Robotik: Defekter Robonaut kommt zurück zur Erde

Seit sieben Jahren hilft er auf der ISS. Doch die US-Raumfahrtbehörde Nasa beendet den Einsatz von Robonaut 2. Seit der Roboter Beine bekommen hat, funktioniert er nicht mehr richtig. Auf der Erde soll er untersucht werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Humanoider Roboter Robonaut 2: kein Erdungskabel
Humanoider Roboter Robonaut 2: kein Erdungskabel (Bild: Nasa)

Er kommt zurück: Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) holt den Robonaut 2 von seiner Mission auf der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) zurück, um ihn auf der Erde zu reparieren.

Stellenmarkt
  1. Ingenieur Software Requirements (m/w/d)
    Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG, Bühl
  2. System Engineer (m/w/d) Netzwerk und Security
    DATAGROUP Köln GmbH, Köln (Home-Office möglich)
Detailsuche

Robonaut 2 (R2) ist ein humanoider Roboter, den die Nasa zusammen mit dem Automobilhersteller General Motors entwickelt hat. Er bestand anfangs nur aus einem Torso und zwei Armen. Der weiße Oberkörper saß auf einem Ständer.

Anfang 2011 flog der Roboter mit einer der letzten Spaceshuttle-Missionen zur ISS und wurde einige Monate später in Betrieb genommen. Der Roboter sollte der Besatzung zur Hand gehen, etwa indem er Handläufe sauber machte.

2014 erweiterte die Nasa den Roboter: Er sollte Beine bekommen. Die waren auf der Erde gebaut worden und wurden dann zur ISS geschickt, wo die Astronauten sie montieren sollten. Damit fingen die Probleme an.

Golem Akademie
  1. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03.–04. Februar 2022, Virtuell
  2. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

R2 war nicht als modulares System konzipiert, weshalb sich die Montage als schwierig erwies. Sie erforderte einige Arbeiten an der Hardware, unter anderem eine neue Verkabelung. Dafür waren die Astronauten nicht ausgebildet, weshalb die Arbeit statt der geplanten 20 Stunden 40 in Anspruch nahm.

Komponenten fielen abwechselnd aus

Als die Nasa den R2 dann in Betrieb nehmen wollte, bekam sie kein Signal von dem Roboter. Die Ursache war schnell gefunden: ein loser Draht. Doch auch, als der Fehler behoben war, gingen die Probleme weiter: Mal klappte die Kommunikation nicht, mal fielen Sensoren aus, dann die Prozessoren. Mit der Zeit wurden die Probleme immer größer.

Auf dem Boden suchten Nasa-Techniker an ihren fünf R2-Modellen nach der Ursache: Das waren jedoch spätere Ausbaustufen, die sich deutlich von ihrem Vorgänger im All unterschieden. Man habe schließlich herausgefunden, dass der Strom nicht so im Roboter fließt, wie er soll, sagte Robonaut-Projektmanagerin Julia Badger dem US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum.

Eine mögliche Ursache für die Ausfälle, die die Nasa-Techniker identifizieren konnten, ist ein fehlendes Erdungskabel. Deswegen flossen elektrische Ströme auf anderen Wegen durch den Roboter als beabsichtigt. Einige Komponenten wurde gar nicht mit Strom versorgt, während andere zu viel Strom bekamen und durch die Überspannung beschädigt wurden.

Schließlich wurde klar, dass die Probleme sich auf der Station nicht beheben lassen. Deshalb hat die Nasa angeordnet, den Roboter mit einer der nächsten Nachschubmissionen auf die Erde zu bringen. Die Astronauten Joseph Acaba und Mark Vande Hei haben den Roboter auch schon für den Rückflug zur Erde verpackt. Wenn er wieder hier ist, wird die Nasa prüfen, ob der Robonaut noch repariert werden kann oder ob er durch ein Nachfolgemodell ersetzt wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


mainframe 19. Feb 2018

Klasse Bild...

derJimmy 19. Feb 2018

Und ein Erdungskabel benötigt, damit nix durch Überspannung beschädigt wird. Wer schonmal...

floewe 17. Feb 2018

Wie im wahren leben :-)

Shik3i 17. Feb 2018

Ein Beweis mehr das die ISS in dem Mondlandungsstudio in Hollywood steht und die Erde...

Pedrass Foch 16. Feb 2018

https://spectrum.ieee.org/image/MzAxOTI1MQ.jpeg vermutlich um sich bei Bedarf irgendwo...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Sony äußert sich zur Übernahme von Activision Blizzard

Rund 20 Milliarden US-Dollar haben die Aktien von Sony verloren. Nun hat der Konzern erstmals den Kauf von Activision Blizzard kommentiert.

Microsoft: Sony äußert sich zur Übernahme von Activision Blizzard
Artikel
  1. Parallel Systems: Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge
    Parallel Systems
    Ehemalige SpaceX-Mitarbeiter entwickeln neuartige Güterzüge

    Das Startup Parallel Systems will konventionelle Züge durch modulare Fahrzeuge mit eigenem Antrieb und Energieversorgung ersetzen.

  2. Digitale-Dienste-Gesetz: Europaparlament will Nutzertracking stark einschränken
    Digitale-Dienste-Gesetz
    Europaparlament will Nutzertracking stark einschränken

    Das Europaparlament hat den Entwurf des Digitale-Dienste-Gesetzes verschärft. Ein Komplettverbot personalisierter Werbung soll es aber nicht geben.

  3. Jahresbilanz: Durch das Vodafone-Kabelnetz liefen 48 Exabyte
    Jahresbilanz
    Durch das Vodafone-Kabelnetz liefen 48 Exabyte

    Unser neues Leben spielt sich tagsüber bei Microsoft Teams ab. Dann verlagern sich die Datenströme in Richtung der Server von Netflix und Amazon.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED (2021) 40% günstiger (u.a. 65" 1.599€) • WD Black 1TB SSD 94,90€ • Lenovo Laptops (u.a. 17,3" RTX3080 1.599€) • Gigabyte Mainboard 299,82€ • RTX 3090 2.399€ • RTX 3060 Ti 799€ • MindStar (u.a. 32GB DDR5-6000 389€) • Alternate (u.a. Samsung LED TV 50" 549€) [Werbung]
    •  /