Roboter: Shimi, der tanzende Musikroboter

Shimi ist ein Roboter, der Musik abspielt, die auf einem Smartphone gespeichert ist. Das Smartphone ist aber auch sein Gehirn, das ihm weitere Fähigkeiten verleiht, etwa Rhythmen zu erkennen und ähnliche Stücke auszuwählen oder sich dazu zu bewegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Shimi: Weg bereiten für ausgefeiltere Serviceroboter
Shimi: Weg bereiten für ausgefeiltere Serviceroboter (Bild: Georgia Tech/Screenshot: Golem.de)

Lautsprecherdocks für Smartphones gibt es viele: Der Nutzer verbindet sein mobiles Gerät damit und kann die darauf gespeicherte Musik laut hören. Aber keines dieser Geräte ist wie Shimi: Er spielt die Musik nicht nur ab - er kann auch Rhythmen erkennen und tanzen. Die Entwickler stellen ihn auf der Konferenz Google I/O vor.

Stellenmarkt
  1. Network Engineer Access Telekommunikation (m/w/d)
    SachsenGigaBit GmbH, Dresden
  2. Service Desk Specialist (m/w/d)
    ALLPLAN GmbH, München
Detailsuche

Der etwa 30 Zentimeter große Musikroboter Shimi wurde von einem Team von Wissenschaftlern vom Center for Music Technology am Georgia Institute of Technology um Gil Weinberg entwickelt. Seitlich am Kopf des Roboters sind zwei Lautsprecher angebracht.

Drehbarer Lautsprecher

Ein Android-Smartphone dient zum einen als Musikspeicher. Zum anderen ist das Smartphone das Gehirn des Roboters. Über Apps erhält er aber auch weitere Funktionen: So sieht er mit der Kamera des Smartphones und erkennt über ein Gesichtserkennungssystem, wo im Raum sich der Hörer gerade aufhält. Er kann dann den Kopf so drehen, dass der Nutzer an seinem Standort die bestmögliche Tonqualität bekommt.

  • Musikroboter Shimi (Foto: Georgia Tech)
Musikroboter Shimi (Foto: Georgia Tech)

Kaum ertönen aber die ersten Klänge, fängt der Roboter auch schon an, sich dazu zu bewegen - er kann seinen Kopf vor und zurück bewegen sowie drehen, und er kann mit einem Fuß wippen. Seine Bewegungen passt er dem Rhythmus an - er tanzt also zu jedem Stück anders. Shimis Fähigkeit, Rhythmen zu erkennen, kann sich der Nutzer auch bei der Auswahl des Titels zunutze machen: Er gibt einen Rhythmus vor, etwa indem er auf den Tisch trommelt oder klatscht, und Shimi sucht aus den auf dem Smartphone gespeicherten Stücken das aus, was am besten zu dieser Vorgabe passt.

Gestenerkennung

Golem Akademie
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    13.–17. Dezember 2021, virtuell
  2. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    6.–10. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Team um Weinberg arbeitet bereits an weiteren Apps: So soll Shimi eine Gestenerkennung bekommen. Dann kann der Nutzer, wenn ihm ein Stück nicht gefällt, den Kopf schütteln und Shimi so dazu auffordern, ein anderes zu spielen. Oder der Nutzer kann mit Bewegungen der Hand die Lautstärke regeln. Schließlich soll der Roboter die Fähigkeit bekommen, dem Hörer Musikstücke, die auch dessen Geschmack entsprechen, vorzuschlagen.

Die Idee sei gewesen, einen Roboter zu entwickeln, der die Art und Weise ändert, wie Menschen Musik genießen und wie sie über Musik denken, erklärt Weinberg. Er hofft, dass sich mit der Zeit Entwickler finden, die weitere Apps für Shimi schaffen und ihm so noch mehr Fähigkeiten verleihen.

Wegbereiter

Auf diese Weise wollen die Wissenschaftler den Menschen ihre Ressentiments gegenüber Robotern nehmen. "Die ersten Roboter im Haushalt werden unserer Ansicht nach genau solche Maschinen sein: klein, unterhaltsam und lustig. Sie werden unser Leben bereichern und den Weg bereiten für ausgefeiltere Serviceroboter", sagt Weinberg.

Noch ist Shimi ein Universitätsprojekt. Doch Entwickler Weinberg will ihn auch als kommerzielles Produkt auf den Markt bringen. Ein Unternehmen - Tovbot - ist dafür schon gegründet worden. Shimi könnte Ende 2013 erhältlich sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitcoin und Co.
Kryptowährungen stürzen ab

Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen haben ein schlechtes Wochenende hinter sich. Bitcoin liegt fast 20 Prozent unter dem Wert der Vorwoche.

Bitcoin und Co.: Kryptowährungen stürzen ab
Artikel
  1. Virtueller Netzbetreiber: Lycamobile ist in Deutschland insolvent
    Virtueller Netzbetreiber
    Lycamobile ist in Deutschland insolvent

    Lycamobile im Netz von Vodafone ist pleite. Der Versuch, über eine Tochter in Irland keine Umsatzsteuer in Deutschland zu zahlen, ist gescheitert.

  2. Arbeiten bei SAP: Nur die Gassi-App geht grad nicht
    Arbeiten bei SAP
    Nur die Gassi-App geht grad nicht

    SAP bietet seinen Mitarbeitern einiges. Manchen mag das zu viel sein, aber die geringe Fluktuation spricht für das Softwareunternehmen.
    Von Elke Wittich

  3. VATM: Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten
    VATM
    Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten

    Die beiden großen Telekommunikationsverbände VATM und Breko sind hinsichtlich einer Spaltung der Bundesnetzagentur gespalten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional Werkzeug und Zubehör • Corsair Virtuoso RGB Wireless Gaming-Headset 187,03€ • Noiseblocker NB-e-Loop X B14-P ARGB 24,90€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • Alternate (u. a. Patriot Viper VPN100 2 TB SSD 191,90€) [Werbung]
    •  /