Rocketlabs: Neuseeländische Rakete erreicht den Weltraum

Der erste Testflug der neuen Electron-Rakete war noch kein voller Erfolg. Aber die neue Technologie funktioniert und ist wegweisend.

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Die Electron-Rakete während der Startvorbereitungen
Die Electron-Rakete während der Startvorbereitungen (Bild: Rocketlabs)

Vier Jahre nach den ersten Plänen war es so weit. Die Electron-Rakete der neuseeländischen Firma Rocketlabs flog am Donnerstag erstmals in Richtung Weltraum, nachdem das Wetter in den vergangenen Tagen immer wie zu Verschiebungen des Starts führte. Die Erwartungen an den ersten Flug der nur 10,5 Tonnen schweren Rakete sollten schon durch den Missionsnamen "It's a test" gedämpft werden. Vollkommen erfolgreich war der Test tatsächlich nicht.

Inhalt:
  1. Rocketlabs: Neuseeländische Rakete erreicht den Weltraum
  2. Elektrische Pumpen statt Turbinen

Nach Problemen mit der Lagekontrolle der ersten Stufe geriet die zweite Stufe nach der Trennung kurzfristig außer Kontrolle. Trotzdem zündete ihr Triebwerk erfolgreich und auch die Abtrennung der Nutzlastverkleidung verlief gut. Dennoch sorgten die Probleme dafür, dass die Rakete zwar den Weltraum erreichte, aber nicht die nötige Geschwindigkeit, um in einen Orbit einzuschwenken.

Nicht mehr per Anhalter in den Orbit

Die Electron-Rakete soll es Anbietern von kleinen Satelliten unter 225 Kilogramm möglich machen, eigene Raketen zu buchen. Alle anderen derzeit frei verfügbaren Trägerraketen sind für deutlich größere Nutzlasten ausgelegt, wodurch kleinere Satelliten auf Mitfluggelegenheiten warten müssen. Das macht die Missionsplanung schwierig. Nicht immer findet sich überhaupt eine Rakete, die in den angestrebten Orbit fliegt. Zudem spielen in der Zeitplanung die Sekundärnutzlasten auch keine Rolle.

Die ersten regulären Flüge der Electron sind jetzt schon vollständig ausgebucht. Ein Flug soll sogar noch dieses Jahr einen Mondlander von Moon Express starten. Langfristig plant das Unternehmen 100 Starts pro Jahr. Die Freiheit der eigenen Missionsplanung ist den Kunden einiges wert. Mit knapp 5 Millionen US-Dollar ist der Start einer Electron Rakete zwar billiger als der jeder anderen Rakete, aber im Vergleich zur Nutzlast gehört sie mit zu den teuersten Angeboten. Eine Vega-Rakete trägt mehr als die zehnfache Nutzlast für den siebenfachen Preis. Eine Falcon 9 mit dem zwölffachen Preis kann mit bis zum Hundertfachen der Nutzlast starten.

Sogar die Farbe wiegt zu viel

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Das Konzept der Rakete erinnert ein wenig an die Raketen von SpaceX. Mit neun Triebwerken in der ersten Stufe und einem weiteren in der zweiten entspricht die Electron einer Falcon 9 im Modellmaßstab. Aber die Physik lässt es nicht zu, eine Rakete einfach zu verkleinern und die gleiche Leistung zu erreichen. Toleranzen von Bauteilen bleiben trotz kleinerer Abmaße konstant, Reibungskräfte vergrößern sich und so weiter. Die Electron verzichtet sogar auf Farbe auf den Kohlefasertanks, weil sie mehr ins Gewicht fällt als bei größeren Raketen. Weiß ist die Rakete beim Start nur wegen des Eises, das sich auf den kalten Sauerstofftanks bildet.

Die Electron ist die erste Rakete, deren Tanks für flüssigen Treibstoff vollständig aus Kohlefaser statt Aluminium gebaut werden. SpaceX will die gleiche Technik erst mit den geplanten Marsraumschiffen einsetzen. Die Triebwerke mussten völlig neu entwickelt werden. In so kleinem Maßstab sind die üblichen Turbopumpen nicht mehr effizient und auch zu kompliziert herzustellen. Sie müssen den Treibstoff gegen den Brennkammerdruck in die Triebwerke pumpen, der für eine gute Effizienz möglichst hoch sein sollte.

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Elektrische Pumpen statt Turbinen 
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Ich habe keine Probleme damit, Schmetterlinge, Bienen oder Hummeln zu finden. Und ich...

plutoniumsulfat 28. Mai 2017

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teenriot* 26. Mai 2017

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Strongground 26. Mai 2017

Wie du schon sagst, absolut natürlich (= selbstverständlich) und somit keiner weiteren...

twothe 26. Mai 2017

Ja und nein. Technisch gesehen gibt es eine Flugphase wo normale Flugzeugturbinen...


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