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Folgt ein Samwer-Ausstieg samt Werteinbruch?

Denn neben der Kritik der umfangreichen Anlaufverluste genießen die Samwers auch den Ruf, Unternehmen oft überteuert zu verkaufen und nach ihrem Ausscheiden ein Unternehmen zurückzulassen, das anschließend zusammenschrumpft wie ein Luftballon. Seinen Ursprung hat dieser Ruf wohl in Unternehmen wie Jamba oder Groupon, welche die Samwers lange intensiv betreuten und deren Geschäftsmodell in sich zusammenstürzte, nachdem sie sich davon trennten.

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Ihre zweite Gründung Jamba hatte das Brüdergespann nach langem Ringen um ein funktionierendes Geschäftsmodell schließlich für 273 Millionen Dollar an den US-amerikanischen Telekommunikationskonzern Verisign verkauft und anschließend einen Deal erhalten, bei dem das Gespann umfangreiche Sonderzahlungen gewährt bekam, je höher der Umsatz des Klingeltonanbieters ausfiel. In der Folge schlachteten die Samwers das ohnehin schon harsch kritisierte Geschäftsmodell durch eine gesteigerte Werbeoffensive aus. Ähnlich verhielt es sich bei der Gutscheinplattform Groupon, bei der Oliver Samwer und seine Brüder einen potenten Börsengang im Blick hatten und deshalb auf Kosten der Qualität den Umsatz in die Höhe trieben. Auch bei StudiVZ war das Brüdertrio als Investor mit von der Partie, und nachdem Holtzbrinck das deutsche Social Network für 80 Millionen Euro übernommen hatte, sank die einstige Vorzeigegründung sukzessive in die Bedeutungslosigkeit.

Börsengang mit Risiko

Doch während dies auch etwas darüber aussagt, wie wichtig die Präsenz der Samwers für den Erfolg ihrer Gründungen zu sein scheint und wie schlecht deren Käufer oft das Geschäft gemanagt haben, liegt die Situation bei Rocket Internet anders. Die Samwers und ihre Mitgesellschafter haben sich dazu verpflichtet, ihre Anteile an Rocket Internet für eine Lock-up-Periode von zwölf Monaten nicht zu verkaufen. Für mindestens ein Jahr hängt der Wert der Samwer-Anteile also auch von der weiteren Entwicklung ab. Darüber hinaus haben die Samwers alle ihre Werte in Rocket Internet eingebracht, inklusive ihres Beteiligungsvehikels Global Founders Fund, das sonst die Möglichkeit geboten hätte, unabhängig von Rocket Internet in Internetgeschäftsmodelle zu investieren. Die Samwers haben neben ihrem Inkubator derzeit also kein Betätigungsfeld und tun gut daran, sich auf das weitere Wachstum ihrer Hauptgründung zu fokussieren. Wer die Samwers kennt, weiß, dass es dennoch sehr gut sein kann, dass sich das Trio perspektivisch anderen Dingen zuwendet, dennoch bildet Rocket Internet so etwas wie das Meisterstück der Samwers und wird deshalb wohl ihr Fokus bleiben.

Joel Kaczmarek ist Herausgeber von Gründerszene.de. Derzeit widmet er sich als Mitgründer von Sessionbird einem Technologieunternehmen, das die sichere und benutzerfreundliche Durchführung von Onlinemeetings aus dem Browser heraus ermöglicht. Kaczmarek ist Autor des Buchs "Die Piraten des Internets: Zalando, Jamba, Groupon - wie die Samwer-Brüder das größte Internet-Imperium der Welt aufbauen".

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 Fast nur Verluste - wie soll das funktionieren?
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zoidborg 26. Sep 2014

damit er schneller scheitert. Danke Samwer!

bstea 25. Sep 2014

"Darüber wurde sich Stillschweigen vereinbart". Oft in den Nachrichten war der Wert von...

Yes!Yes!Yes! 24. Sep 2014

Kein Mitleid für die Anleger. Dummheit wird halt manchmal bestraft. Trotzdem 'ne Sauerei...

g0r3 23. Sep 2014

Und noch einer von Schlage "Ich habe eine eigene Website, nehmt mich verdammt noch mal...

Keridalspidialose 23. Sep 2014

dort greifen die Samwers zu. Und an der Börse hat es davon reichlich.


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