Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Rocket Lake S: Intels Z490-Platinen könnten zur Aufrüstfalle werden

Die nächste CPU-Generation ( Rocket Lake S ) läuft zwar auf dem Sockel LGA 1200, erfordert aber offenbar neue Chipsätze für alle Funktionen.
/ Marc Sauter
25 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Dieser M.2-Slot soll später mit RKL-S nutzbar sein. (Bild: PCGH)
Dieser M.2-Slot soll später mit RKL-S nutzbar sein. Bild: PCGH

Intel wird in den nächsten Wochen neue Desktop-CPUs veröffentlichen, die 10th Gen Core alias Comet Lake S . Die Prozessoren erfordern einen Wechsel auf den Sockel LGA 1200 statt LGA 1151 v2 und passend dazu frische Chipsätze wie den Z490 oder den B460. Einige Mainboard-Partner werben bereits direkt oder indirekt mit der Unterstützung der 11th Gen Core alias Rocket Lake S , was aber nur die halbe Wahrheit ist.

Offiziell beherrschen die Comet Lake S maximal PCIe Gen3: Davon sind 16 Lanes für Grafikkarten gedacht, 4 weitere Lanes sind exklusiv für die Anbindung des Chipsatzes reserviert. Mit Rocket Lake S wiederum soll dann PCIe Gen4 eingeführt und der Root-Complex um acht Lanes von 20 auf 28 erweitert werden: Es bleibt bei 16 für Grafikkarten, vier sind wie bei AMD für eine NVMe-SSD direkt an der CPU ausgelegt und die restlichen vier verdoppeln die Bandbreite zum Chipsatz von einem x4- auf einen x8-Link.

Asrock, Gigabyte und MSI bewerben in ihren Marketing-Unterlagen(öffnet im neuen Fenster) aktiv PCIe Gen4 für ihre Z490-Platinen, da entsprechende Redriver und Switches verbaut sind. Ob Intel allerdings tatsächlich PCIe Gen4 für Rocket Lake S mit Z490 zulässt, wird sich erst zeigen. Bei den Ryzen 3000 (Matisse) warben die Partner bei ihren X470- und B450-Boards ebenfalls mit PCIe Gen4, bis AMD dem per Agesa-Update einen Riegel vorschob.

Einige Z490-Bretter weisen gar einen Steckplatz für eine M.2-NVMe-SSD auf, der laut Beschriftung direkt mit der CPU verbunden ist. Mit Comet Lake S bleibt dieser Slot nutzlos, erst mit Rocket Lake S kann er verwendet werden. Der Link zum Z490-Chipsatz wird wohl auf eine x4- statt eine x8-Verbindung beschränkt bleiben, weshalb das Aufrüsten einer solchen Platine mit einem Rocket Lake S nicht alle Funktionen freischaltet. Der Z590 - wenn er denn so heißt - soll überdies USB 3.2 Gen2x2 nativ integrieren.

Core-Generationen (Midrange Desktop) von Intel im Überblick
Beispiel-Chip Fertigung CPU-Kerne Sockel Launch
Lynnfield Core i7-875K 45 nm 4 LGA 1156 2009
Sandy Bridge Core i7-2600K 32 nm 4 LGA 1155 2011
Ivy Bridge Core i7-3770K 22 nm 4 LGA 1155 2012
Haswell Core i7-4770K 22 nm 4 LGA 1150 2013
Devil's Canyon Core i7-4790K 22 nm 4 LGA 1150 2014
Broadwell Core i7-5775C 14 nm 4 + eDRAM LGA 1150 2014
Skylake Core i7-6700K 14 nm 4 LGA 1151 2015
Kaby Lake Core i7-7700K 14+ nm 4 LGA 1151 2017
Coffee Lake Core i7-8700K 14+ nm 6 LGA 1151 v2 2018
Coffee Lake Refresh Core i9-9900K 14++ nm 8 LGA 1151 v2 2019
Comet Lake Core i9-10900K 14+++ nm 10 LGA 1200 2020
Rocket Lake Core i9-11900K 14+++ nm 8 LGA 1200 2021
Alder Lake Core i9-12900K Intel 7 (10+++ nm) 8+8 LGA 1700 2021
Raptor Lake (?) Intel 7 (10+++ nm) 8+16 LGA 1700 2022

Relevante Themen