Abo
  • Services:

Robotik: Operationsroboter übertrifft menschliche Kollegen

Gleichmäßigere Naht, keine Löcher: Der autonome Operationsroboter Star näht Gewebe besser als menschliche Kollegen. Allerdings braucht eine schöne Naht ihre Zeit.

Artikel veröffentlicht am ,
Roboter Star im Einsatz: Der Roboter bekam etwas Hilfe.
Roboter Star im Einsatz: Der Roboter bekam etwas Hilfe. (Bild: Sheikh Zayed Institute/Screenshot: Golem.de)

Wer operiert besser: Mensch oder Roboter? Forscher des Sheikh Zayed Institute in der US-Hauptstadt Washington haben den Smart Tissue Autonomous Robot (Star) gegen Ärzte antreten lassen.

Stellenmarkt
  1. GovConnect GmbH, Hannover, Oldenburg
  2. Versicherungskammer Bayern, München

Bei der Operation ging es um eine Anastomose, das ist eine chirurgisch hergestellte Verbindung zwischen zwei Strukturen. In dem Fall ging es um den Dünndarm eines Schweins. Der Roboter sollte zunächst lebendes Gewebe im Labor, anschließend an einem Schwein in Narkose zusammennähen. Zum Vergleich führten Chirurgen die gleichen Aufgaben mit der Hand sowie mit dem System durch. Die Schweine hätten den Eingriff ohne Probleme überlebt, betonen die Forscher.

Der Roboter näht gleichmäßig

Dabei sei der überwachte autonome Roboterchirurg besser gewesen als seine menschlichen Kollegen, schreiben die Forscher um Peter Kim und Axel Krieger in der Fachzeitschrift Science Translational Medicine: Die Nähte des Roboters waren gleichmäßiger und die Naht klaffte nicht auseinander.

In etwa 40 Prozent der Fälle bekam der Roboter menschliche Hilfe, etwa, dass der Faden angereicht oder gehalten wurde. Den Rest schafft er allein. In puncto Geschwindigkeit kam er jedoch nicht an die Menschen heran: Der Roboter brauchte im Schnitt 50 Minuten für eine Aufgabe, die ein Mensch in unter 10 Minuten schafft.

Das Gewebe hat Infrarotmarker

Star besteht aus einem Roboterarm und mehr chirurgischen Instrumenten. Er ist mit einem 3D-Kamera-System, das mit Mikrolinsen arbeitet, sowie einer speziellen Infrarotkamera (Nah-Infrarot-Fluoreszenz, Nirf) ausgestattet. Sie erkennt Marker, die zuvor in das Gewebe eingebracht wurden. Mit Hilfe dieser beiden Sehsysteme erkennt der Roboter, was er gerade macht.

Roboter für den Operationssaal gibt es schon einige, darunter Miro, der am DLR-Institut für Robotik und Mechatronik entwickelt wurde, oder Da Vinci des US-Unternehmens Intuitive Surgical, das derzeit als Marktführer in dem Bereich gilt.

Star ist autonom, da Vinci nicht

Da Vinci ist jedoch eher ein Teleoperationssystem, das die Bewegungen eines Arztes, der an einer Konsole sitzt, ausführt. Star hingegen arbeite autonom und müsse nicht von einem Arzt angeleitet werden, sagt Krieger. Sie hätten dem System einprogrammiert, wie viele Stiche nötig seien, wie weit diese von einander entfernt sein müssten.

Mit Star wollten die Forscher um Kim zeigen, dass autonome Roboter in der Chirurgie eingesetzt werden können. Ziel ist dabei aber nicht, den Menschen im Operationssaal zu ersetzen. Die Idee ist vielmehr, dass robotische Systeme die Chirurgen unterstützen, um Komplikationen zu vermeiden und bessere Ergebnisse zu erzielen. Bis Star in einem Operationssaal eingesetzt werde, werde es aber noch Jahre dauern, sagt Kim.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 176,98€ (beide Artikel in den Warenkorb legen, um 60€ Direktabzug zu erhalten. Einzelpreise im...
  2. 179€
  3. (u. a. Tom Clancy's Ghost Recon Wildlands für 16,99€ und Anno 2205 Ultimate Edition für 9,99€)
  4. 54,90€ + 5,99€ Versand (zusätzlich 15€ Rabatt bei Zahlung mit Masterpass) - Vergleichspreis...

.02 Cents 10. Mai 2016

Frag mal den Arzt deines Vertrauens, warum das Wartezimmer bis zum Bersten gefüllt ist...

wasabi 09. Mai 2016

Sonst noch jemand hier, der als erstes an diese Film-Szene denken musste? https://www...


Folgen Sie uns
       


BMW i3s - Test

Er ist immer noch ein Hingucker: Der knallrote BWM i3s zieht die Blicke anderer Verkehrsteilnehmer auf sich. Doch man muss sich mit dem Hinschauen beeilen. Denn das kleine Elektroauto der Münchner ist mit 185 PS ziemlich flott in der Stadt unterwegs.

BMW i3s - Test Video aufrufen
Kreuzschifffahrt: Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen
Kreuzschifffahrt
Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Die Schifffahrtsbranche ist nicht gerade umweltfreundlich: Auf hoher See werden die Maschinen der großen Schiffe mit Schweröl befeuert, im Hafen verschmutzen Dieselabgase die Luft. Das sollen Brennstoffzellen ändern - wenigstens in der Kreuzschifffahrt.
Von Werner Pluta

  1. Roboat MIT-Forscher drucken autonom fahrende Boote
  2. Elektromobilität Norwegen baut mehr Elektrofähren
  3. Elektromobilität Norwegische Elektrofähre ist sauber und günstig

Deutsche Siri auf dem Homepod im Test: Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen
Deutsche Siri auf dem Homepod im Test
Amazon und Google können sich entspannt zurücklehnen

In diesem Monat kommt der dritte digitale Assistent auf einem smarten Lautsprecher nach Deutschland: Siri. Wir haben uns angehört, was die deutsche Version auf dem Homepod leistet.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Patentantrag von Apple Neues Verfahren könnte Siri schlauer machen
  2. Siri vs. Google Assistant Apple schnappt sich Googles KI-Chefentwickler
  3. Digitaler Assistent Apple will Siri verbessern

Sonnet eGFX Box 650 im Test: Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet
Sonnet eGFX Box 650 im Test
Wenn die Vega 64 am Thinkpad rechnet

Die eGFX Box 650 von Sonnet ist ein eGPU-Gehäuse, das dank 650-Watt-Netzteil auch mit AMDs Radeon RX Vega 64 läuft. Die Box ist zwar recht leise, dennoch würden wir den Lüfter gerne steuern.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Razer Core X eGPU-Box kostet 300 Euro
  2. eGFX Breakaway Box 650 Sonnets Grafik-Gehäuse läuft mit Vega 64
  3. XG Station Pro Asus' zweite eGPU-Box ist schlicht

    •  /