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Roboter: Thermite löscht Feuer

Einen Roboter zum Feuerlöschen hat das US-Unternehmen Howe and Howe Technologies entwickelt. Der Thermite soll besonders gefährliche Feuer wie brennenden Treibstoff oder eine in Flammen stehende Nuklearanlage bekämpfen.
/ Werner Pluta
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Löschroboter Thermite: per Lkw zum Einsatzort (Bild: Howe and Howe Technologies)
Löschroboter Thermite: per Lkw zum Einsatzort Bild: Howe and Howe Technologies

Thermite(öffnet im neuen Fenster) heißt der Roboter, der künftig Feuerwehrleuten helfen soll. Er ist mit einem Schlauch ausgestattet und soll Feuer mit Wasser oder Löschschaum bekämpfen.

Feuerlöschroboter Thermite
Feuerlöschroboter Thermite (03:02)

Thermite besteht aus einer Lafette, die sich auf zwei Raupenketten bewegt. Darauf ist ein Strahlrohr montiert, an das ein Schlauch angeschlossen wird. Das Rohr kann um 360 Grad gedreht sowie in der Senkrechten zwischen 45 und 60 Grad geschwenkt werden. Auf dem Rohr kann eine Kamera angebracht werden, die dem bedienenden Personal hilft, das Löschmittel gezielt zu verspritzen. Zum Einsatz kommen dabei Wasser oder Schaum, mit einem Ausstoß von rund 2.200 Litern in der Minute.

Ferngesteuert zum Feuer

Der über 740 Kilogramm schwere Roboter wird mit einem speziellen Transporter zum Einsatzort gefahren. Besonders bei gefährlichen Feuern soll er eingesetzt werden, beispielsweise bei sogenannten Bleves ( Boiling Liquid Expanding Vapor Explosion(öffnet im neuen Fenster) , etwa: Gasexplosion einer expandierenden, siedenden Flüssigkeit), Flugzeugbränden oder bei Feuern in chemischen Fabriken oder Nuklearanlagen. Der Roboter kann von Feuerwehrleuten aus einer Entfernung von etwa 400 Metern ferngesteuert werden.

Das Chassis, auf dem Thermite montiert ist(öffnet im neuen Fenster) , kann auch mit anderen Aktoren ausgestattet werden. Das Modell Guardian(öffnet im neuen Fenster) etwa verfügt über einen Roboterarm mit einem Greifer daran. Damit soll Guardian beispielsweise Trümmer aus dem Weg räumen oder sogar einen Verletzten bergen können.

Terramax und Eagle Eye

Der mit einer keilförmigen Pflugschaufel ausgerüstete Terramax(öffnet im neuen Fenster) soll den Weg für Einsatzkräfte freiräumen. In der Version Eagle Eye(öffnet im neuen Fenster) ist das Chassis mit einem ausfahrbaren Mast ausgerüstet, auf dem eine drehbar gelagerte Kamera sitzt. Die Einsatzkräfte können diesen Roboter vorausschicken, um Bilder vom Ort des Geschehens zu erhalten.

Eagle Eye und Terramax sind noch Konzepte. Guardian und Thermite hingegen sind bereits erhältlich. Hersteller Howe and Howe Technologies(öffnet im neuen Fenster) hat die ersten Löschroboter kürzlich an Feuerwehren in den USA ausgeliefert.

Zwillingsbrüder

Es würden viele Roboter entwickelt, sagte Mike Howe dem US-Technologiemagazin Wired(öffnet im neuen Fenster) . Aber es habe sich noch niemand um die Feuerwehr gekümmert. Mike Howe führt das Unternehmen zusammen mit seinem Zwillingsbruder Geoff. Die beiden treten auch in der Reality-TV-Serie Black Ops Brothers(öffnet im neuen Fenster) des US-Senders Discovery auf.

Ganz richtig liegt Howe allerdings nicht: Qinetiq(öffnet im neuen Fenster) hat 2009 einen Zug aus vier Robotern für die Feuerwehr vorgestellt. Sie basierten teilweise auf Robotern zum Bombenentschärfen, die das britische Forschungs- und Rüstungsunternehmen für das Militär baut.


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