Rockstar Games: Schlammschlacht im Wilden Westen

Der ehemalige GTA-Chefentwickler Leslie Benzies fordert von seiner Ex-Firma eine dreistellige Millionensumme. Ohne ihn wären einige Spiele, etwa Red Dead Redemption, nie fertig geworden, sagt er. Die Firma kontert: Benzies habe Leistungs- und Führungsprobleme. Es droht ein hässlicher Rechtsstreit.

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Leslie Benzies, Rockstar North
Leslie Benzies, Rockstar North (Bild: Rockstar Games)

150 Millionen US-Dollar will Leslie Benzies von Rockstar Games und der Muttergesellschaft Take 2. Der ehemalige Entwickler bei Rockstar, der unter anderem Producer von GTA 5 war, sieht sich um Millionen an Tantiemen gebracht. Nachdem Meldungen über diese Forderungen die Runde gemacht haben, zeichnet sich nun eine Schlammschlacht zwischen den Beteiligten ab, bei der es um mehr als um die hohe Summe geht.

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Nämlich auch darum, wie wichtig Benzies für Rockstar Games war - und welche Folgen sein Weggang und der Rechtsstreit für neue Projekte haben. Eigentlich ist Rockstar Games derzeit laut ziemlich glaubwürdigen Spekulationen mit der Arbeit an Red Dead Redemption 2 und an GTA 6 beschäftigt. Beides sind potenzielle Millionenseller, die für die Zukunft des Studios und die Bilanz von Take 2 eine enorme Bedeutung haben.

Inzwischen hat sich Take 2 in der Angelegenheit offiziell zu Wort gemeldet. Grund für den Weggang von Benzies seien dessen "ernsthafte Leistungs- und Verhaltensprobleme" gewesen. Die beteiligten Firmen hätten mehrfach versucht, diese zu lösen. Benzies habe sich aber einfach nicht an Vereinbarungen gehalten, denen er zuvor mehrfach zugestimmt habe. Seine Forderungen und Vorwürfe seien unbegründet und in "vielfacher Hinsicht sogar bizarr", so Take 2 zum US-Magazin PC Gamer.

Benzies sieht das natürlich anders. So hat Gamespot.com eine Reihe von Auszügen aus Mails zwischen Leslie Benzies und Sam Houser veröffentlicht, in denen es um die Entwicklungsprobleme bei Red Dead Redemption geht, für das eigentlich Houser zuständig war. "Red Dead Redemption ist ein Albtraum", schreibt Houser beispielsweise in einer Mail an Benzies. "Ich bin nur noch ein plapperndes Wrack", so Houser, der dann seinen damaligen Kumpel um Hilfe bittet: "Ich brauche The Benz!"

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Tatsächlich habe der die Leitung übernommen und das Projekt innerhalb kurzer Zeit auf Kurs gebracht - so stellt es Gamespot dar. Das Westernspiel erschien Mitte 2010, es wurde ein großer wirtschaftlicher Erfolg - inhaltlich und spielerisch gilt es als eines der besten Spiele überhaupt. Ganz rund können die letzten Entwicklungsarbeiten allerdings nicht gelaufen sein.

In den Monaten vor Fertigstellung hatte es ungewöhnlich massive Proteste von Mitarbeitern bei Rockstar San Diego gegeben, wo Red Dead Redemption entstanden ist. Unter anderem hatten die Frauen einiger Spieleentwickler in einem offenen Brief die Arbeitsbedingungen angeprangert. Ob dafür Benzies verantwortlich war oder ob er möglicherweise sogar noch Schlimmeres verhindert hat, ist völlig unklar.

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