Robotik: Xpengs humanoider Roboter Iron soll 2027 auf den Markt kommen
Das chinesische Technologieunternehmen Xpeng hat den Produktionsstart seines humanoiden Roboters Iron angekündigt. Dem Hersteller zufolge(öffnet im neuen Fenster), der in Deutschland vor allem durch seine Elektroautos bekannt ist, markiert dies den Übergang von der Entwicklung des Roboters zur Massenfertigung.
In einem Video auf der Webseite von Xpeng ist zu sehen, wie ein Iron-Roboter in der Fertigungshalle einen Gang entlangläuft. Wie bei der Präsentation Anfang 2026 wirken die Bewegungen realistischer als bei den humanoiden Robotern anderer Hersteller. Xpeng verwendet eigenen Angaben zufolge eine Technologie namens "bionische Muskeln", die für die geschmeidigeren Bewegungen verantwortlich sein soll.
80 Prozent der Iron-Produktionen sind automatisiert; die Fertigungsstraße sei von Grund auf neu entwickelt worden, so der Gründer und Vorsitzende von Xpeng, He Xiaopeng. Xpeng will zunächst in China, dann auch weltweit das führende Robotik-Unternehmen werden. In einer Finanzierungsrunde konnten über 900 Millionen US-Dollar gewonnen werden.
Foundation-Modell läuft auf Roboter selbst
Iron hat Xpeng zufolge 76 DoF (Degrees of Freedom) am Körper und 21 DoF an jeder Hand. Drei Turing-KI-Chips sorgen für eine Leistung von bis zu 2.250 TOPS. Xpengs eigenes Foundation-Modell kann so komplett auf dem Roboter selbst laufen; dieser erfordert entsprechend keine Fernsteuerung.
Iron soll Menschen unterstützen, etwa in der Fertigung, wie Xpengs verantwortlicher Manager für Zentraleuropa, Markus Schrick, Golem im Gespräch erklärte. Dabei soll der Roboter keine Arbeitskräfte verdrängen, sondern Jobs machen, die schwer zu besetzen sind. Als Beispiele nannte Schrick einfache Arbeiten in der Produktion, die Begrüßung in Geschäften oder in Zukunft auch die Arbeit in Haushalten.
Der humanoide Roboter soll Xpeng zufolge 2027 in China und in anderen weltweiten Märkten erscheinen. Der Preis soll Schrick zufolge auf dem Niveau von Xpengs Elektroautos liegen. Der G6 etwa kostet zwischen 43.600 und 51.600 Euro, der neue L03 startet bereits ab 35.600 Euro. Iron soll dank unterschiedlicher Ausstattungsvarianten diese Preisspanne abdecken.
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