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Roboterforscherin Kate Darling bei der Republica 2013
Roboterforscherin Kate Darling bei der Republica 2013 (Bild: CC BY 2.0 Gregor Fischer/re:publica)

Warum schützen wir Tiere wirklich? Der Tiere wegen?

Die Objekte müssen dazu nicht aussehen wie Menschen. Allerdings funktioniert es dann umso besser. Es genüge jedoch, wenn sie autonomes Verhalten zeigen oder wenn sie kommunizieren können, sagt Darling. Ein Roboter kann etwa über die Mimik oder das Anschmiegen mit einem Menschen Kontakt aufnehmen. Das löse meist automatisch eine Projektion aus. Dank der sozialen Interaktion findet der Mensch eigene Eigenschaften im Roboter wieder. Maschinen, die so agieren, nennt sie social robots, soziale Roboter.

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Das Phänomen betrifft nicht nur Menschen, die wenig Erfahrung mit solchen Geräten haben. Kaum jemand scheint sich dem entziehen zu können. "Am MIT haben wir beobachtet, dass selbst Roboter-Entwickler ihre Maschinen vermenschlichen." Wir reagieren so, selbst wenn wir sicher wissen, dass es keine lebenden Wesen sind.

Roboter-Ethik wird in der Literatur seit vielen Jahren thematisiert. Do Androids Dream of Electric Sheep?, fragte Philip K. Dick 1968 in seinem Roman, der die Vorlage für den Film Blade Runner war. Darin tötet ein Kopfgeldjäger im Auftrag der Polizei Androiden, menschlich aussehende Roboter. Er zerbricht an seinem Job, weil er sich mit seinen Opfern, die Maschinen sind, identifiziert. Emotionen seien es, die uns zu Menschen machten, fand Dick.

Wenn es uns bedrückt, Roboter zu quälen, sollten wir es nicht tun

Darling hat eine Theorie, warum unsere Emotionen uns dazu bringen, unsere Eigenschaften auf Gegenstände zu übertragen. Wir tun es, um menschlich zu bleiben, glaubt sie. Ihre Parallele ist der Tierschutz. "Warum schützen wir Tiere wirklich?", fragt sie. "Ist die Tatsache, dass sie Schmerzen empfinden, der wahre Grund?" Denn wenn er es wäre, müssten wir alle Tiere gleichermaßen schützen und nicht einige davon hegen und unter Naturschutz stellen und andere essen.

Ihre Theorie: Beim Tierschutz gehe es nicht primär um Tiere, sondern um Menschen. Wir schützen Dinge, die uns an uns selbst erinnern, weil wir uns selbst schützen wollen. Beim Tierschutz gehe es vor allem darum, Verhalten zu bestrafen, das in einem anderen Zusammenhang auch für Menschen gefährlich sein könnte. Wir seien, sagt sie, zutiefst der Überzeugung, dass wer Tiere quält, kein guter Mensch sein kann. Und das Quälen von Tieren rufe Schmerzen auch in uns selbst hervor und sei wohl auch deshalb sanktioniert.

"Wenn es uns so bedrückt, einen Pleo zu quälen, sollten wir es möglicherweise einfach nicht tun", sagt Darling.

Für Darling, die auch Juristin ist, stellt sich daher die Frage, ob es nicht entsprechende Roboter-Rechte brauche. "Gesetze sind eine soziale Entscheidung, wie wir unser Leben gestalten wollen. Wenn wir nicht wollen, dass Pferde und Katzen gequält werden, verbieten wir das." Eine ähnliche Entscheidung werde auch bei Robotern bevorstehen, die mit uns sozial interagieren. "Es geht nicht darum, die Objekte zu schützen", sagt Darling. "Es geht darum, die Werte unserer Gesellschaft und uns selbst zu schützen."

 Roboter-Ethik: Brauchen wir Roboterschutz-Gesetze?

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Mary Roboticdream 05. Mär 2014

Ja, ich glaube auch, dass es erhebliche Probleme mit unserer Emotionalität geben wird...

Joerg B. 12. Jul 2013

Vielen Dank lolig, dass Sie auf Real Humans hingewiesen haben! Ich war...

RhinigtasSalvex 04. Jun 2013

Der mienen Roboter um den es hier geht ist aber nicht menschen ähnlich sondern wenn...

Natchil 14. Mai 2013

Was soll sich denn ändern? Das der Mensch unzufrieden ist gehört wohl auch zum Vorteil...

Pwain 14. Mai 2013

Um die Roboter gehts auch gar nicht, es geht um die Menschen die es mitansehen müssen...



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