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Rocket Lake S: Intels letzte 14-nm-CPU erhält neue Architektur

Bei Rocket Lake gibt es bessere CPU-Kerne plus Fortschritte bei Anschlüssen und Sicherheit.
/ Marc Sauter
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Ein älterer Intel-Wafer mit 14-nm-Dies (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Ein älterer Intel-Wafer mit 14-nm-Dies Bild: Marc Sauter/Golem.de

Mit Rocket Lake S plant Intel die wohl finale 14-nm-CPU-Generation für Desktop-PCs, deren vorläufige technische Details von Videocardz(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht worden sind: Einer Übersichtsfolie zufolge wird Rocket Lake S mit einer neuen Microarchitektur antreten; zudem gibt es mehr und schnellere PCIe-Lanes sowie flotteres USB, erweiterte Video-Einheiten und moderne Display-Anschlüsse. Die zuletzt anfällige SGX-Sicherheitsenklave fliegt raus.

Kurz zur Einordnung: Aktuell sind Prozessoren wie der Core i9-9900K mit 14 nm und bis zu acht Skylake-Kernen (intern Coffee Lake Refresh S), in einigen Monaten folgen Chips mit weiterhin 14 nm und dann zehn Skylake-Cores (alias Comet Lake S ), anschließend ist Rocket Lake S an der Reihe. Dort reduziert Intel die Kerne wohl wieder auf nur noch acht, setzt aber mit Sunny/Willow Cove offenbar endlich auf eine aktuelle CPU-Architektur. Die Willov-Cove-Technik in den Tiger Lake U folgt auf die Sunny Cove, bekannt von den Ice-Lake -Chips für Ultrabooks.

Schon für Sunny Cove verspricht Intel pro Takt (IPC) ein Leistungsplus von durchschnittlich 18 Prozent verglichen zu Skylake, mit Willow Cove dürfte der Abstand weiter steigen. Offen bleibt, welche Cove-Technik von Intel genutzt wird und ob Rocket Lake S mit 14 nm mit rund 5 GHz takten kann oder ob einzig geringere Frequenzen lauffähig sind. Das Rückführen einer eigentlich für einen bestimmten Node ausgelegten Microarchitektur, wie hier von 10 nm auf 14 nm, bezeichnet Intel als Backporting.

Abseits der CPU-Kerne plant Intel der Übersichtsfolie zufolge eine Unterstützung des AV1-Codec, die integrierte Grafik tritt mit Xe/Gen12-Technik an und beherrscht HDMI 2.0b für 4K-Displays. Die SGX-Sicherheitsenklave entfernt der Hersteller aus dem Prozessor, zu häufig hat sie sich als Schwachstelle erwiesen. Statt 16 PCIe-Gen3-Lanes gibt es 20 PCIe-Gen4-Lanes, so kann eine NVMe-SSD genauso wie bei AMD direkt an den Prozessor angeschlossen werden. Die Anbindung zu den 500er-Tigerpoint-Chipsätzen erfolgt per x8-DMI-Link, die Bandbreite wird so verdoppelt. Der Platform Controller Hub (PCH) unterstützt nativ USB 3.2 Gen2x2 für 20 GBit/s satt USB 3.2 Gen2 für 10 GBit/s. Per PCIe plant Intel zudem dedizierte Thunderbolt-4-Controller anzubinden.

Core-Generationen (Midrange Desktop) von Intel im Überblick
Beispiel-Chip Fertigung CPU-Kerne Sockel Launch
Lynnfield Core i7-875K 45 nm 4 LGA 1156 2009
Sandy Bridge Core i7-2600K 32 nm 4 LGA 1155 2011
Ivy Bridge Core i7-3770K 22 nm 4 LGA 1155 2012
Haswell Core i7-4770K 22 nm 4 LGA 1150 2013
Devil's Canyon Core i7-4790K 22 nm 4 LGA 1150 2014
Broadwell Core i7-5775C 14 nm 4 + eDRAM LGA 1150 2014
Skylake Core i7-6700K 14 nm 4 LGA 1151 2015
Kaby Lake Core i7-7700K 14+ nm 4 LGA 1151 2017
Coffee Lake Core i7-8700K 14+ nm 6 LGA 1151 v2 2018
Coffee Lake Refresh Core i9-9900K 14++ nm 8 LGA 1151 v2 2019
Comet Lake Core i9-10900K 14+++ nm 10 LGA 1200 2020
Rocket Lake Core i9-11900K 14+++ nm 8 LGA 1200 2021
Alder Lake Core i9-12900K Intel 7 (10+++ nm) 8+8 LGA 1700 2021
Raptor Lake (?) Intel 7 (10+++ nm) 8+16 LGA 1700 2022

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