Nabu und Grüne Liga: Naturschutzverbände klagen gegen Rodungszulassung für Tesla
Die Brandenburger Landesverbände des Nabu und der Grünen Liga haben beim Verwaltungsgericht Frankfurt/Oder einen Eilantrag gegen die vorzeitige Zulassung der Fällung von weiteren 82,8 Hektar(öffnet im neuen Fenster) Wald eingereicht(öffnet im neuen Fenster) . Der Wald gehört zum Gelände der Tesla-Fabrik Grünheide.
Die Verbände werfen Tesla vor, artenschutzrechtliche Vorschriften zu verletzen. "Auch Tesla kann und darf nicht über dem Gesetz stehen. Der Tesla-Antrag muss genauso sorgfältig geprüft werden, wie das bei jedem anderen Antragsteller der Fall ist" , sagte Heinz-Herwig Mascher, Vorsitzender der Grünen Liga Brandenburg. "Das ist bei dem von Tesla geforderten Tempo nur mit enormem personellen Einsatz in den Behörden und auf der Grundlage solider Planungen möglich."
Auch gegen die ersten Rodungsarbeiten wurde geklagt, letztlich aber erfolglos .
"Zu einer soliden Planung hätte auch der bestmögliche Schutz streng geschützter Tierarten gehört. Wo doch alle Experten wissen, dass selbst nach zwei Jahren intensivem Fang kaum auszuschließen ist, dass bei einer solchen Baumaßnahme Zauneidechsen(öffnet im neuen Fenster) und Schlingnattern(öffnet im neuen Fenster) getötet werden, wird hier behauptet, man könne sich bereits nach zwei Monaten sicher sein, alle Tiere abgefangen zu haben" , sagte Christiane Schröder, Geschäftsführerin des Nabu-Landesverbandes Brandenburg.
Die Verbände vermuten zudem, dass eine ergebnisoffene Bewertung des Antrages immer schwieriger werde, je mehr Baukosten bereits entstanden seien.
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