Mohawk im Garten: Etwas Gras bleibt stehen

Der Roboter mäht tadellos, allerdings schneidet er nicht genau bis zur Graskante. Hier ist weiterhin Nachschneiden mit einem Rasenmäher nötig. Das ist zwar in fünf bis zehn Minuten erledigt, dennoch nervt es.

Die Hersteller empfehlen den Einsatz von Rasenkantensteinen, um wirklich vollautomatisch ohne Nacharbeiten mähen lassen zu können. Wiper-Mäher kämen im Durchschnitt und bei genauer Installation auf rund 8 cm an feststehende Hindernisse heran. Somit seien 10- oder 12-cm-Randsteine sinnvoll.

Der Geräuschpegel wird vom Händler mit maximal 72 Dezibel (dB) und 65 dB bei der Rasenpflege angegeben. Wir haben das nicht nachgemessen, fanden aber, dass der Roboter wirklich extrem leise, kaum hörbar arbeitet. Ein Rasierapparat von Braun ist weitaus lauter.

Alle Roboterrasen mulchen, das heißt, der Rasenschnitt wird so klein geschnitten, dass er liegen bleiben kann und als Dünger dient. Das machte den vor einem Jahr ausgesäten Rasen tatsächlich dichter, und wenn dreimal in der Woche geschnitten wird, blieb auch kaum sichtbar etwas liegen. Normal gemähtes Gras stinkt im Sommer nach einigen Tagen extrem faulig und muss beseitigt werden. Beim Mulchen fällt dieses Problem weg.

Diva-Mähroboter will bei Regen nicht

Einen sozialen Aspekt hat der Mähroboter auch: Seine Einsätze wurden zum Treffpunkt für die Nachbarskinder, die zusehen kamen, wenn der Roboter pünktlich seine Schicht begann.

Bei Regen weigert sich der Wiper allerdings, seiner Arbeit nachzugehen. Er verschiebt dann den programmierten Einsatz um einige Stunden. Dabei kann manchmal auch der Morgentau als Regen fehlgedeutet werden. Veränderungen kann der kleine Roboter auch nicht leiden.

Wir haben bei unserem Dauertest nach einigen Monaten die Rasenkante um einige Zentimeter beschnitten, damit das Gras nicht weiter in die Hecken wächst. Das nahm uns der Roboter sehr übel: Er war nicht in der Lage, mit der neuen Situation umzugehen, und rutschte an mehreren Stellen vom Rasen in das Heckenbett. Auf dem sandigen Boden fuhren die Räder der Roboter sich lange Zeit fest, und er musste zur Ladestation zurückfahren oder zurückgetragen werden, weil der Akku fast oder ganz entladen war.

Dies trat nach einiger Zeit aber nur noch auf, wenn der Mäher nach getaner Arbeit einmal das Grasstück an den Kanten abfuhr. Wir haben die abgeschnittene Graskante mit mehreren Säcken Blumenerde wieder aufgefüllt. Daraufhin arbeitete die Maschine fast fehlerfrei.

Gartenarbeiten sind gefährlich

Dasselbe lässt sich allerdings nicht immer für den Menschen sagen. Wir haben bei Arbeiten am Rasen mit dem Spaten gleich zweimal das Kabel durchtrennt - ein Problem, mit dem wir offenbar nicht allein dastehen. Da das Kabel ins Gras einwächst, ist es praktisch unsichtbar. Es kann zwar mit Verbindern repariert werden, das macht aber wenig Spaß.

Auch sollte der Gärtner lieber nichts auf der Rasenfläche vergessen. Hindernisse wie einen vergessenen Rasensprenger (fachlich Viereckregner) erkannte der Mähroboter nicht, und schnitt leider ein kleines Stück aus ihm heraus. Einen aufblasbaren Swimmingpool griff er dagegen nicht an, sondern mähte bis an dessen Rand.

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 Chaotische Mähweise bringt VorteileVerfügbarkeit und Fazit 
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RvdtG 20. Okt 2015

jeder sollte einen Hedonismbot haben! http://futurama.wikia.com/wiki/Hedonismbot

RvdtG 20. Okt 2015

Schau dir die Bilder an. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um den Privatgarten des...

the_wayne 20. Okt 2015

Bin ich froh, dass ich auf dem Land wohne. Wenn ich Sonntag Mittag rasen mähe (weil ich...

the_wayne 20. Okt 2015

Ja was für ein Spaß ... *träum* In meinem Garten verlege ich erst einmal ca. 10km Kabel...



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