Rocket Lake S: Intels Z490-Platinen könnten zur Aufrüstfalle werden

Die nächste CPU-Generation (Rocket Lake S) läuft zwar auf dem Sockel LGA 1200, erfordert aber offenbar neue Chipsätze für alle Funktionen.

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Dieser M.2-Slot soll später mit RKL-S nutzbar sein.
Dieser M.2-Slot soll später mit RKL-S nutzbar sein. (Bild: PCGH)

Intel wird in den nächsten Wochen neue Desktop-CPUs veröffentlichen, die 10th Gen Core alias Comet Lake S. Die Prozessoren erfordern einen Wechsel auf den Sockel LGA 1200 statt LGA 1151 v2 und passend dazu frische Chipsätze wie den Z490 oder den B460. Einige Mainboard-Partner werben bereits direkt oder indirekt mit der Unterstützung der 11th Gen Core alias Rocket Lake S, was aber nur die halbe Wahrheit ist.

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Offiziell beherrschen die Comet Lake S maximal PCIe Gen3: Davon sind 16 Lanes für Grafikkarten gedacht, 4 weitere Lanes sind exklusiv für die Anbindung des Chipsatzes reserviert. Mit Rocket Lake S wiederum soll dann PCIe Gen4 eingeführt und der Root-Complex um acht Lanes von 20 auf 28 erweitert werden: Es bleibt bei 16 für Grafikkarten, vier sind wie bei AMD für eine NVMe-SSD direkt an der CPU ausgelegt und die restlichen vier verdoppeln die Bandbreite zum Chipsatz von einem x4- auf einen x8-Link.

Asrock, Gigabyte und MSI bewerben in ihren Marketing-Unterlagen aktiv PCIe Gen4 für ihre Z490-Platinen, da entsprechende Redriver und Switches verbaut sind. Ob Intel allerdings tatsächlich PCIe Gen4 für Rocket Lake S mit Z490 zulässt, wird sich erst zeigen. Bei den Ryzen 3000 (Matisse) warben die Partner bei ihren X470- und B450-Boards ebenfalls mit PCIe Gen4, bis AMD dem per Agesa-Update einen Riegel vorschob.

Einige Z490-Bretter weisen gar einen Steckplatz für eine M.2-NVMe-SSD auf, der laut Beschriftung direkt mit der CPU verbunden ist. Mit Comet Lake S bleibt dieser Slot nutzlos, erst mit Rocket Lake S kann er verwendet werden. Der Link zum Z490-Chipsatz wird wohl auf eine x4- statt eine x8-Verbindung beschränkt bleiben, weshalb das Aufrüsten einer solchen Platine mit einem Rocket Lake S nicht alle Funktionen freischaltet. Der Z590 - wenn er denn so heißt - soll überdies USB 3.2 Gen2x2 nativ integrieren.

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Beispiel-ChipFertigungCPU-KerneSockelLaunch
LynnfieldCore i7-875K45 nm 4LGA 11562009
Sandy BridgeCore i7-2600K32 nm 4LGA 11552011
Ivy BridgeCore i7-3770K22 nm 4LGA 11552012
HaswellCore i7-4770K22 nm 4LGA 11502013
Devil's CanyonCore i7-4790K22 nm 4LGA 11502014
BroadwellCore i7-5775C14 nm 4 + eDRAMLGA 11502014
SkylakeCore i7-6700K14 nm 4LGA 11512015
Kaby LakeCore i7-7700K14+ nm 4LGA 11512017
Coffee LakeCore i7-8700K14+ nm 6LGA 1151 v22018
Coffee Lake RefreshCore i9-9900K14++ nm 8LGA 1151 v22019
Comet LakeCore i9-10900K14+++ nm 10LGA 12002020
Rocket LakeCore i9-11900K14+++ nm 8LGA 12002021
Alder Lake(?)10 nm Enhanced Super Fin8+8LGA 17002021
Raptor Lake(?)10 nm Enhanced Super Fin8+8LGA 17002022
Meteor Lake(?)7 nm EUV(?)LGA 17002023
Core-Generationen (Midrange Desktop) von Intel im Überblick


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Rocketeer 12. Jan 2021

Ich selbst habe das schon oft gemacht und tausche üblicherweise während der Lebenszeit...

Copper 07. Mai 2020

Sie meinen vermutlich B550 statt B450? Bezüglich gekniffen: Wer Intel kauft ist immer...

wurstdings 06. Mai 2020

Eben bei AMD hat der Sockel immer erst gewechselt, wenn tatsächlich eine gravierende...

p4m 06. Mai 2020

Da liegst Du falsch. Asus beispielsweise bewirbt den PCIe 4.0 Unlock für BM450 & X470...

Tom01 06. Mai 2020

"Neue" CPU, mit etwas mehr Takt, neues Board. Würde Comet Lake auf Z390 laufen, hätte ich...



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