Abo
  • Services:
Anzeige
Haptische Roboterhand: Elastomer fühlt sich an wie menschliches Gewebe.
Haptische Roboterhand: Elastomer fühlt sich an wie menschliches Gewebe. (Bild: Universität Gifu)

Robotik: Roboterhand lehrt Mediziner das Abtasten

Mit einem haptischen Interface sollen angehende Mediziner die Diagnose durch Abtasten lernen, zum Beispiel bei Brustkrebs. Das Besondere: Es kann verschiedene Gewebe simulieren.

Anzeige

Japanische Forscher haben ein System entwickelt, das die Berührung von weichen Oberflächen auf dem menschlichen Finger simulieren soll. Es soll in erster Linie in der medizinischen Ausbildung eingesetzt werden. Damit sollen angehende Ärzte beispielsweise üben, die weibliche Brust nach Knoten abzutasten.

Multi-Fingered Haptic Interface Robot - etwa: vielfingrigen Berührungsinterface-Roboter - nennen die Forscher der Universität in Gifu auf der Hauptinsel Honshu ihre Entwicklung. Sie besteht aus einem Roboterarm, an dem eine Hand mit fünf kleinen Kappen befestigt ist. Dort hinein steckt der Träger seine Hand.

Neues Fingerkuppen-Interface

Vom Aufbau her unterscheidet sich das System nicht von anderen haptischen Roboterhänden, etwa der Exohand von Festo. Das Neue an dem System von Takahiro Endo, Haruhisa Kawasaki, Yuta Kazama und Satoshi Tanimura sei der Mechanismus für die Haptik an den Fingerkuppen, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum.

Die Oberfläche, die die Fingerkuppen berühren, besteht aus einem Elastomer mit der Bezeichnung Hyper Gel Sheet. Das Elastomer wird unter anderem zur Schwingungsdämpfung eingesetzt. Bei einer Berührung fühlt es sich ähnlich an wie menschliches Gewebe.

Folie wird gespannt

Die Fingerkuppe liegt auf der Elastomerfolie. Die läuft über zwei Umlenkrollen und ist an ihren beiden Enden an zwei weiteren Rollen befestigt. Mit einem Motor kann die Folie gespannt werden - auf diese Weise wird das Gefühl unterschiedlicher Gewebetypen simuliert: Ist die Folie stärker gespannt, fühlt sie sich fester an. Ist sie weniger stark gespannt, ist der haptische Eindruck weicher.

Es gebe schon haptische Interfaces, die Weichheit simulieren könnten. Diese ermöglichten es aber lediglich, Objekte in bestimmten Größen und Formen eines Gegenstandes zu ertasten, erklären die Forscher. Dadurch seien sie aber für die Ausbildung im medizinischen Bereich nicht geeignet. Vorteil ihres Systems sei die Vielseitigkeit: Damit könnten unterschiedliche Körperpartien simuliert werden.

Vergleich mit anderen Simulationen

Für Tests hatten die Forscher mit ihrem System eine weibliche Brust simuliert. Zum Vergleich bekamen die Probanden ein konventionelles haptisches System sowie eine Silikonbrust, wie sie sonst in der Ausbildung eingesetzt wird. Der Eindruck des neuen haptischen Systems sei dem einer echten Brust am nächsten gekommen, befanden die Testpersonen.

Endo, Kawasaki, Kazama und Tanimura haben ihre Entwicklung auf der International Conference on Robotics and Automation (Icra) vorgestellt. Die Icra, die von dem Ingenieursverband Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) ausgerichtet wird, findet derzeit in Hongkong statt. Sie endet am 7. Juni 2014.


eye home zur Startseite
timo.w.strauss 04. Jun 2014

Also das Teil mit einer 3D Brille und einen Aufsatz für unten rum und du brauchst keine...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. via Harvey Nash GmbH, München oder Frankfurt
  2. über Nash Direct GmbH, München/Ismaning
  3. Daimler AG, Sindelfingen
  4. Dürr IT Service GmbH, Bietigheim-Bissingen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (Core i5-7600K + Asus GTX 1060 Dual OC)
  3. 18,99€ statt 39,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Amazons Gewinn bricht stark ein

  2. Sicherheitslücke

    Caches von CDN-Netzwerken führen zu Datenleck

  3. Open Source

    Microsoft tritt Cloud Native Computing Foundation bei

  4. Q6

    LGs abgespecktes G6 kostet 350 Euro

  5. Google

    Youtube Red und Play Music fusionieren zu neuem Dienst

  6. Facebook Marketplace

    Facebooks Verkaufsplattform kommt nach Deutschland

  7. Ryzen 3 1300X und 1200 im Test

    Harte Gegner für Intels Core i3

  8. Profitbricks

    United Internet kauft Berliner Cloud-Anbieter

  9. Lipizzan

    Google findet neue Staatstrojaner-Familie für Android

  10. Wolfenstein 2 angespielt

    Stahlskelett und Erdbeermilch



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Indiegames Rundschau: Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
Indiegames Rundschau
Meisterdiebe, Anti- und Arcadehelden
  1. Jump So was wie Netflix für Indiegames
  2. Indiegames-Rundschau Weltraumabenteuer und Strandurlaub
  3. Indiegames-Rundschau Familienflüche, Albträume und Nostalgie

Poets One im Test: Kleiner Preamp, großer Sound
Poets One im Test
Kleiner Preamp, großer Sound
  1. Dunkirk Interstellar-Regisseur setzt weiter auf 70mm statt 4K
  2. Umfrage Viele wollen weg von DVB-T2
  3. DVB-T2 Freenet TV will wohl auch über Astra ausstrahlen

Shipito: Mit wenigen Mausklicks zur US-Postadresse
Shipito
Mit wenigen Mausklicks zur US-Postadresse
  1. Kartellamt Mundt kritisiert individuelle Preise im Onlinehandel
  2. Automatisierte Lagerhäuser Ein riesiger Nerd-Traum
  3. Onlineshopping Ebay bringt bedingte Tiefpreisgarantie nach Deutschland

  1. AES Benchmarks

    mrgenie | 04:27

  2. Re: Und ich Depp hat den Scheiß gekauft

    757365726e616d65 | 04:26

  3. Re: Überschrift?

    mrgenie | 04:13

  4. Re: Das ist doch nur, um den Store zu pushen

    ve2000 | 03:44

  5. Re: für mich geht nix über mumbi

    Zuryan | 03:10


  1. 22:47

  2. 18:56

  3. 17:35

  4. 16:44

  5. 16:27

  6. 15:00

  7. 15:00

  8. 14:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel