Roboter: Star flitzt und geht in die Knie

Soll ich gehen oder soll ich fahren – für einen Roboter haben beide Fortbewegungsarten Vor- und Nachteile: Fahren ist schneller und energieeffizienter als laufen. Dafür kann ein Laufroboter besser über Hindernisse hinwegsteigen. Wissenschaftler vom Biomimetic Millisystems Lab(öffnet im neuen Fenster) der Universität von Kalifornien in Berkeley (UC Berkeley) haben einen Roboter mit einem hybriden Fortbewegungssystem aus Laufen, Rollen und Hinknien entwickelt.

Sprawl-Tuned Autonomous Robot (Star) heißt der 12 Zentimeter lange Roboter. Er fährt auf sechs Rädern, die aber eher an Windmühlen mit drei Flügeln erinnern. Dadurch kann sich Star schnell fortbewegen – auf ebenem Grund schafft er eine Geschwindigkeit von knapp 19 Kilometern pro Stunde. Das entspricht 43 Körperlängen in der Sekunde. Da die Räder aber nur aus drei Segmenten bestehen, findet er auch auf losem Untergrund, etwa im Kiesbett, Halt.
Klettern und ducken
Außerdem kann er auf diese Weise Hindernisse überwinden. Dabei hilft ihm, dass der Sturz der Räder verändert werden kann. So weit, dass diese flach auf dem Boden liegen. So könne der Roboter über ein 3,5 Zentimeter hohes Hindernis hinwegklettern oder sich so klein machen, dass er durch eine 3 Zentimeter hohe Öffnung hindurchpasse, erklären die Forscher(öffnet im neuen Fenster) .
Einen geländegängigen Roboter mit sternförmigen Rädern haben vor einigen Jahren auch die Robotiker des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen vorgestellt. Ihr hybrider Bein-Rad-Roboter Asguard ist für den Einsatz in Katastrophengebieten konzipiert und schafft leicht auch schwierige Hindernisse. Anders als Star kann sich Asguard jedoch nicht ducken.
Die Roboter von der UC Berkeley wollen ihren Star auf der International Conference on Robotics and Automation(öffnet im neuen Fenster) (Icra) vorstellen. Die Konferenz findet vom 6. bis zum 10. Mai in Karlsruhe statt.