Rocksmith-Update: Gitarre spielen mit Judas Priest und Avenged Sevenfold

Wie unser Selbstversuch gezeigt hat , ist Rocksmith für absolute Anfänger auf Gitarre oder Bass nicht allein als Unterrichtsmittel ausreichend - wer mit den Instrumenten jedoch schon warm geworden ist, kann sich aber an den Mitspielmöglichkeiten erfreuen. Wenn darüber hinaus noch härtere Gangarten zum Musikgeschmack zählen, kann das nun erschienene "Metal Rock Pack" mit zehn Stücken sogar begeistern.
Darunter finden sich mit "Breaking the Law", "Living after Midnight" und "Painkiller" drei der Klassiker der britischen Band Judas Priest, die bei keinem Konzert der Metal-Legende fehlen dürfen. Vor allem letzteres Stück ist auch für geübte Hobbygitarristen eine Herausforderung. Es war wegen seines hohen Schwierigkeitsgrades auch schon im Spiel Rock Band 2 als letzter freispielbarer Song vertreten.

Golem.de konnte die Rocksmith-Version von Painkiller bereits auf dem Festival Wacken 2012 in einer frühen Version anspielen, wobei sich zeigte, dass die mittleren Schwierigkeitsgrade für einen etwas versierteren Gitarristen noch problemlos zu meistern sind. Dabei werden, wie sonst in dem Spiel auch, schlicht Noten ausgelassen und insbesondere anspruchsvollere Techniken wie Double-Stops und das extreme Ziehen der Saiten (Bends) meist ignoriert. Der Lerneffekt für sauberes Spielen steckt vor allem in den schnellen Single-Note-Riffs.
Unser Video zeigt einen der Entwickler des Spiels, der das Stück in diesem Modus absolut fehlerfrei beherrscht - unsere Versuche konnten wir wirklich nur deshalb nicht festhalten, weil ein zweiter Kameramann fehlte und wir das Stativ vergessen hatten.
Als weitere Reminiszenz des klassischen Metal der achtziger und neunziger Jahre gibt es im Rocksmith-Update noch den Megadeth-Song "Public Enemy No.1", und wer es lieber moderner mag, wird auch fündig. Die vor allem unter jüngeren Metal-Fans beliebte Band Lamb of God steuert mit "Redneck" aber nur einen Song bei. Darin steckt ein bisschen Ironie: Lamb of God wurden 1990 gegründet, im selben Jahr erschien das Album "Painkiller" von Judas Priest mit dem gleichnamigen Song.
Gleich mit drei Stücken sind die ebenfalls mit vielen modernen Sounds experimentierenden Avenged Sevenfold vertreten. Vor allem das mit schnellen Thrash-Riffs und mehreren Soli versehene "The Beast and the Harlot" ist recht schwierig. Etwas aus dem Rahmen fällt der in jeder Rock- oder Gothic-Disco zu Tode gespielte Song "Bring me to Life" von Evanescence, dessen Gitarrenpart nicht allzu schwer ist. Vielleicht hat Ubisoft dieses Stück in das Paket gesteckt, damit der männliche Nachwuchsgitarrist auch das ursprüngliche Ziel des Musikmachens erreicht: Mädchen beeindrucken.
Das Metal Rock Pack für Rocksmith ist per Xbox Live und Playstation Network erhältlich und kostet 19,99 Euro.



