Roboter: Roomba kontrolliert Rechenzentrum
IBM setzt Roboter ein, um ihre Rechenzentren zu überwachen. Damit will der Computerkonzern die Energieeffizienz der Einrichtungen verbessern.
Die Roboter sind autonom in mehreren Rechenzentren im Einsatz. Sie sind mit Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren sowie mit RFID-Lesegeräten ausgestattet. Ein Roboter fährt durch das Rechenzentrum und misst die Temperatur. Aus den Werten wird eine Karte mit der Temperaturverteilung erstellt. Mit ihrer Hilfe soll das Gebäude gezielt gekühlt werden, um Energie zu sparen. Mit seinem RFID-Leser erfasst der Roboter, welche Geräte wo aufgestellt sind.
Kein Staubsauger
Zum Einsatz kommen Roombas des US-Unternehmens iRobot. Allerdings versucht IBM hier nicht, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Der Roomba ist nämlich nicht iRobots Staubsaugerroboter, sondern der iRobot Create(öffnet im neuen Fenster). Das ist eine Entwicklerversion des Roboters. Dem Roomba Create fehlt die Staubsauger-Einheit, dafür verfügt er über Schnittstellen, an die verschiedene Peripheriegeräte wie Greifer, Kameras oder Sensoren angeschlossen werden können.
Verantwortlich für das Projekt ist Jonathan Lenchner aus der Entwicklungsabteilung von IBM. Er befasst sich schon seit einigen Jahren damit, wie sich Rechenzentren mit Robotern überwachen lassen(öffnet im neuen Fenster).
Elf Roombas
Elf Roboter seien inzwischen im Einsatz, sagte er dem britischen IT-Nachrichtenangebot Techweek Europe(öffnet im neuen Fenster). Bis Ende des Jahres sollen weitere hinzukommen.
Das indische Unternehmen EMC setzt ebenfalls einen auf dem Roomba Create basierenden Roboter zurzeit in einem Rechenzentrum ein. Lenchner sagte der Techweek, dass ihr Roboter leistungsfähiger sei als der von EMC. Er glaubt nicht, dass hier einer vom anderen abgekupfert habe. Beide seien unabhängig voneinander auf die gleiche Idee gekommen.
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