Abo
  • Services:

Robotik: Künstlicher Muskel hebt das Tausendfache seines Gewichts

Mit diesem Aktor ist fast jeder Roboter möglich: US-Forscher haben einen künstlichen Muskel entwickelt, der alle Träume von Robotikern wahr werden lässt: Er ist leicht und trotzdem sehr leistungsfähig, er ist schnell herzustellen und sehr günstig.

Artikel veröffentlicht am ,
Künstlicher Muskel: In zehn Minuten für weniger als einen US-Dollar gebaut
Künstlicher Muskel: In zehn Minuten für weniger als einen US-Dollar gebaut (Bild: Shuguang Li/Wyss Institute, Harvard University)

Gegen diesen künstlichen Muskel sollte auch ein Kraftsportler kein Armdrücken riskieren: Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Harvard Universität haben einen künstlichen Muskel entwickelt, der das Tausendfache seines eigenen Gewichts heben kann.

Stellenmarkt
  1. Oldendorff Carriers GmbH & Co. KG, Lübeck
  2. Deloitte, Berlin, Düsseldorf, München

Ein solcher Muskel besteht aus einer Kammer mit einem inneren Skelett und einer Haut darum. Das Skelett besteht beispielsweise aus einem Stück Kunststoff, das in einer bestimmten Art gefaltet wird. Die Geometrie des Skeletts bestimmt, welche Bewegung der Muskel ausführt.

Ein Vakuum erzeugt die Bewegung

Das Skelett befindet sich in einer Kammer, die mit Luft oder einer Flüssigkeit gefüllt ist. Die Wand der Kammer, also die Haut um dem Muskel, ist ein Kunststoff oder ein Textil. Um eine Bewegung zu initiieren, wird die Luft oder die Flüssigkeit herausgepumpt und ein Unterdruck in der Kammer erzeugt und dadurch wiederum eine Bewegung entsprechend der Form des Skeletts.

Das Team des Wyss Institute der Harvard Universität und des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) des MIT haben Muskeln aus unterschiedlichen Materialien, etwa aus Metall, Verpackungsschaum oder Kunststofffolien und in verschiedenen Formen gebaut. So schufen sie Aktoren, die eine Blume vom Boden aufheben oder sich in eine Spirale verwandeln können.

Ein leichter Muskel bewegt ein hohes Gewicht

Die Aktoren sind aber nicht nur sehr vielseitig. Sie sind zudem selbst sehr leicht, entwickeln aber viel Kraft: So kann ein 2,6 Gramm schwerer Muskel ein 3 Kilogramm schweres Objekt heben. Das sei, vergleichen die Forscher, als hebe eine Ente ein Auto.

"Wir waren sehr überrascht, wie stark die Aktoren sind. Wir hatten zwar ein höheres maximales Funktionsgewicht als herkömmliche Softrobots erwartet, aber wir haben nicht mit einer Steigerung um das Tausendfache gerechnet", sagt Daniela Rus vom MIT. "Es ist, als würde man diesen Robotern Superkräfte geben."

Der künstliche Muskel ist sehr günstig

Weitere Vorteile dieser Aktoren, die die Forscher in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences http://www.pnas.org/content/early/2017/11/21/1713450114.abstract vorstellen: Sie lassen sich in wenigen Minuten bauen und sie kosten weniger als ein US-Dollar pro Stück.

Muskel-artige Aktoren seien wichtig, aber auch eine große Herausforderung für die Entwickler, sagt Rob Wood, einer der Gründer des Wyss Institute. "Jetzt, da wir Aktoren mit Eigenschaften ähnlich denen natürlicher Muskeln entwickelt haben, können wir uns vorstellen, fast jeden Roboter für fast jede Aufgabe zu bauen."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 05.10.)
  2. 59,98€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 12.10.)
  3. 33,99€
  4. 31,99€

Lorphos 30. Nov 2017

Nein, ein menschlicher Muskel (mit dem wird dieses System verglichen) hat das nicht. Und...

-eichi- 29. Nov 2017

Nichts für ungut aber ich hab grad Gänsehaut lb/ft ??? Reichts nicht das sich die Amis...

dr.house 29. Nov 2017

Mich würde der Energieverbrauch dieser Muskeln interessieren. Nonstop-Rekordhalter in der...

bluedroid 29. Nov 2017

Korrekt. Seh ich auch so. Deshalb wird wohl für die Relaxation ein gegenläufiger...

gadthrawn 29. Nov 2017

Was relativ egal ist. Das Gewicht des Motors oder der Pumpe wird ja nicht...


Folgen Sie uns
       


Sony Xperia XZ3 - Hands on (Ifa 2018)

Das neue Xperia XZ3 von Sony kommt mit Oberklasse-Hardware und interessanten Funktionen, die dem Nutzer den Alltag erleichtern können. Außerdem hat das Gerät einen OLED-Bildschirm, eine Premiere bei einem Smartphone von Sony.

Sony Xperia XZ3 - Hands on (Ifa 2018) Video aufrufen
Leistungsschutzrecht: So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen
Leistungsschutzrecht
So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen

Das europäische Leistungsschutzrecht soll die Zukunft der Presse sichern. Doch in Deutschland würde derzeit ein einziger Verlag fast zwei Drittel der Einnahmen erhalten.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Netzpolitik Willkommen im europäischen Filternet
  2. Urheberrecht Europaparlament für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  3. Leistungsschutzrecht/Uploadfilter Wikipedia protestiert gegen Urheberrechtsreform

Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


      •  /