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Roboter: Robonaut lernt laufen

Robonaut wird sich in Zukunft selbstständig auf der ISS bewegen können: Anfang 2014 will die Nasa dem humanoiden Roboter Beine machen.
/ Werner Pluta
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Robonaut auf der ISS (Anfang 2012): Gefahr durch 200 Kilo schweren, schwebenden Roboter (Bild: Nasa)
Robonaut auf der ISS (Anfang 2012): Gefahr durch 200 Kilo schweren, schwebenden Roboter Bild: Nasa

Der humanoide Roboter Robonaut 2(öffnet im neuen Fenster) (R2) bekommt Beine: In den kommenden Monaten soll der Robonaut, der bisher auf einem Gestell steht, laufen lernen. Das berichtet der US-Fernsehsender ABC News(öffnet im neuen Fenster) , der schon einen Blick auf die Beine werfen durfte.

Robonaut schüttelt ISS-Kommandant die Hand
Robonaut schüttelt ISS-Kommandant die Hand (02:01)

Der Roboter war Anfang 2011 auf die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) gebracht und gut ein halbes Jahr später in Betrieb genommen worden. Der Roboter soll die Besatzung unterstützen und auch außerhalb der Station eingesetzt werden. Dafür muss er aber mobil sein.

Laufen lernen

Anfang 2014 soll es so weit sein: Dann wird der R2 auf der Station mit Beinen ausgestattet. Bis er tatsächlich Außenbordeinsätze (Extra-Vehicular Activity, kurz EVA) durchführen kann, dürfte es allerdings eine Weile dauern. Der R2 müsse laufen lernen wie ein kleines Kind, erklärt Rob Ambrose, Leiter des Roboterprogramms beim Johnson Space Center in Houston im US-Bundesstaat Texas.

Seine Beine werden sehr lang – entsprechend groß wird der laufende R2: gut 2,44 Meter – bei einem Gewicht von knapp 227 Kilogramm. "Er wird eher wie eine Antilope laufen als kleine Schritte machen" , sagt Ambrose. Entsprechend vorsichtig und langsam wird die ISS-Besatzung dem Roboter das Laufen beibringen.

Roboter auf Kollisionskurs

Seine Größe bereite den Astronauten Sorge, sagt Cady Coleman, die den R2 seinerzeit auf der ISS ausgepackt hat. "Was ist, wenn ihn jemand tritt, wenn der durch die Kabine schwebt? Das ist sind ein paar hundert Kilo, die dann kabumm in ein Experiment, eine Person oder gegen ein Teil der Raumstation krachen" , warnt Coleman. "Das ist gefährlich. Für uns ist wichtig, dass der Robonaut sich sicher bewegt, damit der allein arbeiten kann."

Ein laufender R2 hat aber auch Vorteile: Nicht nur, dass er die Astronauten besser bei ihrer Arbeit unterstützen könne, EAVs würden auch viel einfacher, wenn ein Roboter sie durchführe, sagt Coleman. "Für einen Raumspaziergang werden viele Verbrauchsmaterialien benötigt, wir atmen, wir müssen unsere Raumanzüge überprüfen. Wir müssen dreifach sicher sein, dass alles in Ordnung ist, weil wir niemanden bei einem Raumspaziergang verlieren wollen."

Nasa und GM

R2 ist ein Roboter mit einem Oberkörper und zwei Armen, die denen eines Menschen nachempfunden sind. Bislang hat er aber noch keine Beine. Mit seinem weißem Torso und dem goldfarbenen Helm mit verspiegeltem Visier sieht er schon aus wie ein Astronaut. Sein Oberkörper und die beiden Arme sind denen eines Menschen nachempfunden.

Entwickelt wurde R2 von der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) und dem Automobilhersteller General Motors (GM). Er ist als Assistent für den Menschen konzipiert – auf Weltraummissionen ebenso wie in der Fabrik. Er könnte zudem irgendwann in Zukunft den Mond erkunden – wenn auch voraussichtlich nicht so bald: Die Nasa sei mit dieser neuen Technik recht langsam. Das R2-Projekt sei auf 50 Jahre angelegt, berichtet ABC News, und die Entwickler arbeiteten gerade mal 17 Jahre an dem Roboter.


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