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Roboter: Der Humanoide aus dem 3D-Drucker

Per 3D-Druck lässt sich so manches daheim herstellen. Sogar ein lebensgroßer humanoider Roboter . Der kann nachgebaut werden: Entwickler Gael Langevin dokumentiert die Fortschritte an seinem Inmoov im Netz.
/ Werner Pluta
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Roboter Inmoov: noch Verständigungsschwierigkeiten (Bild: Gael Langevin/ Screenshot: Golem.de)
Roboter Inmoov: noch Verständigungsschwierigkeiten Bild: Gael Langevin/ Screenshot: Golem.de

Inmoov(öffnet im neuen Fenster) ist ein lebensgroßer humanoider Roboter. Entwickler Gael Langevin hat ihn mit einem 3D-Drucker aufgebaut.

Roboter aus dem 3D-Drucker
Roboter aus dem 3D-Drucker (03:46)

Der etwa 4,3 Kilogramm schwere Roboter besteht aus einem Kopf, einem Oberkörper und zwei Armen. Langevin hat vor gut einem Jahr mit der Entwicklung angefangen. Das erste Teil, das er fertiggestellt hat, war eine Hand(öffnet im neuen Fenster) . Zuletzt sind Schultern(öffnet im neuen Fenster) und der Torso(öffnet im neuen Fenster) , der Schultern und Hals miteinander verbindet, hinzugekommen.

Noch nicht mobil

Bewegt werden die Gliedmaßen über Servomotoren - etwa 20 hat Langevin inzwischen verbaut. Die Ansteuerung der Motoren erfolgt über Arduino-Boards. Sich selbst fortbewegen kann Inmoov - noch - nicht. Er steht auf dem Gestell eines Bürostuhls, unter dem immerhin Rollen sind. Langevin kann Inmoov also zumindest durch die Gegend schieben. Später soll der Roboter Beine oder ein Fahrgestell bekommen.

Langevin bringt derzeit seinem Roboter bei, Spracheingaben zu verstehen. Allerdings gibt es dabei noch Verständigungsschwierigkeiten. Oft genug fragt der Roboter nach, was Langevin gesagt hat, statt das vorgesprochene Wort zu wiederholen und eine Geste dazu zu machen. Das Wort "surrender" (aufgeben, kapitulieren) immerhin versteht Inmoov: Er spricht es nach und hebt beide Arme.

3D-Designs und Anleitung

Wer möchte, kann den Inmoov nachbauen - der Roboter ist Open Source: Langevin hat die 3D-Dateien für die aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) aufgebauten Körperteile(öffnet im neuen Fenster) und eine Montageanleitung(öffnet im neuen Fenster) ins Netz gestellt. Die Software zur Steuerung ist das quelloffene, Java-basierte Framework Myrobotlab(öffnet im neuen Fenster) .

Langevin ist nach eigenen Angaben Bildhauer und Modellbauer bei der Pariser Designagentur Factices Ateliers(öffnet im neuen Fenster) .


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