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Roboter Phenobot: Streetview für Weinberge

Der Freilandroboter Phenobot fährt selbstständig in Weinbergen herum und kann die Reben fotografieren, damit der Züchter ihre Entwicklung erkennen kann. Gesteuert wird das Raupenfahrzeug über GPS, während ein Kamerasystem Aufnahmen macht.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Phenobot ist der erste Freilandroboter für den Weinbau.
Phenobot ist der erste Freilandroboter für den Weinbau. (Bild: Anna Kicherer, Julius Kühn-Institut)

Der Phenobot heißt eigentlich Phänotypisierungsroboter und besteht aus einem Raupenfahrzeug, das mit Hilfe von GPS-Daten die Hänge der Weinberge durchfahren und mit seinem Kamerasystem die Reben aufnehmen kann. Diese Bilder sollen zum Beispiel Rückschlüsse auf die Entwicklung der Reben, Schädlingsbefall und Pilzbewuchs zulassen und eine Einschätzung zu ihrem Ertrag geben. Die Mühe dient der Entwicklung neuer Sorten, die zum Beispiel resistenter gegen Schädlinge sein sollen. Die Aufnahme geschieht ohne Berührung. Bislang mussten Züchter selbst durch die Weinberge laufen, die Informationen sammeln und auswerten. Künftig soll der Roboter noch weitere Sensoren bekommen.

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Der Phenobot ist im Rahmen des Projektes Phenovines entstanden, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) drei Jahre lang gefördert wurde. Der Roboter wurde von der Hochschule Geisenheim und dem Julius Kühn-Institut (JKI) konzipiert und entwickelt.

IT-Einsatz in der Pflanzenzucht

Während der Wein-Phenobot im Freien unterwegs ist, unternimmt ein schon etwas älterer Phenobot von Lemnatec nur Fahrten in Gewächshäusern. Er wurde im Rahmen des EU-Projekts Spicy für die Überwachung der Tomatenzucht in Gewächshäusern entwickelt und sogar mit einer Lichtfeldkamera bestückt. So können durch ein einziges Foto und ein einzelnes Objektiv sowohl zweidimensionale als auch dreidimensionale Daten erfasst werden.

Durch diese Aufnahmen können die Blätter einzeln automatisch ausgewertet werden, auch wenn sie sich überlappen. Zudem kann der Reifegrad der Früchte durch die farbigen 2D-Aufnahmen bestimmt werden. Auch hier werden die Daten automatisch ausgewertet, was bei der Zucht neuer Sorten Zeit und Geld sparen soll. Das System wurde erfolgreich von Juni bis September 2013 in den Niederlanden getestet. Das Unternehmen Lemnatec bietet auch noch erheblich größere Phänotypisierungsgeräte an, die teilweise ganze Feldabschnitte überwachen können.



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plutoniumsulfat 20. Feb 2015

Wie schnell sind die Dinger eigentlich?


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