Roboter: PR2 antizipiert Durst

US-Forscher haben dem Roboter PR2 Hilfsbereitschaft beigebracht: Er beobachtet einen Menschen und schließt daraus, was dieser als Nächstes tun könnte, um ihm zur Hand gehen zu können.

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PR2: Beobachtungen und Schlussfolgerung ständig aktualisieren
PR2: Beobachtungen und Schlussfolgerung ständig aktualisieren (Bild: Cornell University/Screenshot: Golem.de)

Hilfsbereitschaft ist eine willkommene Eigenschaft. Sie erfordert Aufmerksamkeit und das Vermögen, die Absichten einer anderen Person zu erkennen. Diese auch für Menschen oft herausfordernde Fähigkeit haben US-Wissenschaftler einem Roboter beigebracht.

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Vor einigen Jahren haben Robotiker den Personal Robot 2 (PR2) gelehrt, Bier aus dem Kühlschrank zu holen. Um vieles praktischer wäre es aber, wenn der Roboter schon antizipieren könnte, eine neue Flasche zu holen, wenn die angebrochene fast leer ist. Ein Team vom Personal Robotics Lab an der Cornell-Universität in Ithaca im US-Bundesstaat New York hat sich dafür eine Lösung überlegt.

Datenbank mit 3D-Videos

Die Forscher um Ashutosh Saxena haben den Roboter zuerst mit einem weiteren Sinnesorgan ausgestattet: Er hat eine Kinect bekommen, Microsofts vielseitigen 3D-Sensor, um seine Umwelt besser im Blick zu behalten. Zudem haben die Forscher eine Datenbank mit 3D-Videos von menschlichen Verhaltensweisen erstellt. Der Roboter beobachtet einen Menschen und Gegenstände in seiner Nähe. Er vergleicht dieses Szenario mit den in der Datenbank gespeicherten Szenarien und prüft mögliche Fortsetzungen der aktuellen Situation in der Zukunft. Diejenige, die ihm am wahrscheinlichsten erscheint, wählt er aus.

Nimmt der Mensch etwa einen Topf vom Tisch und macht einen Schritt in Richtung Kühlschrank, schließt der Roboter daraus, dass der Mensch beabsichtigt, den Topf in den Kühlschrank zu stellen. Als Hilfestellung öffnet er daraufhin die Kühlschranktür. Oder er beobachtet, dass der Mensch gerade den letzten Schluck aus der Bierflasche nimmt und extrapoliert, dass er eine neue Flasche holen könnte.

Wörterbuch von Handlungen

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"Wir extrahieren allgemeine Prinzipien, wie Menschen handeln", erklärt Saxena. "Kaffee trinken etwa ist eine wichtige Handlung, die aber in verschiedene Teile zerfällt." Der Roboter erschaffe sich eine Art Wörterbuch mit Teilaspekten von Handlungen, die er auf unterschiedliche Weise zusammensetzen könne, erläutern die Forscher weiter.

Wichtig sei, dass der Roboter nicht einfach die Situation einmalig beurteile und dann eine Konsequenz daraus ziehe: Der Mensch könnte den Topf ja auch an einen anderen Ort stellen, auf die Anrichte beispielsweise oder in die Spülmaschine. Der Roboter müsse also seine Beobachtungen und die Schlussfolgerung ständig aktualisieren. Darin sei er schon ziemlich gut: Für die folgende Sekunde nach seiner Evaluation stimmten seine Annahmen bereits zu 82 Prozent. Je weiter er in die Zukunft schaue, desto schwieriger werde es jedoch: Für die nächsten drei Sekunden stimmten seine Vorhersagen noch zu 71 Prozent, für zehn Sekunden sinke die Trefferquote auf 57 Prozent.

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caso 30. Mai 2013

Da habe ich auch verstanden aber es wirkt trotzdem lustig. Das ist wie bei einer...

marvster 30. Mai 2013

Tony Spark von Spark Industries? *scnr*



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