12k dpi für 4K-Auflösung
Wer möchte, installiert zusätzlich zum Swarm-Treiber die Talk-FX-Software. In Spielen wie Metro Last Light leuchtet die Nyth dann passend zur Gesundheit des Alter Ego - grün heißt volle Lebensenergie, rot bedeutet fast tot. Im Swarm-Treiber stehen mannigfaltige Optionen zur Tastenbelegung bereit, beispielsweise, den Rechner per Knopfdruck abschalten, einen neuen Tab oder verknüpfte Programme öffnen oder das Mikrofon stumm schalten.
Halten wir den kleinen Knopf rechts auf der linken Haupttaste gedrückt - was mit kleinen Händen quasi ein Ding der Unmöglichkeit ist -, aktiviert sich Easy Shift. Damit verdoppelt sich die Anzahl der möglichen Belegungen. Programmiert ist unter anderem eine Lautstärkeanpassung per Scrollrad. Ebenfalls hinterlegt sind Unmengen an Makros für Spiele von Age of Conan über League of Legends bis World of Warcraft und für Programme wie Firefox, Photoshop, Skype oder Teamspeak sowie Windows-Shortcuts. Selbstverständlich sind eigene, zeitversetzte und sich wiederholende Makros möglich, die per Profil im 576-KByte-Speicher der Maus gesichert werden.
Die Anpassungen der Nyth enden allerdings nicht bei den Daumentasten oder der Software. Die rechte Außenseite ist austauschbar, damit sowohl Claw- als auch Palm-Grip-Spieler damit zurechtkommen. Für den Claw-Griff liegt eine sich nach unten hin verjüngende Schale bei, kleiner und Ringfinger können die Maus so gut krallen. Spieler, die die ganze Handfläche auflegen, nutzen das Seitenteil mit einer Ruheposition für den Ringfinger. Der kleine Finger wird durch eine Gummierung am Platz gehalten und schleift nicht auf dem Mauspad. Generell würden wir uns aber eine raue statt einer glatten Oberfläche wünschen.
12.000 dpi und eine Lift-Off-Justierung
Beim Untergrund sind die Teflonfüßchen der Nyth nicht wählerisch, auch der Philipps-Sensor arbeitet auf allem, was plan ist. Roccat spricht vom Twin-Tech R1, konkret handelt es sich um den Lasersensor PLN9020. Der tastet die Oberfläche mit bis zu 12.000 dpi ab, die Empfindlichkeit ist in 10er-Schritten konfigurierbar. Für die 1080p-Auflösung ist die höchste Abtastung zu hakelig, für 4K-Displays hingegen nützlich. Die Präzision des Sensors ist mit der Razer Mamba und deren 16.000-dpi-Philipps-Modell vergleichbar.
Was besser funktioniert, ist die Lift-Off-Distanz: Einmal kalibriert, können Low-Sense-Spieler einstellen, dass der Sensor abschaltet, wenn er weniger als einen Millimeter vom Untergrund entfernt ist. Die vier Stufen unterscheiden sich spürbar, ein bewusst starkes und diagonales Verziehen beim Anheben der Maus provoziert kleine gelegentliche Aussetzer. Insgesamt finden wir die Umsetzung sehr gelungen, die Funktion sollte Standard werden.
Die Omron-Switches der Haupttasten und die seitlichen Knöpfe weisen knackige Druckpunkte auf, das gummierte Zwei-Wege-Scrollrad könnte für unseren Geschmack aber etwas straffer gerastert sein. Das gilt allerdings für viele andere aktuelle Mäuse auch. Etwas obskur ist die Voreinstellung zur Scrollgeschwindigkeit im Browser: Nach der Installation des Swarm-Treibers setzt dieser sie auf eine Seite, was zu schnell, aber die langsamste Einstellung ist.
Erst der Umweg über die klassische Windows-Systemsteuerung und die Maus-Eigenschaften bringt Besserung: Im Rad-Reiter müssen wir den vertikalen Bildlauf auf sieben Zeilen setzen, was trotz Ausgrauung auch nach einem Neustart nicht vom Swarm-Treiber überschrieben wird. Roccat weiß Bescheid und hat ein Treiber-Update in Aussicht gestellt.
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Ich besitze die erste Roccat Kone seitdem sie herausgekommen ist, bis auf die grausige...
Du meinst bis zur Fingerspitze, oder? Ansonsten hast Du ja wirklich extrem große Hände...
Im Design-Thread zu diesem Artikel hat dycloniuus diese verlinkt: https://www.caseking.de...