Rocket Lab: Electron-Rakete stürzt ab

Canons Erdbeobachtungssatellit schafft es nicht in den Orbit.

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Rakete Electron auf der Startrampe: sieben Satelliten verloren
Rakete Electron auf der Startrampe: sieben Satelliten verloren (Bild: Rocket Lab)

Fehlstart für Rocket Lab: Der 13. Start des neuseeländischen Raumfahrtunternehmens schlug fehl, die Rakete vom Typ Electron mit mehreren Satelliten an Bord ging etwa vier Minuten nach dem Start verloren.

Die Mission mit der Bezeichnung Pics Or It Didn't Happen war der 13. Flug einer Electron. Sie hatte vom Startplatz auf der Mahia Peninsula in Neuseeland abgehoben und sollte sieben Satelliten aussetzen. Die Rakete sei auf ihrer vorgesehenen Bahn geblieben, es sei niemand zu Schaden gekommen, teilte Rocket Lab mit. Die Ursache für den Ausfall ist noch unklar, das Unternehmen will den Vorfall nach eigenen Angaben zusammen mit der US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) untersuchen.

Canon wollte die Erde beobachten

Die primäre Nutzlast war der Satellit CE-SAT-IB des japanischen Elektronik- und Kameraherstellers Canon. Er sollte mit einer Weitwinkelkamera hochaufgelöste Bilder von der Erdoberfläche aufnehmen. Hinzu kommen fünf Super-Dove-Satelliten des Unternehmens Planet, das eine Konstellation von Erdbeobachtungssatelliten von Berlin aus betreibt. Der letzte Satellit stammte vom britischen Unternehmen In-Space Missions und war mit Instrumenten verschiedener Startups und Forschungsteams ausgerüstet.

Bei elf Starts von Electron-Raketen in Folge hatte es keine Probleme gegeben. "Die heutige Anomalie erinnert uns daran, dass Raumfahrt gnadenlos sein kann", sagte Peter Beck, Gründer und Chef von Rocket Lab. "Aber wir werden das Problem identifizieren, es beheben und so schnell wie möglich wieder sicher auf dem Landeplatz sein." Beck entschuldigte sich bei den Kunden, die viel Mühe auf die Konstruktion ihrer Satelliten verwendet hätten, die aber nun nicht um die Erde kreisten.

Die vom neuseeländischen Unternehmen Rocket Lab entwickelte Rakete Electron ist für den Transport von kleinen Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn gedacht. 2018 brachte sie erstmals einen Satelliten ins All. Auf dem Markt für Kleinsatelliten hat Rocket Lab ein Alleinstellungsmerkmal, da die Satelliten in größeren Raketen nur als Nebennutzlast mitfliegen, ohne dass der Auftraggeber die Chance hat, einen eigenen Orbit zu bestimmen.

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