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Robotik: Mann baut lebensechten Scarlett-Johansson-Roboter

Ein Grafikdesigner hat seinen Lebenstraum wahr gemacht und sich einen eigenen, lebensecht aussehenden Roboter gebaut – der rein zufällig wie Hollywoodstar Scarlett Johansson aussieht. Die ist darüber möglicherweise nicht sonderlich erfreut.
/ Tobias Költzsch
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Der Scarlett-Bot kann zwinkern. (Bild: Bobby Yip/Reuters)
Der Scarlett-Bot kann zwinkern. Bild: Bobby Yip/Reuters

Der Hongkonger Grafikdesigner Ricky Ma hat nach eigenen Angaben alleine einen lebensechten, humanoiden Roboter gebaut. Dieser kann sich bewegen, auf Sprachkommandos reagieren und auf bestimmte Fragen antworten – und sieht aus wie Hollywoodstar Scarlett Johansson.

Laut der Daily Mail(öffnet im neuen Fenster) erklärt Ma selbst, dass das Aussehen seines "Mark 1" einer Hollywood-Schauspielerin nachempfunden worden sei – ohne Johanssons Namen zu nennen. Die Ähnlichkeit ist aber offensichtlich, sogar Johanssons kleines Muttermal auf der rechten Wange findet sich bei Mas Roboter.

Mark 1 ist in der Lage, Gesichtsmimik zu imitieren, was stellenweise etwas gruselig wirkt – beispielsweise wenn Ma dem Roboter sagt, er sei niedlich, und dieser daraufhin mit dem Auge zwinkert. Außerdem kann Mark 1 seine Arme und Hände bewegen und sich beugen, was etwas unbeholfen wirkt, wie in einem Video(öffnet im neuen Fenster) der Daily Mail zu sehen ist.

Bewegungen des Roboters sind eingeschränkt

Mark 1 kann offensichtlich nicht eigenständig auf zwei Beinen stehen; in der Robotik ist dies eines der komplizierteren Unterfangen. Stattdessen ist der Roboter an einem Stahlrahmen befestigt und kann die in der Luft hängenden Beine bewegen.

70 Prozent von Mark 1 sollen mit Hilfe eines 3D-Druckers entstanden sein, die Elektronik und Programmierung soll Ma eigenständig im Versuchsverfahren erstellt haben. Dafür hat er nach eigenen Angaben umgerechnet fast 44.000 Euro aufgewendet.

Johansson dürfte nicht sonderlich glücklich mit ihrem Roboter sein

Ob Johansson mit ihrer inoffiziellen Kopie glücklich ist, darf bezweifelt werden – zumal Ma auch bei den weiblichen Rundungen seines Roboters nicht gegeizt hat. The Verge(öffnet im neuen Fenster) stellt die passende Frage, ob es überhaupt erlaubt sei, lebensechte Kopien von Prominenten ohne deren Zustimmung herzustellen.

Abgesehen von der ethischen Fragwürdigkeit soll es einer Rechtszeitschrift aus dem Jahr 1894 zufolge nicht erlaubt sein, einfach Wachsfiguren von jemandem herzustellen und zu zeigen – eine auf einen lebensechten Roboter durchaus übertragbare Einschätzung.


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