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Rocketlab:
Kleine Rakete wird wiederverwendbar und trotzdem teurer

Der Markt der Kleinsatelliten scheint verrückt geworden zu sein. Die einen senken die Preise, die anderen erhöhen sie und alle erwarten gute Geschäfte. Aber Preise entstehen aus Angebot und Nachfrage, nicht nur aus den Kosten.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Auch kleine Raketen wie die Electron sind heute am Markt konkurrenzfähig. (Bild: Rocketlab)
Auch kleine Raketen wie die Electron sind heute am Markt konkurrenzfähig. Bild: Rocketlab

Es gibt keine Pläne, die Electron zu einer wiederverwendbaren Rakete weiterzuentwickeln. Für eine so kleine Rakete sei ein Verfahren wie bei der Falcon 9 zu aufwendig und die Verluste zu groß – so zumindest ließ Peter Beck lange Zeit verlauten. Aber nach den ersten sieben Flügen der Rakete und zwei größeren Messkampagnen während der letzten beiden Flüge glaubt das Unternehmen, doch einen Weg entwickeln zu können.

Als wichtigsten Grund für die Wiederverwendung gab Peter Beck, Gründer von Rocketlab, aber nicht die Kostensenkung an. Vielmehr soll so langfristig die immer noch zu niedrige Produktionsrate der Rakete ausgeglichen werden. Geplant war in diesem Jahr ein Start pro Monat, derzeit fliegt die Electron aber nur alle zwei Monate.(öffnet im neuen Fenster) Beck betonte, wie schwer die Produktion sei. Aber, wenn jede Raketenstufe nur einmal wiederverwendet werde, entspräche das einer effektiven Verdoppelung der Startrate, ohne die Produktionskapazität erhöhen zu müssen. Das Unternehmen hat in Neuseeland für die nächsten 30 Jahre die Erlaubnis für Starts alle drei Tage.

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