Die Zulassung wird schwierig

Die Behörden werden den Kyritzern voraussichtlich nur eine Zulassung für ein bestimmtes Fahrzeug auf einer bestimmten Strecke erteilen. Sollte ein neues Fahrzeug eingesetzt, die Strecke verlängert werden oder eine hinzukommen, muss eine neue Zulassung beantragt werden.

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Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Berlin, einem der Projektpartner, suchen nach einer geeigneten Route für den Bus. Bei der Suche spielt sogar der Zustand des Straßenbelags eine Rolle. Dafür soll der Bus dann zugelassen werden - was eine Zeit dauern wird, wie Arne Holst, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin, befürchtet.

Wie schnell fährt der Bus?

Und die Zulassung hat möglicherweise Auflagen: In Bad Birnbach etwa wurde die Strecke, auf der der Bus unterwegs ist, zur Tempo-30-Zone deklariert. Eine andere könnte eine Geschwindigkeitsbeschränkung für den Bus selbst sein: Unser Kollege Tobias Költzsch etwa wurde bei einer Fahrt mit einem solchen Gefährt in den Niederlanden von einem Rausch der Langsamkeit erfasst: Das Fahrzeug verkehrte auf einem Messegelände mit einer Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h.

Das könnte das Projekt gefährden, glaubt Steffen. "Wenn wir wirklich im Schleichverkehr unterwegs sein müssen und ein normaler Radfahrer schneller ist", wäre der Kleinbus kaum attraktiv.

Länger als 20 Kilometer ist nicht sinnvoll

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Der Bus soll zunächst auf einer etwa fünf Kilometer langen Strecke fahren. Später könnten ein bis zwei weitere Strecken hinzukommen. Diese könnten etwas länger sein, wobei mehr als 20 Kilometer laut Holst nicht sinnvoll sind. Das Problem: Dann wird ein weiterer Zulassungsprozess nötig sein.

Die Idee des Projekts ist, ländliche Regionen wie Ostprignitz-Ruppin attraktiv zu machen. Dort fehlt es oft an Nahverkehrsmöglichkeiten, was für diese Regionen einen Standortnachteil bedeutet. Viele Bewohner greifen zwangsläufig auf das eigene Auto zurück. Benachteiligt sind diejenigen, die das nicht können: Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen. In Japan, wo die Bevölkerung im Schnitt noch etwas älter ist als bei uns, gibt es deshalb schon ein vergleichbares Projekt.

Kyritz ist Vorreiter

Von dem Projekt sollen nicht nur andere ländliche Regionen profitieren. Es sei wichtig, dass die Ergebnisse aus diesem Projekt später auf andere übertragen werden könnten, sagt Arne Holst. Dann könnten andere Projekte darauf aufbauen und müssten nicht mit den gleichen Anfangsschwierigkeiten kämpfen. Damit hat das Projekt in der Brandenburger Provinz Modellcharakter.

In einem Jahr, so lautet die Planung, soll der Bus erstmals auf die Straße. Der Erfolg des Projekts wird dann vor allem davon abhängen, ob es gelingt, die Kyritzer von dem neuen Verkehrsmittel zu überzeugen.

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 Roboterbus: Washington DC, Berlin, Frankfurt, KyritzTorte statt Bus 
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