Electron bleibt trotz hoher Preise konkurrenzfähig

Die Electron hat auf dem Markt für Kleinsatelliten von 50 bis 150 kg Masse eine gewisse Monopolstellung. In anderen Raketen sind derart kleine Satelliten grundsätzlich nur Nebennutzlast, ohne die Chance einen eigenen Orbit zu bestimmen. Die nächstgrößeren Raketen auf dem kommerziellen Markt sind die europäische Vega und die indische PSLV. Sie haben etwa die zehnfache Nutzlast.

Stellenmarkt
  1. IT-Administrator (m/w/d) Office 365
    evocenta GmbH, Gelsenkirchen
  2. IT-Projektleiter*in Intralogistiksoftware
    TEAM GmbH, Paderborn
Detailsuche

Weltweit gibt es über 100 Firmen, die derzeit solche Kleinraketen entwickeln, aber Rocketlab ist die einzige Firma, deren Raketen tatsächlich fliegen. Vor kurzem startete die Firma iSpace erfolgreich eine Rakete. Die besteht allerdings größtenteils aus chinesischer Militärtechnik und es ist nicht klar, ob sie international angeboten wird.

Durch die Nachfrage am Markt ist die Electron bei weitem überbucht. So konnte das Unternehmen den Preis zum Start einer eigenen Rakete auf 7,5 Millionen US-Dollar anheben. Ursprünglich waren es nur 5 Millionen US-Dollar. Zumindest ein Teil der Preiserhöhung wird aber wohl dazu dienen müssen, die ungeplant niedrige Startrate auszugleichen. Im August hätte schon der achte Raketenstart dieses Jahr stattfinden sollen, es ist aber erst der vierte.

Kleine Raketen sind flexibler

Durch die Möglichkeit, eine eigene Rakete für einen Satelliten zu buchen, ist die Electron trotz des höheren Preises mit Vermittlern von Sammelflügen konkurrenzfähig, auch mit SpaceX. Spaceflight, der größte Vermittler von Mitfluggelegenheiten, verlangt 4 bis 6 Millionen US-Dollar für den Start eines 50 bis 200 kg schweren Satelliten. Spaceflight kann dabei aber keinen eigenen Orbit anbieten, während Rocketlab die Satelliten individuell präzise aussetzt.

Golem Akademie
  1. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    29. November–3. Dezember 2021, virtuell
  2. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. November 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

SpaceX wird mit Startpreisen von etwa 2,25 Millionen US-Dollar in der Kategorie beide Unternehmen nochmals deutlich unterbieten. Die Firma konzentriert sich dabei aber auf größere Nutzlasten im Bereich von 300 kg und mehr. An den acht größeren Montagepunkten können mit entsprechendem Aufpreis bis 700 kg Nutzlast angebracht werden. Ein weiterer Punkt steht auch für noch größere Satelliten zur Verfügung.

Die Leistungsreserven sind beim Start mit der Falcon 9 groß. Allerdings soll immer nur eine Rakete pro Jahr einen solchen Sammelstart fliegen und das auch nur in einen 500 bis 600 km hohen sonnensynchronen Standardorbit für Erdbeobachtung und ähnliche Zwecke. Wer kurzfristig eine Startgelegenheit braucht, einen Satelliten zur Weiterentwicklung testen will, kann nicht unbedingt auf das nächste Jahr warten. Konkurrenz ist auf dem Markt also auch mit höheren Preisen möglich. Für Vermittler wie Spaceflight ist SpaceX allerdings eine direkte Konkurrenz für einen großen Teil des Angebots geworden.

Rocketlab bietet außerdem noch die neue Plattform Photon, eine weiterentwickelte Variante der Oberstufe der Electron. Sie kann gleichzeitig als Satellit funktionieren. Kunden können damit auf die eigene Entwicklung von Antrieb, Lageregelung und Energieversorgung verzichten. Außerdem spart die Weiterverwendung der Oberstufensysteme auch Masse ein, so dass mehr Gewicht für Instrumente auf dem Satelliten übrig bleibt.

Ob Rocketlab auch eine größere Rakete entwickelt, bleibt abzuwarten. Bislang streitet Peter Beck alle Spekulationen in die Richtung ab. Das tat er zuvor aber auch bei der Wiederverwendung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Rocketlab: Kleine Rakete wird wiederverwendbar und trotzdem teurer
  1.  
  2. 1
  3. 2


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kickstarter
Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi

Auf Basis des Raspberry Pi CM 4 entsteht die Pibox. Mittels Carrier-Platinen können daran zwei 2,5-Zoll-Laufwerke angeschlossen werden.

Kickstarter: Die Pibox ist ein Mini-NAS mit Raspberry Pi
Artikel
  1. Quartalsbericht: Amazon kämpft mit höheren Kosten und weniger Wachstum
    Quartalsbericht
    Amazon kämpft mit höheren Kosten und weniger Wachstum

    Der neue Amazon-Vorstandschef sieht auch im vierten Quartal weniger Wachstum wegen Investitionen und Problemen in den Lieferketen.

  2. Neuer Firmenname: Aus Facebook wird Meta
    Neuer Firmenname
    Aus Facebook wird Meta

    Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat den Namen der neuen Dachgesellschaft seiner Dienste genannt. Dieser lehnt sich stark an das geplante Metaversum an.

  3. S9U fürs Homeoffice: Samsung stellt 49-Zoll-Ultrawide-Monitor mit KVM-Switch vor
    S9U fürs Homeoffice
    Samsung stellt 49-Zoll-Ultrawide-Monitor mit KVM-Switch vor

    Der S9U ist Samsungs neuer 32:9-Bildschirm. Er integriert USB-C mit 90 Watt Power Delivery und einen KVM-Switch. Das Panel schafft 120 Hz.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • WD Black SN750 1TB 89,90€ • Acer 27" FHD 165Hz 191,59€ • PS5 Digital + 2. Dualsense + 100€-Amazon-Gutschein mit o2-Vertrag sofort lieferbar • Kingston 1TB PCIe 69,90€ • GTA Trilogy Definitive 59,99€ • Alternate-Deals (u. a. Apacer 960GB SATA 82,90€) [Werbung]
    •  /