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Roboter: Der Morphobot bewegt sich vielfältig

Der Roboter M4 kann fahren, fliegen oder stehen. Die KI -Steuerung entscheidet, welche Bewegungsart in einer Situation angemessen ist.
/ Werner Pluta
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Roboter M4: Fahren ist effizient, aber manchmal muss er auch fliegen. (Bild: Caltech)
Roboter M4: Fahren ist effizient, aber manchmal muss er auch fliegen. Bild: Caltech

Fahren, fliegen, gehen – das ist keine neue Form des Triathlons, sondern das sind lediglich drei von insgesamt acht Bewegungsarten, die ein neuer Roboter beherrscht, der in den USA entwickelt wurde.

Die vorrangige Fortbewegungsart des Multi-Modal Mobility Morphobot, kurz M4, ist das Fahren auf vier recht großen Rädern. Diese sind gleichzeitig Mantelpropeller. Werden sie um 90 Grad geschwenkt, wird aus dem fahrenden Roboter ein Quadrocopter.

Fahren und fliegen lässt sich auch kombinieren: Auf zwei Rädern, die von zwei Rotoren unterstützt werden, kann M4 steile Hänge bezwingen. Daneben kann er sich auf zwei Räder aufrichten, um zu gehen oder und wie ein Erdmännchen zu stehen. Dann werden die beiden anderen Räder in die Rotorstellung geschwenkt und sorgen dafür, dass der Roboter das Gleichgewicht hält.

Ein System mit außergewöhnlicher Mobilität

Entwickelt wurde der Morphobot von einem Team um Mory Gharib vom California Institute of Technology (Caltech) und Alireza Ramezani von der Northeastern University in Boston. "Unser Ziel war es, die Grenzen der robotischen Fortbewegung zu erweitern, indem wir ein System entwickeln, das ein außergewöhnliches Mobilitätsvermögen mit einem breiten Spektrum an unterschiedlichen Fortbewegungsarten aufweist" , sagte Ramezani(öffnet im neuen Fenster) .

Multi-Modal Mobility Morphobot – Caltech
Multi-Modal Mobility Morphobot – Caltech (01:00)

Die verschiedenen Fortbewegungsmodi in Kombination mit einem Steuersystem mit Künstlicher Intelligenz (KI) soll es dem Morphobot ermöglichen, sich in den unterschiedlichsten Terrains zurechtzufinden und die jeweils angemessene Fortbewegungsart auszuwählen: So kann M4 rollen, wo es möglich ist, weil das am effizientesten ist. Um zu erfassen, was sich hinter einem Hindernis befindet, stellt er sich auf zwei Räder, um darüber hinwegzusehen. Unpassierbare Stellen kann er überfliegen.

Welche Fortbewegungsart in der jeweiligen Situation angemessen ist, entscheidet der Roboter selbst. Damit könnte der M4 beispielsweise dazu eingesetzt werden, fremde Himmelskörper zu erkunden. "In unbekannten Umgebungen können nur Roboter erfolgreich sein, die ihre multimodalen Komponenten mithilfe von künstlicher Intelligenz umfunktionieren können" , sagte Gharib.

Das Team beschreibt den M4 in der Fachzeitschrift Nature Communications(öffnet im neuen Fenster) .


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