Abo
  • Services:

Roboter: Wave Glider ist wirbelsturmfest

Die US-Behörde NOAA hat einen Schwimmroboter vom Typ Wave Glider auf dem Atlantik ausgesetzt. Der Wave Glider hat Sandy abgewettert und wertvolle Daten über den Wirbelsturm gesammelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Wave Glider: Luftdruck von 946 Millibar
Wave Glider: Luftdruck von 946 Millibar (Bild: Liquid Robotics)

Der Schwimmroboter Wave Glider hat sich als sturmtauglich erwiesen: Der Roboter hat den Wirbelsturm Sandy ohne Schaden überstanden.

Stellenmarkt
  1. Otto Bihler Maschinenfabrik GmbH & Co.KG, Halblech
  2. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München

Der Schwimmroboter, der den Namen Mercury trägt, traf etwa 160 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaates New Jersey auf Sandy. Windgeschwindigkeiten von 70 Knoten, knapp 130 Kilometer in der Stunde, hätten dem Roboter nichts anhaben können, berichtet Wave-Glider-Hersteller Liquid Robotics. Seine Sensoren sammelten die ganze Zeit Daten. Sie verzeichneten unter anderem, dass der Luftdruck kurz vor dem Auftreffen des Sturms auf Land um 54,3 Millibar auf 946 Millibar fiel. Der Luftdruck auf Meereshöhe beträgt normalerweise 1.013 Millibar.

Bei Sandy ausgesetzt

Mercury wird von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), der US-Wetter- und Ozeanographiebehörde, betrieben. Das NOAA hatte den Schwimmroboter auf dem Atlantik ausgesetzt, damit er Daten während des Sturms aufzeichnete. Mercury erwies sich als robuster als Alex, ein anderer Wave Glider des NOAA: Der wäre im August bei der Wirbelsturmbeobachtung in der Karibik beinahe verloren gegangen.

  • Der Schwimmroboter Wave Glider (Foto: Liquid Robotics)
  • Vier Wave Glider sind auf Rekordjagd über den Pazifik unterwegs nach Japan und Australien. (Foto: Liquid Robotics)
  • Aussetzen eines Wave Gliders von einem Boot aus (Foto: Liquid Robotics)
  • Das Wasserfahrzeug besteht aus einer schwimmenden Plattform... (Foto: Liquid Robotics)
  • ... und einer getauchten Antriebseinheit. (Foto: Liquid Robotics)
  • Angetrieben werden die Wave Glider von der Kraft der Wellen. (Foto: Liquid Robotics)
  • Die Flügel sind drehbar gelagert... (Foto: Liquid Robotics)
  • ... und wandeln die Energie der Wellen in Vortrieb. (Foto: Liquid Robotics)
  • Besonders schnell ist ein Wave Glider nicht. (Foto: Liquid Robotics)
  • Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 2 Knoten, 3,7 km/h. (Foto: Liquid Robotics)
  • Etwa 100 Wave Glider hat Liquid Robotics bisher gebaut. (Foto: Liquid Robotics)
Der Schwimmroboter Wave Glider (Foto: Liquid Robotics)

Wave Glider sind autonome Schwimmroboter mit einem speziellen Wellenantrieb. Sie bestehen aus einem Floß, das an der Wasseroberfläche schwimmt, und einer Antriebseinheit unter Wasser, die mit einer Leine mit dem etwa 2 m x 60 cm großen Floß verbunden ist. Die Antriebseinheit ist knapp 2 m lang und 40 cm breit und ähnelt einem Schlitten, an dem sechs etwa 1 m breite Flügel angebracht sind.

Unterwasserflügel

Die Flügel sorgen für den Vortrieb des Wave Gliders: Fährt der Roboter eine Welle hinauf, klappen die Flügel nach hinten. Gleitet er von einer Welle herab, klappen sie nach vorne. Auf diese Weise dümpelt der Wave Glider mit einer Geschwindigkeit von 0,4 bis 2 Knoten, 0,74 bis 3,7 km/h, über das Meer.

Der Roboter ist dazu gedacht, Daten auf dem Meer zu sammeln. Die dafür nötigen Sensoren sitzen auf der Überwasserplattform. Die beherbergt zudem die Steuerelektronik, das GPS zur Navigation und eine Funkeinheit für den Kontakt. Die Oberfläche des Floßes ist mit Solarzellen ausgelegt, die Strom für die Elektronik liefern. Akkus sorgen dafür, dass auch nachts oder bei bewölktem Himmel elektrische Energie zur Verfügung steht. Das NOAA will eine ganze Flotte von diesen Schwimmrobotern anschaffen.

Pazifiküberquerung

Seit einem Jahr überqueren vier Wave Glider autonom den Pazifik: Sie waren im November 2011 in San Francisco gestartet und erreichten im März 2012 die Inselgruppe Hawaii. Dort trennten sich die Wege: Zwei Wave Glider nahmen Kurs auf Japan, die beiden anderen auf Australien. Der erste dürfte die australische Küste in Kürze erreichen.

Der Wirbelsturm Sandy war Anfang der Woche in Höhe von Atlantic City in New Jersey auf das Festland getroffen und hatte im Nordosten der USA schwere Schäden angerichtet.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 6,49€
  2. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  3. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)

Ketchupflasche 03. Nov 2012

Eines der wirklich interessanten Projekte der letzten Zeit. Nicht die Optimierung auf...


Folgen Sie uns
       


The Crew 2 - Fazit

The Crew 2 bietet zum Teil wahnwitzige Neuerungen, stolpert im Test aber trotzdem über alte Fehler.

The Crew 2 - Fazit Video aufrufen
Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa-Teleskop Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
  2. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  3. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen

    •  /