Abo
  • IT-Karriere:

Robotik: Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern

Der Roboter Geminoid soll bald nur durch Gedanken bewegt werden. Aber bei den Experimenten im Labor von Hiroshi Ishiguro geht es um mehr: Ishiguro will zeigen, dass Brain-Computer-Interfaces besser funktionieren, wenn das gesteuerte Objekt humanoid ist.

Artikel von Felix Lill veröffentlicht am
Der Geminoid soll bald allein durch Gedanken bewegt werden.
Der Geminoid soll bald allein durch Gedanken bewegt werden. (Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images)

Im Versuchsraum von Maryam Alimardani in Kyoto steht hinter Regalen und einem schwarzen Vorhang ein Computer, daneben eine nach Science-Fiction aussehende Brille und eine verkabelte Kappe, die Ströme im Gehirn messen soll. Nicht weit davon ruht der Geminoid, dieser verblüffend menschlich aussehende Roboter. Vor acht Jahren entwickelte ihn der japanische Ingenieur Hiroshi Ishiguro um zu zeigen, dass der Mensch alles nachbauen kann - auch den Menschen selbst. Und jetzt soll dieser Roboter nicht mehr bloß humanoid aussehen, er soll sich auch so verhalten. Mit Hilfe der Gehirnströme von Menschen.

Inhalt:
  1. Robotik: Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern
  2. Langfristig sollen Emotionen übertragen werden

Per Brain-Computer-Interface versucht Maryam Alimardani, die 26-jährige Schülerin von Ishiguro, dem Geminoid beizubringen, wie er die Gedanken von Menschen in Bewegungen verwandelt. "Die verkabelte Kappe legen wir auf den Kopf eines Probanden, von dort werden die Gehirnströme gemessen, die dann auf den Geminoid übertragen werden. Über die Brille sieht man die Hände des Geminoid, die wir kontrollieren wollen." Irgendwann soll sich der Roboter auf diese Weise komplett steuern lassen, das ist zumindest das Fernziel.

EEG oder Elektroden?

Das System funktioniert über EEG. Technisch wäre es auch möglich, Elektroden ins Gehirn zu implantieren, was die Messgenauigkeit erhöhen würde und mehr Information brächte. Aber dafür wären nicht nur die Kosten höher, es wäre auch schwieriger Probanden zu finden. So muss sich das weltberühmte Labor der Universität Osaka mit einer zweitbesten Lösung zufriedengeben.

Seit drei Jahren arbeiten Alimardani und Ishiguro an diesem Projekt, Schritt für Schritt ist es vorangegangen. "Aber die Möglichkeiten sind beschränkt", räumt Alimardani ein. Derzeit reicht es nur für eine Bewegungsart, die Tests mit dem Geminoid laufen mit dem Greifen eines Balls. Die Software unterscheidet dabei, ob das Greifen für die linke oder rechte Hand befohlen wurde.

Stellenmarkt
  1. MBDA Deutschland, Schrobenhausen
  2. Goodwheel GmbH, Soest

Gemessen am Bewegungsspielraum einer menschlichen Hand oder eines Arms ist das noch ziemlich wenig. "Wir Menschen haben da mehrere Freiheitsgrade, wie wir unsere Hand bewegen können. Bis wir das alles per Gehirnströme übertragen können, ist es noch ein weiter Weg."

Langfristig sollen Emotionen übertragen werden 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-55%) 5,40€
  2. 3,99€
  3. 14,95€
  4. 2,99€

Technikfreak 14. Apr 2014

Ohhhh, soviel Luft für nix.

mionstalubo 14. Apr 2014

... sondern nur die Wirkung von Gedanken. Also müsste es korrekt heißen: "Der Roboter...

Insomnia88 14. Apr 2014

Gerade deshalb finde ich die Darstellung der Amis in dem Anime/Manga "Ghost in the Shell...

Hotohori 14. Apr 2014

Wäre sicherlich nicht schlecht für solche Menschen. Für die ist mehr Unabhängigkeit ja...

PhilSt 13. Apr 2014

... wofür solche Roboter im zivilen Umfeld genutzt werden dürften wird NICHT Hausarbeit...


Folgen Sie uns
       


Speedport Pro - Test

Der Speedport Pro ist gerade im WLAN verglichen mit dem älteren Speedport Hybrid eine Verbesserung. Allerdings zeigt sich in unserem Test auch, dass die maximale Datenrate nicht steigt. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Speedport Pro - Test Video aufrufen
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Mercedes-Sicherheitsstudie Wenn das Warndreieck autonom aus dem Auto fährt
  2. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus
  3. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln

Katamaran Energy Observer: Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen
Katamaran Energy Observer
Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen

Schiffe müssen keine Dreckschleudern sein: Victorien Erussard und Jérôme Delafosse haben ein Boot konstruiert, das ohne fossilen Treibstoff auskommt. Es kann sogar auf hoher See selbst Treibstoff aus Meerwasser gewinnen. Auf ihrer Tour um die Welt wirbt die Energy Observer für erneuerbare Energien.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Umweltschutz Kanäle in NRW bekommen Ladesäulen für Binnenschiffe
  2. Transport DLR plant Testfeld für autonome Schiffe in Brandenburg
  3. C-Enduro Britische Marine testet autonomes Wasserfahrzeug

    •  /