Rocket League im Test: Fantastische Tore mit der Heckklappe

Das Arcade-Fußballspiel der Stunde trägt den Namen Rocket League. Statt Cristiano Ronaldo und Lionel Messi kicken hier verschiedene Autos, die unter anderem Vollgas-Tore und Glanzparaden mit der Handbremse zu bieten haben.

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Wir können nur noch zusehen, wie unser Gegner ein Traumtor schießt.
Wir können nur noch zusehen, wie unser Gegner ein Traumtor schießt. (Bild: Golem.de)

Trackmania trifft Fifa Street und heraus kommt Rocket League, ein Multiplayer-Fußballspiel mit Autos. Das Arcade-Spiel von Psyonix setzt überhaupt nicht auf Realismus, schafft es aber trotzdem, fast alle Emotionen einer echten Fußballpartie hervorzurufen: den Jubel und Trubel beim Ausgleich in der letzten Minute, die Anstrengung bei Sprints in die Abwehr oder den Kick nach einer glorreichen Glanzparade.

Inhalt:
  1. Rocket League im Test: Fantastische Tore mit der Heckklappe
  2. Spielerfreundliches Design und Fazit

Der Spieler steuert immer nur ein Auto. Die Matches werden in den Modi 1 gegen 1, 2 gegen 2, 3 gegen 3 oder 4 gegen 4 Spieler ausgetragen. Eine Partie dauert fünf Minuten. Zu Spielbeginn lohnt es sich, etwas Zeit alleine im Tutorial zu verbringen und zu üben. Die Steuerung der Boliden zu erlernen ist das Wichtigste, um mit Rocket League Spaß zu haben.

Die Autos erweisen sich nach etwa einer halben Stunde als äußerst agile Kicker, die neben Gas und Bremse auch den Turboboost und die Handbremse zu nutzen wissen. Das klingt simpel - und ist es auch. Komplexität und Tiefe bringt der Sprungknopf: Je länger der Spieler ihn betätigt, desto höher katapultieren sich die Autos in die Luft. Wird der Knopf ein zweites Mal gedrückt, sind zudem Salti und Seitwärtsrollen mit dem Analogstick möglich. Wird der Ball mit einer solchen Aktion in der Luft getroffen, bekommt er Spin und vor allem nimmt er kräftig Geschwindigkeit auf.

Normalerweise verhält sich der Ball in Rocket League eher wie ein träger Luftballon als ein Leder-Fußball. Er schwebt und kullert vor sich hin, bis er von den Autos angestupst wird. Das Spielfeld und die Arenen sind alle begrenzt und abgerundet: Aus, Einwurf oder Ecken gibt es nicht. Wer den Ball mit Karacho gegen die Banden stößt, zaubert dadurch fast automatisch jedes Mal eine gelungene Flanke in die Offensive. Für genügend Übersicht sorgt ein Knopfdruck, der die Ball-Kamera aktiviert. Sie fokussiert die Blickrichtung des Spielers stets auf den Ball.

Der Turbo steht den Spielern nicht permanent zur Verfügung. Nachdem das erste Kontingent aufgebraucht ist, muss er an verschiedenen Stellen im Stadion wieder eingesammelt werden. Wer einen anderen Spieler mit der Maximalgeschwindigkeit trifft, kann diesen sogar kurzzeitig ausschalten. Er wird wenig später wieder neu auf das Spielfeld gesetzt. Solche Manöver sind vor allem dann sinnvoll, wenn ein Spieler des gegnerischen Teams versucht, den Ball abzufangen, bevor er ins Tor kullert. Dann ist es unter Umständen sinnvoller, mit Turboschub auf den Gegner zu prallen statt noch einmal den Ball ins Visier zu nehmen.

Verglichen mit dem Vorgänger "Super Sonic Acrobatic Rocket Powered Battle Cars" hat sich primär die Ballphysik verbessert. Die Autos müssen die Kugel nun wirklich berühren, um sie durch die Stadien zu schießen. Die überlegene Kollisionsabfrage ermöglicht genauere Schüsse, vor allem beim Drehen in der Luft.

Mit den aktuellen Stadionlayouts in Rocket League entsteht häufig ein Getümmel neben den Toren, kurz vor dem entscheidenden Pass vor das Tor. Das haben die Entwickler im Vorgänger durch kreativ gebogene Layouts von zusätzlichen Stadien umgangen, was für etwas mehr Abwechslung gesorgt hat.

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Spielerfreundliches Design und Fazit 
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