Roboter: Honda stellt den Asimo ein

Er konnte gehen, Treppen steigen, später sogar tanzen und Fußball spielen - gern auch mit prominenten Politikern. Jetzt ist Schluss: Honda stellt den Asimo ein. Das Unternehmen betont, es werde aber weiterhin humanoide Roboter bauen.

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Asimo mit Angela Merkel: Techniken aus dem Asimo-Projekt sollen einesetzt werden.
Asimo mit Angela Merkel: Techniken aus dem Asimo-Projekt sollen einesetzt werden. (Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images)

Vor inzwischen gut 20 Jahren überraschte der japanische Mischkonzern Honda mit dem humanoiden Roboter Asimo. Er sah aus wie ein zu kurz geratener Astronaut, stapfte aber unverdrossen auch Treppen hinauf. Honda hat sich jedoch entschlossen, die Entwicklung von Asimo einzustellen.

2000 stellte Honda den Roboter vor. Asimo, eine Abkürzung für Advanced Step in Innovative Mobility, war 1,3 Meter groß, weiß und erinnerte mit seinem Rucksack und dem spiegelnden Visier an die Mitglieder der Apollo-Missionen. Vierzehn Jahre hatten die Entwickler bei Honda an dem Roboter gearbeitet.

Für seine Zeit war Asimo geradezu revolutionär: Er hatte 23 Freiheitsgrade und ging aufrecht auf zwei Beinen. Er konnte gerade Strecken und Kurven gehen, wenn auch nicht sehr schnell: Sein normales Gehtempo betrug 2,7 Kilometer pro Stunde, was etwa der halben Geschwindigkeit eines Menschen entspricht. Asimo konnte sogar Treppen steigen.

2011 brachte Honda die bisher letzte Version des Asimo heraus, die über deutlich mehr Freiheitsgrade verfügt. Sie geht und rennt schneller und kann auf einem Bein hüpfen. 2014 spielte dieser Asimo Fußball mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama. Im Jahr darauf tanzte er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Einen Nachfolger - es wäre die achte Generation gewesen - wird es aber nicht geben: Honda stellt die Asimo-Serie ein. Einen Grund nannte der Konzern nicht. Der öffentlich-rechtliche japanische Rundfunksender NHK spekulierte, ein Grund könne die starke Konkurrenz von Unternehmen wie Boston Dynamics und seinem Humanoiden Atlas sein.

Honda werde aber nicht aus der Robotik aussteigen, betonte Unternehmenssprecher Hajime Kaneko im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Agence France Presse (AFP). "Wir werden weiterhin humanoide Roboter entwickeln, aber unsere Roboter werden in Zukunft nicht mehr Asimo heißen." Im Rahmen des Asimo-Projekts habe das Unternehmen sehr viele Techniken entwickelt. Jetzt gehe es darum, diese auch einzusetzen.

Honda werde künftig humanoide Roboter bauen, die in der Pflege eingesetzt werden könnten, berichtet NHK unter Berufung auf Quellen aus dem Unternehmen.

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