet und Telefonie. Wir bringen auch die Angebote unserer Wholesalepartner wie Vodafone, Telefónica und 1&1 mit" , sagte Stefan Krantz, Konzernbevollmächtigter Associate bei der Telekom.

"Wir beglückwünschen unser Mitgliedsunternehmen SWR Stadtnetz Rödental zu diesem Verhandlungserfolg" , sagte ein Breko-Sprecher Golem.de auf Anfrage. "Wir würden uns wünschen, dass die Telekom auch an den zahlreichen anderen Orten, wo ihre Wettbewerber bereits Glasfasernetze bauen oder dies planen, zu Kooperationen auf Augenhöhe bereit ist, statt den flächendeckenden Glasfaserausbau durch volkswirtschaftlich unsinnigen und ressourcenverschwendenden strategischen Doppelausbau zu torpedieren."


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