Rocket Internet: Eine Milliarde für die Samwer-Brüder
Mehr als 20.000 Mitarbeiter beschäftigen die von Rocket Internet(öffnet im neuen Fenster) gegründeten Unternehmen in mehr als 50 Ländern. Neben Zalando hierzulande ist Rocket Internet vor allem in Russland, Lateinamerika, dem Nahen Osten, Indien, Südostasien und Australien aktiv. Um das zu finanzieren, sammelte Rocket-Internet-Gründer Oliver Samwer allein im ersten Halbjahr 2013 mehr als eine Milliarde Euro von Investoren ein. Zu den größten Geldgebern zählen Investment AB Kinnevik und Access Industries, die allein seit Mai 2012 mehr als 500 Millionen Euro in Rocket Internet gesteckt haben.
Der als Klonschmiede verschriene Inkubator Rocket Internet konzentriert sich vor allem auf den Verkauf von Mode, Möbeln und auf E-Commerce im Allgemeinen. Zu den größten Beteiligungen gehören unter anderem der erst 18 Monate alte Modeshop Zalora(öffnet im neuen Fenster), für den Rocket zuletzt allein 180 Millionen US-Dollar eingesammelt hat, und der ein Jahr alte Amazon-Konkurrent Lazada(öffnet im neuen Fenster), in den kürzlich 100 Millionen US-Dollar flossen. Beide sind in Südostasien aktiv. Rockets vor zwei Jahren gegründeter russischer Modeshop Lamoda(öffnet im neuen Fenster) konnte vor kurzer Zeit 130 Millionen US-Dollar einsammeln.
Insgesamt ist Rocket Internet an mehr als 60 Unternehmen beteiligt, darunter auch an dem Payment-Provider Paymill.com nach dem Vorbild von Stripe, an Foodpanda.com, der Lieferplattform für Essen in Konkurrenz zu Lieferheld und Lieferando, sowie an dem Mytaxi-Konkurrenten Easytaxi.
Mit dem Geld der Investoren will Rocket Internet in seine Beteiligungen investieren und es nutzen, um sein weltweites Netzwerk zu erweitern. Rocket-Internet-Gründer Oliver Samwer will sein Unternehmen mit Sitz in Berlin so zum größten und erfolgreichsten Erschaffer von High-Impact-Unternehmen machen.
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